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Reiseinfomationen zu: Sudan, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 88,08 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 2.200 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 6,5 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 18,7 % (2002)

Inflationsrate: ca. 16 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 40 % (2004)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 31 % (2008)
Industrie: ca. 34,7 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 34,3 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Baumwolle, Weizen, Hirse, Erdnüsse, Sesam, Sorghum und Zuckerrohr)

Außenhandel
Importe: ca. 9,339 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 12,5 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
China (VR), Saudi-Arabien, Japan, Indonesien, Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, Indien

Dem Sudan machen seit Jahren wiederholt Dürren und riesige Auslandsschulden schwer zu schaffen. Auch der inzwischen beendete Bürgerkrieg hat heute noch sehr schlechte Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Ein Großteil der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Gleichzeitig verfügt der flächenmäßig größte Staat Afrikas über reiche Bodenschätze, darunter Öl, Erze, Edelmetalle und insbesondere Gold. Dennoch gehört der Sudan zu den ärmsten und dabei hochverschuldeten Ländern der Welt (LLDC). Der Sudan ist infrastrukturell, insbesondere in den Bereichen Energieversorgung, Wasser/Abwasser, Telekommunikation und Verkehr völlig unzureichend erschlossen. Es besteht großer Entwicklungsbedarf in allen Bereichen.

Umgangsformen

Leichter Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Die islamischen Bräuche sollten in den entsprechenden Regionen beachtet werden. In Geschäftskreisen wird viel Englisch gesprochen, über ein paar Worte Arabisch freut sich jedoch jeder sudanesische Geschäftspartner. Geduld und Höflichkeit werden geschätzt. Visitenkarten sollten eine arabische Übersetzung auf der Rückseite vorweisen.

Geschäftszeiten:
Sa-Do 08.00-14.30 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft von Sudan
Kurfürstendamm 151, D-10709 Berlin
Tel: (030) 890 69 80.

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Sudan Chamber of Commerce (Handelskammer)
PO Box 81, Khartoum. Tel: (011) 77 23 46.

Sudan Development Corporation (SDC)
PO Box 710, 21 al-Amarat, Khartoum
Tel: (011) 47 21 51.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Sudan Airways (SD) fliegt rund 20 Flughäfen an, einschließlich Dongola, Juba, Port Sudan und El Obeid. Die zuverlässigste Verbindung ist die Route von Port Sudan nach Khartoum. Zweimal wöchentlich Flugtaxiverbindung von Khartoum nach Nyala.

Flughafengebühren: 600 sD.

Schiff

Alle Städte am Nil werden durch Flussdampfer miteinander verbunden, die jedoch zum größten Teil für Touristen nicht zu empfehlen sind. Der Fahrplan hängt vom Wasserstand ab. Es empfiehlt sich, Lebensmittel und Wasser mitzunehmen. Dongola, Karima, Kosti und Juba gehören zu den Anlaufhäfen.

m Süden des Landes wird gegenwärtig ein 320 km langer befahrbarer Kanal (Jonglei) gebaut.

Bahn

Das Bahnnetz ist umfassend (ca. 5.500 km), die Züge sind jedoch sehr langsam und nur einfach ausgestattet. Es gibt drei Klassen und außerdem eine Luxusklasse (Mumtaza). Die 2. und 3. Klasse ist oft überfüllt. Auf den Hauptstrecken von Khartoum nach Wau/Nyala, Khartoum nach Kassala/Wadi Halfa, Bur Sudan nach Atbara, Khartoum nach El Obeid und von Port Sudan nach Khartoum gibt es Schlafwagen. Einige Wagen sind klimatisiert, hierfür wird ein Zuschlag verlangt.

Bus/Pkw

Das Straßennetz umfasst ca. 50.000 km. Asphaltiert sind nur die Straßen zwischen Khartoum und Port Sudan, Atbara, Dongola und Gedarif. Landstraßen sind in schlechtem Zustand, im Norden sind diese während der Regenzeit (Juli - September) oft nicht befahrbar. Für längere Fahrten sollte man ausreichend Ersatzteile mitnehmen und nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen. Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land ist wegen der schlechten Straßen, fehlender Markierungen und der landesüblichen Fahrweise groß. Nachtfahrten sollten daher ganz vermieden werden. Der Süden des Sudan kann derzeit wegen des Bürgerkrieges nicht bereist werden.

Fernbus:
Zwischen Khartoum, Kassala, Port Sudan und Gedarif verkehren Busse, die von den Marktplätzen abfahren. Nur wenige Busse sind komfortabel und klimatisiert. Lastwagen sind preiswertere, wenn auch unbequeme Transportmittel.

Taxis
haben keine Taxameter, daher sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Mietwagen
sind in größeren Städten sowie in Hotels erhältlich. Die Gebühren sind hoch.

Unterlagen:
Carnet de Passage, Geldmittelnachweis und Bescheinigung der sudanesischen Botschaft, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist. Internationaler Führerschein empfohlen. Bei Vorlage des eigenen Führerscheins kann von den örtlichen Behörden eine befristete Fahrerlaubnis ausgestellt werden. Frauen dürfen im Sudan Auto fahren. Wohnwagen und Fahrzeugen unter 1500 cc wird die Einreise verweigert.

Stadtverkehr

Die öffentlichen Busse in Khartoum sind unzuverlässig und verkehren unregelmäßig. Deshalb gibt es immer mehr private Bakassi-Minibusse, die Boks genannt werden. Sie haben keine festgesetzten Haltestellen. Diese Unternehmen bewegen sich an der Grenze der Legalität und sollten mit Vorsicht benutzt werden.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Sudans nationale Fluggesellschaft heißt Sudan Airways (SD) (Internet: www.sudanair.com).

Verbindungen von Zürich und Wien über Frankfurt/M. oder London mit Sudan Airways. Außerdem wird Sudan auch von Egypt Air (MS) über Kairo und Turkish Airlines (TK) über Istanbul angeflogen.

Airpässe

Mit dem Middle East Airpass der Star Alliance können Reisende auf bis zu zehn Flügen die Länder Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und die Vereinigten Arabische Emirate erkunden. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der Star Alliance, www.staralliance.com, erhältlich.

Flughafengebühren

20 US$, Transitreisende sind davon ausgenommen (Aufenthalt bis 24 Std.).

Internationale Flughäfen

Khartoum Civil (KRT) liegt 4 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Duty-free-Shops, Restaurant (24-Std.). Taxis fahren zur Stadt.

Schiff

Die einzigen Häfen des Landes sind Port Sudan und Suakin am Roten Meer.

Eine Autofähre verkehrt zwischen Assuan (Ägypten) und Wadi Halfa.

Vor den Küsten des Sudan besteht die Gefahr der Piraterie.

Bus/Pkw

Reisen auf dem Landweg nach Ägypten sind wieder möglich, jedoch ausschließlich über einen einzigen Grenzübergang bei Wadi Halfa auf dem Wasserweg über den Assuan-Stausee.

Die Grenze zwischen Sudan und Tschad ist derzeit geöffnet. Die Grenze zwischen Äthiopien und Sudan sowie Eritrea und Sudan sowie Libyen und Sudan sind jedoch geschlossen. Änderungen sind jederzeit möglich. Die Anreisewege aus der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, Uganda und der Zentralafrikanischen Republik sind zur Zeit aus Sicherheitsgründen nicht passierbar.

Aktuelle Informationen zu der Sicherheitslage an den Grenzübergängen sind von den Auswärtigen Ämtern erhältlich.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00249. Die nationale Telefongesellschaft heißt Sudatel Telecom Group (Internet: www.sudatel.sd). Es gibt öffentliche Kartentelefone (grüne Telefonzellen, funktionieren meist nur tagsüber). Telefonkarten sind bei Niederlassungen von Sudatel erhältlich. Auslandsgespräche können problemlos von größeren Städten und von Telefonzentren geführt werden. Internetcafés bieten auch Internettelefonie an.

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Mobilfunknetz betreiben u.a. Sudatel (Internet: www.sudatel.sd). Roaming-Verträge bestehen mit Mobilfunkgesellschaften u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Empfangs-/Sendebereich in den größeren Städten.

Internet/E-Mail

Anbieter wie Sudatel bieten mobiles Surfen im Internet an. Internetcafés sind vor allem in den großen Städten zu finden, in ländlichen Gebieten können die Gebühren in den vereinzelten Cafés sehr hoch sein.

Telegramme

Das Haupttelegrafenamt in Khartoum (Gamma Avenue) hat täglich 24 Std. geöffnet (auch feiertags).

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.30-13.00 und 17.30-18.30 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Khartoum

-

Die Hauptstadt liegt am Zusammenfluss des Blauen und Weißen Nils. Mit der ehemaligen Hauptstadt Omdurman und Nord-Khartoum bildet sie eine Einheit, die die »Drei-Städte-Hauptstadt« genannt wird. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Kamelmarkt in Omdurman und der arabische Souk (Markt). In den Empfangshallen der größeren Hotels und in mehreren Geschäften im Stadtzentrum gibt es sudanesischer Souvenirs.
Von besonderem historischem und künstlerischem Interesse ist das Nationalmuseum, das archäologische Ausgrabungsstücke ausstellt. Ein Besuch des Museums im Khalifenhaus ist für Reisende interessant, die an der Geschichte des Sudan interessiert sind.

Ausflüge

-

Ein Besuch der Gezira-Modellfarm oder ein Ausflug am Nil entlang zum Jebel-Aulia-Damm bieten sich an.

Der Norden und Osten

-

Die archäologisch interessantesten Stätten befinden sich nördlich von Khartoum am Nil; dazu gehören Bajrawiya, Naga, Musawarat, El Kurru, Nuri und Meroe.
Der Dinder-Nationalpark erstreckt sich über 6475 qkm und liegt an der äthiopischen Grenze, südöstlich von Khartoum. Er ist einer der größten Parks der Welt und beheimatet viele wilde Tierarten. In der Hauptsaison (Dezember - April) gibt es von Khartoum aus organisierte dreitägige Ausflüge.
Eine der Hauptattraktionen des Sudan, das Rote Meer, zeichnet sich durch klares Wasser sowie zauberhafte Unterwasserparks und Korallenriffe aus. Das geschäftige Port Sudan, Suakin, das während der osmanischen Zeit eine große Rolle spielte, und das Arous-Urlaubsdorf (50 km nördlich von Port Sudan) sind nur drei der vielen sehenswerten Orte. Erkowit, 1200 m ü. d. M. gelegen, ist ein Urlaubsort, der für seine immergrüne Vegetation bekannt ist.

Der Westen

-

Der Djebel Marra (3088 m) ist der höchste Berg in der Darfur-Region im westlichen Sudan. Diese landschaftlich reizvolle Gegend mit Wasserfällen, vulkanischen Seen und einem angenehmen Klima ist ein beliebtes Urlaubsgebiet.

Der Süden

-

In diesem Landesteil herrscht gegenwärtig Bürgerkrieg; Reisen in den Süden sind daher zurzeit nicht möglich. Die Urlaubsanlage Gemmeiza im Herzen von Ost-Äquatoria ist wegen ihres Tierreichtums besonders interessant.

Land & Leute

Essen & Trinken

Die Grundnahrungsmittel sind Ful, eine Bohnenart, und Dura, gekochter Mais (oder Hirse), der mit diversen Gemüsen gegessen wird. Da islamisches Recht (Sharia) herrscht, ist Alkohol verboten.

Nachtleben

Unterhaltung findet man vor allem in Khartoum und Omdurman. Es gibt das Nationaltheater, Konzerthallen und Kinos sowie Aufführungen auf öffentlichen Plätzen und in Hotels.

Einkaufstipps

Im Souk werden Lebensmittel, einheimisches Kunsthandwerk, Gewürze, Schmuck und Silbergegenstände verkauft. Zu empfehlen ist der Kauf von Korbwaren, Ebenholz-, Gold- und Silberartikeln und diversen Kunsthandwerksartikeln. Gepardenfelle (Cheetah) sollten nicht gekauft werden, da Geparden vom Aussterben bedroht sind und unter das Artenschutzabkommen des World Wildlife Fund fallen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-13.30 und 17.30-20.00 Uhr.

Sport

Am Roten Meer gibt es viele Wassersportmöglichkeiten, einschließlich Schwimmen, Tauchen in den Korallenriffen und Hochseefischen nach Barrakuda, Haien und Kabeljau.

Sitten & Gebräuche

Im Norden des Landes wird das Leben durch die arabische Kultur geprägt, während die Einwohner des fruchtbareren Südens vielen unterschiedlichen Stämmen angehören, die alle ihren eigenen Lebensstil und Glauben haben. Da der Sudan ein überwiegend islamisches Land ist, sollten Frauen freizügige Kleidungsstücke vermeiden. Bei offiziellen und gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird formelle Kleidung erwartet. Sudanesen sind für ihre Gastfreundschaft bekannt. Trinkgeld wird nicht erwartet. Fotografieren: Militärische und polizeiliche Einrichtungen, Flughäfen und Brücken, Ministerien, Eisenbahneinrichtungen, Militär- und Polizeiangehörigen und Frauen ohne deren ausdrückliche Einwilligung dürfen nicht fotografiert werden. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Strafen.

Unterkunft

Hotels

Außerhalb von Khartoum und Port Sudan findet man nur wenige Unterkünfte. In Khartoum gibt es 11 mittelgroße Hotels, einschl. einiger mit internationalem Standard, in Port Sudan drei. In den anderen größeren Städten bieten einige kleinere Hotels und Herbergen Unterkunftsmöglichkeiten.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : , Zertifikat erforderlich :

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : 3, Zertifikat erforderlich : -

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : Ja, Zertifikat erforderlich : -

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : 2, Zertifikat erforderlich :

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : 1, Zertifikat erforderlich :

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden daher dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen und über neun Monate alt sind. Ausgenommen sind Transitreisende, die im Sudan den Flughafen nicht verlassen.
Beim Verlassen des Sudans wird u. U. eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber verlangt.
Im Sudan gilt das Territorium südlich des 15. Breitengrades als Gelbfieber-Infektionsgebiet. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von der Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen.
Das Risiko einer Cholera-Infektion besteht. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist in einigen Fällen, z.B. bei Hilfseinsätzen, zu empfehlen.

[3]
 Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig in den südlichen Landesteilen. Im Norden des Landes sowie an der Küste des Roten Meeres ist die Ansteckungsgefahr saisonal und gering. Entlang de Nils südlich des Nasser-Sees sowie in den mittleren und südlichen Landesteilen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll hochgradig chloroquinresistent sein.  

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Unabhängigkeitstag
7 Jan koptischer Weihnachtstag
13 Jan Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
20 Apr koptisches Osterfest
30 Jun Tag der Revolution
28 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
4 Oct Eid al-Adha (Opferfest)
25 Oct islamisches Neujahrsfest
25 Dec Weihnachten

2015
1 Jan
Unabhängigkeitstag
3 Jan Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
7 Jan koptischer Weihnachtstag
12 Apr koptisches Osterfest
30 Jun Tag der Revolution
18 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
23 Sep Eid al-Adha (Opferfest)
13 Oct islamisches Neujahrsfest
25 Dec Weihnachten
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann. Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen. Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei in den Sudan eingeführt werden (Personen ab 20 J.): 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 450 g Tabak;
Parfüm oder Eau de Toilette für den persönlichen Bedarf;
andere Waren für den persönlichen Bedarf (jedoch kein Alkohol).

Einfuhrverbot

Israelische Waren, Alkohol, Fleisch und Fleischerzeugnisse, pornografisches Material und Zeitschriften mit freizügigen Abbildungen (praktisch jede westliche Zeitschrift).

Einfuhrbestimmungen

Für die Einfuhr von Schusswaffen wird eine Einfuhrgenehmigung benötigt.

Geld

Währung

1 (neues) Sudanesisches Pfund = 100 Piaster. Währungskürzel: SDG (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5, 2 und 1 SDG. Münzen sind im Wert von 50, 20, 10, 5 und 1 Piaster in Umlauf.

Das (neue) sudanesische Pfund ersetzte den sudanesischen Dinar.

Geldwechsel

Die Strafen für Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt sind hoch. Geld sollte nur bei offiziellen Wechselstuben oder in Banken eingetauscht und Quittungen aufbewahrt werden.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in bar (außerhalb der Hauptstadt nur US-Dollar). US-Dollar-Banknoten müssen nach 2003 gedruckt worden sein, sonst werden sie nicht angenommen.

Kreditkarten

Werden derzeit praktisch nicht angenommen.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Werden nur beschränkt angenommen.

Devisenbestimmungen

Keine Einfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet.

Öffnungszeiten der Banken

Sa-Do 08.00-14.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 2.76 SDG
1.00 CHF = 2.24 SDG
1.00 USD = 2.01 SDG
1.00 EUR = 276.73 SDD
1.00 CHF = 224.23 SDD
1.00 USD = 201.02 SDD
Wechselkurse vom 29 Oktober 2013

Reisepass/Visum

Übersicht

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Schweiz

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Österreich

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Deutschland

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Hinweis

Für den Besuch mancher Regionen des Sudan ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die beim Passport and Immigration Office erhältlich ist. Anschrift: Ministry of Interior, Khartoum. Die Ausstellung dauert gewöhnlich fünf Tage.

Visa für private Kfz-Reisen sind derzeit nicht erhältlich.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass (mind. 3 freie Seiten) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Achtung: Allein reisende Minderjährige benötigen eine notariell beglaubigte Reiseerlaubnis der abwesenden Erziehungsberechtigten/Eltern(-teile). Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 6 Std. mit dem nächsten Flugzeug weiterreisen, gültige Weiter- bzw. Rückreisedokumente besitzen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten

Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.

Visagebühren

Deutschland, Östereich Touristenvisum: 40 € (max. 1 Monat Aufenthalt).
Transitvisum: 40 €.
Geschäftsvisum: 45 € (einmalige Einreise, max. 1 Monat Aufenthalt). Schweiz Touristen-/Geschäfts-/Transitvisum: 100 CHF (einmalige Einreise, max. 1 Monat Aufenthalt).

Gültigkeitsdauer

Einreise muss innerhalb eines Monats ab dem Tag der Visumausstellung erfolgen. Aufenthalt bis zu 1 Monat (Aufenthaltsdauer liegt im Ermessen der Einwanderungsbehörde). Verlängerung vor Ort möglich.

Transitvisum:
72 Std. Aufenthalt. Weitere Auskünfte von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

Persönlich oder per Post beim Konsulat bzw. der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular mit Fingerabdruck.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (bei Antragstellung in bar).
(f) Kopie der Hotelbuchung oder Bestätigung der Gastgeber.
(g) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Entsendungsschreiben mit genauen Angaben zur Reise und Einladungsschreiben einer sudanesischen Firma. Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung.

Bearbeitungszeit

Derzeit mindestens 2 - 4 Wochen. Eine Expressbearbeitung ist nicht möglich.

Einreisebeschränkungen

Die sudanesische Regierung verweigert Staatsbürgern von Israel sowie Inhabern von Reisepässen mit israelischen Sichtvermerken (gültig oder abgelaufen) die Ein- und Durchreise.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Wer länger als 3 Tage bleibt, muss sich beim Alien Registration Office Khartum registrieren lassen (Aliens Registration Office, c/o Ministry of Interior, P.O. Box 288, Tel: 83 78 10 84. Größere Hotels (z.B. Khartum Hilton) übernehmen die Registrierung auf Anfrage ihrer Gäste gegen Gebühr.

Allgemeines

Lage

Nordostafrika.

Fläche

1.861.484 qkm (718.723 qm).

Bevölkerungszahl

35.482.233 (2014).

Bevölkerungsdichte

19,1 pro qkm.

Hauptstadt

Khartoum.

Staatsform

Islamische Republik seit 1986. Die neue Verfassung von 1998 wurde teilweise 1999 von Präsident Bashir außer Kraft gesetzt. Neue Verfassung seit 2005. Das Islamische Recht ist in Kraft. Von 1983 bis 2004 herrschte Bürgerkrieg. Allerdings ist die Sicherheit in der Region Darfur auch nach dem zwischen Rebellen und sudanesischer Regierung unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen vom 08.04.2004 nicht gewährleistet. Unruhen prägen das Land. Unabhängig seit 1956 (ehemaliges britisch-ägyptisches Kondominium). Seit Juli 2011 vom Südsudan (als eigenständiger Staat) getrennt.

Geographie

Der Sudan grenzt im Norden an Ägypten, im Nordosten an das Rote Meer, im Osten an Eritrea und Äthiopien, im Süden an den Südsudan, im Westen an die Zentralafrikanische Republik und den Tschad und im Nordwesten an Libyen. Im Norden reichen die Ausläufer der Libyschen und der Nubischen Wüste bis nach Khartoum; außer an den Nilufern und in einigen Oasen ist die Region karg und öde. Sie geht in Trockensavanne über, die mit kurzem, hartem Gras und Büschen bewachsen ist und das Land zwischen den Breitengraden 15°N und 10°N bedeckt. Im Osten überwiegt flache Savanne, die sich aber im Westen zu zwei hohen Plateaus bis auf über 2000 m erhebt. Landwirtschaft wird hauptsächlich in den fruchtbaren Tälern zwischen dem Blauen und Weißen Nil betrieben, die bei Khartoum zusammenfließen. Die höchste Erhebung des Sudan ist der Marra im Westen des Landes (3088 m).

Sprache

Amtssprache ist Arabisch, daneben werden afrikanische Sprachen und Englisch als Bildungssprache gesprochen.

Religion

70 % Muslime (Sunniten), 25 % Animisten, Minderheiten von Kopten und 5 % Christen.

Ortszeit

MEZ + 1.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Sudan.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +1 Std. und im Sommer 0 Std.

Netzspannung

230 V, 50 Hz. Häufig Spannungsschwankungen, ein Adapter wird empfohlen.

Regierungschef

Generalleutnant Omar Hassan Ahmad al-Bashir, seit 1993.

Staatsoberhaupt

Generalleutnant Omar Hassan Ahmad al-Bashir, seit 1993.

Kontaktadressen

Ministry of Tourism

P.O. Box 13226, Khartum /Sudan, Sudan Telefon: 77 23 96 oder 77 65 18.
Website: www.sudan-tourism.gov.sd

Botschaft der Republik Sudan

Honorarkonsulate in Bremen und Idstein.
Telefon: (030) 890 69 80.
Website: www.sudanembassy.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr.

Botschaft der Republik Sudan

Reisnerstraße 29/5, A-1030 Wien , Austria Telefon: (+43) (01) 710 23 43/44/45.
Website: www.sudanvienna.at
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Mi 10.00-12.00 Uhr.

Botschaft der Republik Sudan

Postanschrift: CP 335, CH-1202 Genève
Telefon: (+41) (022) 731 26 66. Konsularabt.: (022) 731 74 65.
Website: www.sudanembassy-mission.ch
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-16.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Fr 09.30-12.30 Uhr (nur Visa).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Stand: 19.10.2015Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:Landesspezifische SicherheitshinweiseIn Sudan kann es wegen der aktuellen politischen Lage auch weiterhin zu Spannungen und ggf. Störungen der öffentlichen Ordnung kommen. Vor diesem Hintergrund rät das Auswärtige Amt, die politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Es wird empfohlen, die Reiseplanung eng mit den deutschen oder sudanesischen Reiseveranstaltern und Geschäftspartnern abzustimmen und die Deutsche Botschaft zu informieren.Es wird grundsätzlich empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden.Wegen Preissteigerungen kam es in der Innenstadt von Khartum, in Omdurman und in Wad Madani zu teilweise gewaltsamen Demonstrationen. Die Lage hat sich beruhigt, aber aufkommende auch gewaltsame Demonstrationen können auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.Die Kriminalität in Khartum nimmt – auf für afrikanische Verhältnisse niedrigem Niveau - zu (insb. Einbrüche in KFZ). Ausländer benötigen für Reisen außerhalb Khartums in der Regel eine Reisegenehmigung der sudanesischen Regierung (travel permit).TerrorismusEs besteht eine erhöhte Terrorismusgefahr in Sudan. Terroristische Gruppieren haben zum „Dschihad" in Sudan aufgerufen und speziell westliche Einrichtungen als Ziele genannt. Dies kann auch die Form von Entführungen annehmen.Sudanesische Behörden verhafteten im August 2007 und Januar 2008 Mitglieder einer Gruppe, die mit Planungen für Anschläge auf die Botschaften Großbritanniens und der USA in Khartum befasst gewesen sein soll.In der Neujahrsnacht 2007/2008 wurden in Khartum ein Diplomat der US-Botschaft und sein Fahrer in ihrem Fahrzeug aus terroristischen Motiven erschossen.Reisen über LandDie Infrastruktur in Sudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Khartum wegen mangelnder Infrastruktur und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen oft nur eingeschränkt möglich.Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen, fehlender Markierungen und der nicht selten unorthodoxen Fahrweise der Sudanesen nicht unterschätzt werden. Nachtfahrten sollten daher ganz vermieden werden. Medizinische Hilfe bei Unfällen steht in der Regel nicht zur Verfügung.Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss gerechnet werden.Aufgrund der Nachwirkungen des Bürgerkriegs in Südsudan, der Stammeskonflikte und der nach wie vor angespannten Situation an manchen Teilen der südlichen und östlichen Grenzen sowie v. a. aufgrund des Darfur-Konflikts ist eine Durchquerung des Landes weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.Von nicht notwendigen Reisen in die Grenzgebiete zu Ägypten, Libyen, Tschad wird abgeraten.Von Reisen in das abgelegene Grenzgebiet zu Äthiopien in den Bundesstaaten Gedaref und Sennar einschließlich des Dinder-Nationalparks wird dringend abgeraten. Im Nationalpark ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und einer extremistischen islamistischen Gruppe gekommen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich dort noch weitere bewaffnete gewaltbereite Gruppen aufhalten.Nördlicher SudanIm September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Weitere Vorfälle dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.Reisen auf dem Landweg nach Ägypten sind wieder möglich, jedoch ausschließlich über einen einzigen Grenzübergang bei Wadi Halfa. Die Sicherheitslage ist dort wegen der umfangreichen Militär- und Polizeipräsenz Ägyptens und des Sudan gegenwärtig unter Kontrolle. Ausländer benötigen Reisegenehmigungen mit Angabe von Reiseziel und Reisedauer, die in Khartum erhältlich sind. In den Provinzstädten werden Reisegenehmigungen bei den Büros der Polizei/Sicherheitsbehörden ausgestellt, wenn man über den Landweg einreist. Vor dem Versuch des illegalen Grenzübertritts (auch in die anderen angrenzenden Länder) wird wegen des Risikos nicht oder unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ausdrücklich abgeraten. Außerdem setzt man sich der Gefahr einer längerfristigen Inhaftierung aus.Region DarfurIn der Region Darfur im Westen von Sudan droht wegen militärischer Auseinandersetzungen und Banditenunwesen Lebensgefahr. Es besteht ein sehr hohes Entführungsrisiko. Von Reisen nach Darfur wird daher dringend abgeraten.In den Darfurprovinzen kommt es weiter zu Überfällen auf Transporte von Hilfsorganisationen und der Friedensmission UNAMID, auch bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen sowie Brandschatzungen von Milizen unter der Bevölkerung halten an.Seit 2009 häufen sich Entführungen von Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen sowie der Friedensmission UNAMID. Im Juni 2010 wurden zwei Deutsche entführt und nach fünf Wochen freigelassen.Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Mitarbeitern in Darfur tätiger Hilfsorganisationen wird dringend geraten, engste Abstimmung mit den Hilfskoordinatoren der VN (OCHA, Office for the Co-ordination of Humanitarian Affairs) und der sudanesischen Regierung (HAC, Humanitarian Affairs Commission) zu suchen und die Deutsche Botschaft Khartum über den Aufenthalt im Land zu informieren. Bei Dienst- oder journalistischen Reisen nach Darfur ist engste Koordinierung mit der Deutschen Botschaft in Khartum und der Friedensmission UNAMID und dem VN-Sicherheitsdienst UNDSS (United Nations Department for Safety and Security) angeraten.Südkordofan (inkl. Abyei), Unity State und Blauer NilVon Reisen in die Regionen Südkordofan (inkl. Abyei -zwischen Sudan und Südsudan umstrittenes Gebiet-) und Blauer Nilwird wegen aktueller umfangreicher militärischer Kampfhandlungen dringend abgeraten.In der Stadt Abyei der gleichnamigen Grenzregion zwischen Nord- und Südsudan brachen am 14. Mai 2008 Kämpfe zwischen Armee-Einheiten aus Nord- und Südsudan aus. Die sudanesischen Streitkräfte haben die Kontrolle über Abyei übernommen. Obwohl die Konfliktparteien den Schiedsspruch des Internationalen Schiedsgerichtshof über die Grenzen der umstrittenen Region offiziell anerkennen, bleibt das Konfliktpotential hoch. Immer wieder werden bewaffnete Kämpfe zwischen den das Gebiet durchziehenden Nomaden und der ansässigen Bevölkerung gemeldet. Das für 9. Januar 2011 vorgesehene Referendum über den Status der Abyei-Region wurde nicht durchgeführt. Demnach bleibt die Zugehörigkeit der Region weiter ungelöst.OstsudanAuch nach dem Friedensschluss zwischen der ostsudanesischen „Eastern Front" und der Regierung in Khartum sind in der Region viele Sicherheitskräfte präsent. Reisen sollten vorher sorgfältig geplant und mit den lokalen Behörden abgestimmt werden.  Weltweiter SicherheitshinweisEs wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de  Zum Seitenanfang
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