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Reiseinfomationen zu: Niger, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 10,04 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 700 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 9,5 % (2008)

Arbeitslosenrate: k.A.

Inflationsrate: ca. 0,1 % (2007)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: k.A.

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 39 %
Industrie: ca. 17 %
Dienstleistungen: ca. 44 % (2001)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Erdnüsse und Baumwolle), Bergbau (Uran, Gips, Kohle und Zinn)

Außenhandel
Importe: ca. 800 Mio. US$ (2006)
Exporte: ca. 428 Mio. US$ (2006)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Frankreich, Japan, Nigeria, China, Franz. Polynesien, Côte d\'Ivoire

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Niger ist Mitglied der Westafrikanischen Handelsgemeinschaft ECOWAS (derzeit ausgesetzt) sowie verschiedener anderer regionaler Körperschaften, die sich mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit befassen. U.a. auch WTO und IWF.

Umgangsformen

Leichtes Sakko und Krawatte bzw. Sommerkleid/leichtes Kostüm genügen. Französischkenntnisse sind unbedingt erforderlich, da kaum Dolmetscher- und Übersetzerdienste zur Verfügung stehen.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-12.30 und 15.00-18.00 Uhr, Sa 07.30-12.30 Uhr.

Kontaktadressen

Chambre de Commerce, d’Agriculture, d’Industrie et d’Artisanat du Niger (Industrie- und Handelskammer)
Place de la Concertation, BP 209, NE-Niamey
Tel: 73 22 10.
Internet: www.ccaian.org

Reiseverkehr - National

Achtung

Besucher müssen sich in jeder Stadt, in der sie übernachten, bei der Polizei melden.

Einleitung

Hinweis


Besucher müssen sich in jeder Stadt, in der sie übernachten, bei der Polizei melden.

Flugzeug

Charterflüge werden von privaten Fluggesellschaften organisiert.

Bahn

Zurzeit fahren keine Züge in Niger.

Bus/Pkw

Es gibt über 10.000 km Allwetterstraßen, davon sind 800 km befestigt. Die Hauptverkehrsstraßen des Landes führen von Niamey nach Zinder, Tahoua, Arlit und Gaya. Viele Nebenstraßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Die beste Zeit für Überlandfahrten ist von Dezember bis März. Tankstellen sind recht selten, und Reparaturen sind außerordentlich teuer. Man darf nur auf der Route reisen, die am Ausgangsort polizeilich im Reisepass vermerkt wurde.

Bus:
Zwischen den größeren Ortschaften gibt es relativ gute Busverbindungen. Von Niamey verkehren Busse nach Zinder, Agadez, N’guemi und Tera. In anderen Landesteilen fährt man normalerweise als Passagier in Lastwagen; falls man in der Fahrerkabine sitzen möchte, muss man einen Zuschlag bezahlen. Buschtaxis verkehren im ganzen Land.

Mietwagen
kann man mit und ohne Fahrer mieten, außerhalb der Hauptstadt nur mit Fahrer.

Anmerkung:
In den meisten Landesteilen benötigt man ein Fahrzeug mit Allradantrieb, einen Führer und eine vollständige Ausrüstung.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein, Carnet de Passage und zwei Passfotos. Mindestalter: 23 Jahre.

Fahrzeiten

von Niamey zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
  Bus/Pkw
Zinder 12.00
Maradi 9.00
Tahoua 7.00
Dosso 1.00
Tillabéri 0.45
Agadez 17.00

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Die meisten internationalen Flüge werden von Air France (AF) angeboten. Afriqiyah Airways (8U) (Internet: www.afriqiyah.aero) fliegt von London, Brüssel, Genf und Paris via Tripoli nach Niamey. Weitere Fluglinien, die Niger anfliegen, sind Air Algérie (AH) und Royal Air Maroc (AT).

Flughafengebühren

Keine.

Internationale Flughäfen

Niamey (NIM) liegt 12 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Post, Wechselstube, Mietwagenschalter, Bars, Geschäfte. Taxistand. Kostenloser Bustransfer für die Gäste vieler Hotels vom Flughafen.

Ein weiterer internationaler Flughafen befindet sich in Agadez (AJY).

Schiff

Von Mitte Dezember bis März ist der Wasserstand des Flusses Niger hoch genug für die Flussschifffahrt zwischen Nigeria und Niamey.

Bus/Pkw

Eine der Hauptverbindungsstraßen führt von Kano (Nigeria) nach Zinder, Fernstraßen gibt es auch nach Benin, Burkina Faso und Mali. Die wichtigste Transsahara-Wüstenpiste führt von Algier nach Asamakka und Arlit, mit einer asphaltierten Straße nach Agadez. Das Fahren in der Wüste kann schwierig sein, da Straßenmarkierungen nicht immer sichtbar sind und Benzin knapp ist.

Busverbindungen von Burkina Faso, Benin und Mali.

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst. Internationale Telefonate können in einigen größeren Hotels, im Hauptpostamt und in Telefonzentren geführt werden.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind Celtel Niger (Internet: www.msi-cellular.com) und Telecel Niger.

Fax

Stehen in einigen größeren Hotels, im Hauptpostamt und in Telefonzentren zur Verfügung.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: Sonitel. Zugang zum Internet in größeren städtischen Gebieten.

Telegramme

Im Haupttelegraphenamt in Niamey, einigen Hotels und allen anderen Telegrafenämtern. Es gibt drei Gebührenklassen.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: 08.00-12.00 und 15.00-17.00 Uhr. Das Hauptpostamt ist in der Rue de Kabekoira in Niamey. Postlagernde Sendungen sind möglich. Eine DHL-Niederlassung befindet sich im Hôtel Gaweye Sofitel in Niamey.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Urlaubsorte & Ausflüge

Niamey, am Nordufer des Niger, ist eine weitläufige Stadt mit moderner Innenstadt und Elendsquartieren in den Vororten. Der Kleine und der Große Markt sind einen Besuch wert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Große Moschee, das Nationalmuseum (großer Park mit Botanischem Garten, Zoo und Kunstgewerbeausstellung), das französisch-nigerische Kulturzentrum und das Hippodrom. Stadtrundfahrten werden angeboten.
Südlich von Niamey liegt der bekannte Parc National du W, in dem Büffel, Elefanten, Löwen, Hyänen, Schakale, Paviane und viele verschiedene Vogelarten leben. Der Niger-Fluss fließt hier durch die Mékron-Schlucht.

Agadez, die malerische Hauptstadt der Tuareg, ist noch immer ein Karawanenknotenpunkt, hier wird rege Handel getrieben. In den Nebenstraßen kann man schöne Silber- und Lederwaren kaufen. Das Minarett der Moschee ist aus getrocknetem Lehm gebaut worden und fast 500 Jahre alt. Man kann Ausflüge in die Berge zu den Quellen in Igouloulef und Tafadek machen oder zur prähistorischen Stätte bei Iférouane. Das nördlich von Agadez gelegene Aïr-Gebirge hat etwas mehr Niederschlag als die Halbwüste, von der es umgeben ist. Als Folge der Dürre, die sich bis hierher ausgewirkt hat, nimmt der Tierbestand rapide ab. Für Reisen in dieses Gebiet ist u. U. eine Sondergenehmigung erforderlich. Weiter im Norden finden sich die berühmten Sanddünen von Temet. Abenteuerlustige können die Wüste Ténéré durchqueren und die Djado-Berge besuchen.
Zinder war bis 1927 die Hauptstadt Nigers. In der Nähe der Stadtmitte befinden sich der Sultanspalast und die Moschee, von deren Minarett man einen Rundblick hat. Der Stadtteil Zengou war früher ein Lager- und Rastplatz für Karawanen. Donnerstags findet ein Markt statt, auf dem man Lederwaren kaufen kann.
Auf der Strecke nach Zinder liegt Dosso, das im 13. Jahrhundert nach dem Fall der Gao von den Zarma gegründet wurde. Der Palast und der belebte Dorfplatz, auf dem viele Festivals und offizielle Feierlichkeiten stattfinden, sind sehenswert.
Nigers wirtschaftliches Zentrum ist Maradi. Der Palast des Sultans und die Moschee sind einen Besuch wert.

Ayorou an der Grenze zu Mali ist ein alter Handelsposten; sonntags findet hier ein Kamel-Markt statt. Wer ein bisschen Glück hat, kann in der Gegend um Tillabéri Giraffen sehen. In Niamey kann man Zweitagestouren buchen.

Land & Leute

Essen & Trinken

Einheimischer Fisch, Fleisch und Gemüse werden zur Zubereitung europäischer, asiatischer und afrikanischer Gerichte verwendet. Die Auswahl an importierten Getränken ist gut. Aufgrund der Dürre können jedoch Versorgungsengpässe bei einheimischen Lebensmitteln auftreten. In größeren Städten findet man einige gute Restaurants und Hotelrestaurants. Alkoholische Getränke sind nicht überall erhältlich.

Nachtleben

In Niamey gibt es mehrere Nachtklubs mit Musik und Tanz sowie drei Freiluftkinos.

Einkaufstipps

Decken, Lederartikel, verzierte Kalebassen, Silberschmuck, Schwerter und Messer. Im Centre des Métiers d’Art de Niger in der Nähe des Nationalmuseums findet man eine gute Auswahl an einheimischen Artikeln. Höfliches Handeln ist üblich. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.

Sport

Mit Kanus und Motorbooten kann man auf dem Niger zum Parc National du W an der Grenze nach Burkina Faso und Benin fahren. In Niamey und Agadez gibt es mehrere Schwimmbäder, in Flüssen und Seen sollte man nicht baden. In der Hauptstadt befinden sich außerdem zwei Reitschulen. Angeln ist ganzjährig möglich, die Hauptsaison ist von April bis September. Jagen nach Großwild ist verboten.

Veranstaltungskalender

Zu den wichtigen Festlichkeiten zählen Guerewol, ein Volksfest zum Ende der Regenzeit, sowie das Cure salée, wenn die Nomaden sich zum Viehauftrieb versammeln. Alljährlich finden traditionelle Wettkämpfe und eine Landwirtschaftsmesse statt, auf der auch Kunstgewerbeartikel ausgestellt werden. Alle zwei Jahre wird ein Festival für die Jugend veranstaltet.

Genaue Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Zwanglose Kleidung wird überall akzeptiert. Frauen sollten keine kurzen Röcke tragen. Traditionelle Glaubenssätze und islamische Sitten sollten respektiert werden. Fotografieren: Filmen ist nur mit Genehmigung der Polizei erlaubt; Reiseveranstalter und Fremdenverkehrsämter sind gern beim Einholen der Genehmigung behilflich. Filme sind teuer, vom Entwickeln im Land wird abgeraten. Personen sollte man nicht fotografieren, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Das Fotografieren von Militäranlagen, Flugplätzen und Verwaltungsgebäuden (einschl. des Präsidentenpalastes) ist verboten. Trinkgeld: 10% werden fast immer erwartet. Die meisten Hotels berechnen 10-15% Bedienungsgeld.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : 3, Zertifikat erforderlich : -

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : Ja, Zertifikat erforderlich : -

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : 2, Zertifikat erforderlich :

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : 1, Zertifikat erforderlich :

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : 4, Zertifikat erforderlich : -

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden. Deutsch sprechende Ärzte sind nicht bekannt. Die Hauptkrankenhäuser befinden sich in Niamey und in Zinder. Nur in den größeren Ortschaften ist die medizinische Versorgung einigermaßen angemessen.

Da Arzneien nur schwer erhältlich sind, empfiehlt es sich, seine eigenen Medikamente mitzubringen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.

Vogelgrippe

In Niger wurde das Vogelgrippevirus (H5/H5N1) in Vögeln erstmals am 28. Februar 2006 bestätigt. Menschliche Erkrankungen sind nicht bekannt.

Reisende sollen sich von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Niger den Flughafen nicht verlassen.
Eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber wird allen Reisenden nach Niger empfohlen.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malaria
risiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen und auch in den Städten. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent sein.

[4]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Neujahr
13 Jan Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
21 Apr Ostermontag
24 Apr Concord-Tag
1 May Tag der Arbeit
28 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
3 Aug Unabhängigkeitstag
4 Oct Tabaski (Islamisches Opferfest)
18 Dec Tag der Republik
25 Dec Weihnachten

2015
1 Jan
Neujahr
3 Jan Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
6 Apr Ostermontag
24 Apr Concord-Tag
1 May Tag der Arbeit
18 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
3 Aug Unabhängigkeitstag
23 Sep Tabaski (Islamisches Opferfest)
18 Dec Tag der Republik
25 Dec Weihnachten
(a) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann. Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen. Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern. (b) Nigers kleine christliche Gemeinde feiert auch Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen und Weihnachten.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Niger eingeführt werden (Personen ab 16 J.): 200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l alkoholische Getränke;
250 ml Parfüm und 500 ml Eau de Toilette;
100 g Kaffee, 40 g Tee.

Einfuhrverbot

Vom Innenministerium verbotene Materialien (Filme, Druckerzeugnisse), pornografisches Material, Alkohol (über die Freimenge hinaus), Drogen.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 200, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l\'Afrique de l\'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d\'Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l\'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Niger. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Geldwechsel

Die Mitnahme von Euro, die auf dem Flughafen sowie in größeren Banken und Hotels gewechselt werden können ist empfohlen.

Kreditkarten

Eurocard, MasterCard und Diners Club werden in sehr begrenztem Umfang akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard


Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Sollten in Euro ausgestellt sein, um hohe Umtauschgebühren zu vermeiden.

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung, deren Ausfuhr auf 25.000 CFA Fr begrenzt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, keine Deklarationspflicht.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 07.30-11.30 und 15.30-17.30 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 655.95 XOF
1.00 CHF = 603.48 XOF
1.00 USD = 600.85 XOF
1.00 CHF = 0.92 EUR
1.00 USD = 0.91 EUR
Wechselkurse vom 10 Januar 2016

Reisepass/Visum

Übersicht

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja/1, Rückflugticket erforderlich : Ja

Schweiz

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Österreich

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Deutschland

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Hinweis

(a) Wüstensafaris sind nur mit Führer erlaubt. Weitere Auskünfte von den Reisebüros vor Ort.
(b) In jedem Ort, in dem übernachtet wird, muss der Polizei der Pass vorgelegt werden.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich für die Staatsangehörigen in der obigen Tabelle genannten Länder.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, gültige Dokumente für die Weiterreise vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

[1]
Diese Transiterleichterung gilt u.a. nicht für Staatsangehörige von Bulgarien, Kroatien, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Der visumfreie Transit ist in diesem Fall nur dann möglich, wenn die Weiterreise mit dem gleichen Flugzeug erfolgt.

Visagebühren

Deutschland, Österreich Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum: 61 € (einmalige Einreise), 100 € (mehrmalige Einreise). Schweiz Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum: 100 CHF (einmalige Einreise), 160 € (mehrmalige Einreise).  

Gültigkeitsdauer

Maximal 3 Monate ab Ausstellungsdatum.

Antragstellung

Mindestens 3 Wochen vor der Abreise, persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

(a) 2-3 Antragsformulare (je nach Konsulat).
(b) 2-3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(e) Gebühr (bei Antragstellung in bar, per Verrechnungsscheck oder Überweisung mit Beleg)
(f) Nachweis der Rück- oder Weiterreisetickets (Kfz-Reisen: „Autorisation de Passage“). Geschäftsreisen zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme. Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Aufenthaltsgenehmigung

Muss vor Ablauf des Einreisevisums vor Ort beim Innenministerium in Niamey beantragt werden.

Bearbeitungszeit

1-2 Wochen. Schweiz: 5 Tage.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterflugtickets
(b) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt. (c) Gültige Gelbfieberimpfung.  Es empfiehlt sich außerdem die Mitnahme mehrerer Passfotos.

Allgemeines

Lage

Zentralafrika.

Fläche

1.267.000 qkm (489.191 qm).

Bevölkerungszahl

17.466.172 (2014).

Bevölkerungsdichte

13,8 pro qkm.

Hauptstadt

Niamey. Einwohner: 943.055 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1999. Parlament mit 83 Mitgliedern. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Niger grenzt im Norden an Libyen und Algerien, im Osten an den Tschad, im Süden an Nigeria und Benin und im Westen an Mali und Burkina Faso. Die Hauptstadt Niamey am nördlichen Ufer des Niger ist schon seit langem ein bedeutendes Handelszentrum an diesem stark befahrenen Wasserweg. Der Fluss schlängelt sich 500 km durch den westlichen Teil des Landes. Im Süden entlang der nigerianischen Grenze befindet sich ein Landstrich mit Trockensavanne, der jedes Jahr durch Überweidung 20 km schmaler wird. Die Ténéré-Wüste nimmt bereits heute über 50% der Fläche Nigers ein. Sie wird von einer flachen Bergkette durchzogen, der Aïr ou Azbine. In den südlichen Ausläufern liegt die Provinzhauptstadt Agadez, mitten in der Halbwüste, umgeben von grünen Tälern und heißen Quellen. Die östlich der Bergkette gelegene Geröllwüste verwandelt sich in der Regenzeit in Weideland. Der Norden und Westen bestehen überwiegend aus großen Sandflächen. Am Tschad-See im Südosten wird Ackerbau betrieben.

Sprache

Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind u. a. Haussa (65 % der Bevölkerung) und Tamaschagh, ein Tuaregdialekt, sowie Songhai-Dscherma und Fulbe.

Religion

80 % Islam, 20 % Animisten und christliche Minderheiten.

Ortszeit

MEZ.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Niger.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter 0 Std. und im Sommer -1 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Brigi Rafini, seit April 2011.

Staatsoberhaupt

Mahamadou Issoufou, seit April 2011.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Niger

(auch für Österreich zuständig)
Telefon: (022) 979 24 50.
Website: www.ambassade-niger-geneve.net

Botschaft der Republik Niger

Honorarkonsulat in Hamburg.
Telefon: (030) 80 58 96 60.
Website: www.ambassade-niger.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-12.30 Uhr.

Ministère du Tourisme et de l’Artisanat

Avenue de la Mairie 351, BP 12130, NE-Niamey, NB-10, Niger Telefon: 20 73 65 22/23.
Website: www.mtaniger.com

Centre Nigerién de Promotion Touristique (CNPT)

Rue du Président Luebke, NE-Niamey, BP 612, Niger Telefon: 20 73 24 47.
Email: contact@niger-tourisme.com

Reise- und Sicherheitsinformationen

Niger
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.01.2016
Unverändert gültig seit: 30.12.2015
Aktuelle Hinweise Seit Anfang Februar 2015 greift die islamistische Terrororganisation Boko Haram auch Ziele im Südosten Nigers (Region Diffa) an. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass die Gruppe auch in anderen Städten des Landes terroristische Attentate plant. Es wird daher auch in Niamey zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Mitte Januar 2015 fanden in Zinder und Niamey Demonstrationen gegen die Charlie-Hebdo-Karikaturen statt, in deren Folge es zu Brandanschlägen auf christliche Kirchen, ein Kulturzentrum und diverse Bars und Restaurants kam. Durch Brände und im Zuge der Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es insgesamt zehn Tote. Nach wie vor ist mit Demonstrationen der Zivilgesellschaft und anderer Gruppen zu rechnen. Auch wenn diese meist friedlich verlaufen, sind sie in ihrer Dynamik – wie zuletzt im Januar 2015 geschehen – schwer einzuschätzen. Daher wird dringend geraten, sich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten, bei Fahrten in der Stadt Umsicht walten zu lassen und auch die Berichterstattung der lokalen Medien zu verfolgen. Bis Ende Juli sind in Nigeria und Niger 2015 mehr als 12.000 Fällen von bakterieller Meningitis mit mehr als 800 Toten aufgetreten. In Niger handelt es sich vor allem um Infektionen durch Meningokokken der Serogruppen C und W135, betroffen sind vor allem Dosso (südöstlich von Niamey) und die Hauptstadt Niamey. Die Übertragung der Meningokokken erfolgt in Form einer Tröpfcheninfektion über die Luft. Eine Meningokokkeninfektion ist ein medizinischer Notfall und muß umgehend antibiotisch behandelt werden. Die Einnahme bestimmter Antibiotika nach direktem Kontakt mit einem Meningokokkenerkrankten kann die Ansteckung verhindern. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme vor Einreise in Länder des Meningitisgürtels, zu denen Niger gehört, ist die Impfung mit einem 4-fach Impfstoff gegen Meningokokken A, C, W135, Y, insbesondere bei Aufenthalt in den betroffenen Regionen. Darüber hinaus sind seit  Anfang 2015 im Niger mehr als 3000 Fälle von Masern aufgetreten (davon mehr als 2000 in Zinder). Die Erkrankung kann durch Impfung verhindert werden. Landesspezifische Sicherheitshinweise/ Teilreisewarnung für Niger Von Reisen nach Niger wird dringend abgeraten. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht generell eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe. Insbesondere in entlegenen Gebieten Nigers besteht auch für Staatsangehörige westlicher Staaten sowohl durch kriminelle Banden als auch durch Al-Qaida im Maghreb (AQM) ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko. Auch von den in Nord-Nigeria aktiven islamistischen Terrororganisationen, vor allem Boko Haram und Ansaru, geht ein Risiko aus. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, ist die Teilnahme/der Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Vor Reisen außerhalb von Niamey wird daher gewarnt. Dies gilt ausdrücklich auch für den Nationalpark "W". Es wird darauf hingewiesen, dass auch in Niamey ein unkalkulierbares Anschlags- und Entführungsrisiko besteht, auch wenn sich die Sicherheitslage in der Stadt durch verstärkte Polizei- und Militärpräsenz stabilisiert hat. Insbesondere größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Aufgrund der Angriffe von Boko Haram sind die Regionen Diffa, aber auch Maradi und Zinder im Süden und Südosten des Landes als besonders gefährdet einzustufen. Innenpolitische Situation Nach gewaltsamer Machtübernahme durch das Militär im Jahr 2010 wurde die versprochene umgehende Rückkehr zur Demokratie mit freien und demokratischen Wahlen im Frühjahr 2011 umgesetzt. Mit der Vereidigung von Präsident Issoufou im April 2011 hat die nigrische Politik zur Normalität zurückgefunden. Großen Anlass zur Sorge bereitet jedoch die Lage in Nord-Mali und Nord-Nigeria und die damit verbundenen Konsequenzen für den Niger. Es besteht das Risiko, dass dort aktive islamistische Terrororganisationen ihre Aktivitäten auf den Niger ausweiten und die organisierte Kriminalität in der Region weiter zunimmt. Minengefahr Besondere Gefahren bergen die im Rahmen der mittlerweile offiziell beigelegten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär verlegten Minen, die nicht nur auf die Region Agadez begrenzt sind. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht. Minengefahr besteht nach wie vor im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges (äußerster Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden. Reisen über Land Die Straßen in Niger sind in häufig schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Abschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischem Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein. Kleinkriminalität Auch wenn sich trotz der prekären Armutssituation die Kleinkriminalität als sehr gering darstellt, sollten Unternehmungen ohne Begleitschutz in einsame Stadtviertel und bei Dunkelheit im gesamten Stadtgebiet vermieden werden. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de Landesspezifische Sicherheitshinweise Von Reisen nach Niger wird dringend abgeraten. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht generell eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe. Insbesondere in entlegenen Gebieten Nigers besteht auch für Staatsangehörige westlicher Staaten sowohl durch kriminelle Banden als auch durch Al-Qaida im Maghreb (AQM) ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko. Auch von den in Nord-Nigeria aktiven islamistischen Terrororganisationen, vor allem Boko Haram und Ansaru, geht ein Risiko aus. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, ist die Teilnahme/der Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Vor Reisen außerhalb von Niamey wird daher gewarnt. Dies gilt ausdrücklich auch für den Nationalpark "W". Es wird darauf hingewiesen, dass auch in Niamey ein unkalkulierbares Anschlags- und Entführungsrisiko besteht, auch wenn sich die Sicherheitslage in der Stadt durch verstärkte Polizei- und Militärpräsenz stabilisiert hat. Insbesondere größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Aufgrund der Angriffe von Boko Haram sind die Regionen Diffa, aber auch Maradi und Zinder im Süden und Südosten des Landes als besonders gefährdet einzustufen. Innenpolitische Situation Nach gewaltsamer Machtübernahme durch das Militär im Jahr 2010 wurde die versprochene umgehende Rückkehr zur Demokratie mit freien und demokratischen Wahlen im Frühjahr 2011 umgesetzt. Mit der Vereidigung von Präsident Issoufou im April 2011 hat die nigrische Politik zur Normalität zurückgefunden. Großen Anlass zur Sorge bereitet jedoch die Lage in Nord-Mali und Nord-Nigeria und die damit verbundenen Konsequenzen für den Niger. Es besteht das Risiko, dass dort aktive islamistische Terrororganisationen ihre Aktivitäten auf den Niger ausweiten und die organisierte Kriminalität in der Region weiter zunimmt. Minengefahr Besondere Gefahren bergen die im Rahmen der mittlerweile offiziell beigelegten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär verlegten Minen, die nicht nur auf die Region Agadez begrenzt sind. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht. Minengefahr besteht nach wie vor im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges (äußerster Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden. Reisen über Land Die Straßen in Niger sind in häufig schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Abschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischem Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein. Kleinkriminalität Auch wenn sich trotz der prekären Armutssituation die Kleinkriminalität als sehr gering darstellt, sollten Unternehmungen ohne Begleitschutz in einsame Stadtviertel und bei Dunkelheit im gesamten Stadtgebiet vermieden werden. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de
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