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Reiseinfomationen zu: Tunesien, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Landwirtschaft und Bergbau sind die Grundlagen der Wirtschaft. Die Hälfte der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft und Fischerei beschäftigt. Die wichtigsten Agrarerzeugnisse sind Olivenöl, Datteln und Zitrusfrüchte.
Es wird viel Phosphat, Eisen, Blei und Zink abgebaut. Tunesien ist viertgrößter Weltproduzent von Phosphaten und drittgrößter Exporteur von Phosphatdüngern. Außerdem exportiert das Land auch Erdöl in kleinen Mengen. Wichtigste Exportgüter sind Textilien, Erdölprodukte, Phosphate und Phosphatprodukte (vor allem Düngemittel) und elektromechanische Produkte.
Ausgedehnte Strände und ein fast ganzjährig warmes Klima machen Tunesien zu einem beliebten Urlaubsziel. Der Dienstleistungssektor, einschließlich des Tourismus, hat einen Anteil von 52,5 % am Bruttoinlandsprodukt (BIP), gefolgt von der Industrie (rund 37 %) mit den beiden Hauptindustriezweigen Energiewirtschaft und Baugewerbe sowie Landwirtschaft und Fischerei (10,5 %) (Stand: 2008).

Wirtschaftslage
Tunesien entwickelt sich wirtschaftlich erfolgreich. Das Land hat sich in Afrika und im Maghreb als Schwellenland eine Spitzenposition erarbeitet. Durch die Assoziation mit der EU will Tunesien in den Kreis der Industrieländer aufsteigen.
Zwischen 1997 und 2001 ist das Bruttoinlandsprodukt kontinuierlich gewachsen und verzeichnete nach 2002 durchschnittliche Zuwachsraten von 5 %. 2007 lag das Wirtschaftswachstum sogar bei 6 %, schwächte sich aber 2008 auf 4,4 % etwas ab.
Ein großes Problem stellt die seit Jahren hohe Arbeitslosigkeit dar (14,1 % für 2007 und 2008), die vor allem die Jugendlichen betrifft. Die Inflationsrate lag 2005 bei 5 % (2007: 3,1 %). Tunesiens Bevölkerung hat aber mit umgerechnet rund 2.400 € pro Jahr das höchste Pro-Kopf-Einkommen in Nordafrika nach Libyen. Der Anteil der Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, konnte von 13 % (1980) auf 4,2 % (2006) gesenkt werden. Tunesien besitzt eine ausgeprägte Mittelschicht (ca. 80 % der Bevölkerung), und ebenfalls sehr hoch ist der Prozentsatz der Tunesier mit Wohneigentum (80 %), was eine für die Region bislang unerreichte wirtschaftliche und soziale Stabilität zur Folge hat.

Handelspartner
Tunesiens wichtigste Handelspartner sind die EU-Mitgliedsländer, vor allem Frankreich, Italien und Deutschland.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Vereinte Nationen; Arabische Liga, Organisation der Afrikanischen Einheit, Union des Arabischen Maghreb (UMA), Blockfreienbewegung, Organisation der islamischen Konferenz, Weltbank und IWF, GATT/WTO.

Umgangsformen

In Geschäftskreisen wird Arabisch oder Französisch gesprochen. Geschäftsleute, die diese Sprachen nicht beherrschen, sollten sich vor einem Termin erkundigen, ob ein Dolmetscher benötigt wird. Termine sollten vereinbart werden.
Geschäftszeiten: Winter: Mo-Fr 08.00-12.30 und 14.30-18.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr. Sommer: Mo-Sa 08.00-13.00 Uhr.

Kontaktadressen

Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V.
Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70.
Internet: www.ghorfa.de

Deutsch - Tunesische Industrie- und Handelskammer
Immeuble le Dôme, Rue du Lac Léman, TN-1053 Les Berges du Lac
Tel: (71) 96 52 80.
Internet: www.ahktunis.org

Österreichisch-Arabische Handelskammer

Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Chambre de Commerce et d’Industrie de Tunis (Handelskammer)
1 Rue des Entrepreneurs, 1000 Tunis
Tel: (071) 35 03 00.
Internet: www.ccitunis.org.tn

Tunisian Industry Portal
63 Rue de Syrie, 1002 Tunis.
Tel: (071) 79 21 44.
Internet: www.tunisianindustry.nat.tn

Konferenzen/Tagungen

Die folgende Organisation kann bei der Planung von Konferenzen und Tagungen in Tunesien behilflich sein: Fremdenverkehrsamt Tunesien (s. Adressen).

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Das Inlandflugnetz wird von Sevenair (UG) (Internet: http://www.sevenair.com.tn/) betrieben, die im Ausland von Tunis Air (TU) (Internet: www.tunisair.com.tn) vertreten werden. Es gibt Linienflugverbindungen von Tunis nach Sfax, Djerba, Tozeur (Sahara), Gafsa, Tabarka und Gabes. Die Preise sind recht günstig und die Flüge oft ausgebucht, Vorausbuchung wird empfohlen.

Schiff

Zu den größten Häfen des Landes gehören La Goulette, Tunis, Biserta, Sousse, Sfax und Gabès.
Fähren verbinden Sfax und die Kerkennah-Inseln zweimal täglich, Djorf und die Insel Djerba regelmäßig tagsüber.

Bahn

Das Bahnnetz von Tunesien ist zum kleineren Teil in Normalspur (1435 mm) und zum größten Teil in Meterspur verlegt. Die SNCFT betreibt alle Fernreisezüge und die Vorortbahnen von Tunis/Hammam Lif/Borj Dedria und Sousse/Monastir/Mahdia innerhalb Tunesiens. Eine Umfahrung von Sousse beginnt am Bahnhof Kalaa Séghira, führt an Sousse vorbei und am Bahnhof M\'Saken, gut 10 km südlich von Sousse, wieder auf die Hauptstrecke Tunis-Sfax. Fast alle Fernzüge der SNCFT sind klimatisiert und führen auch einen Getränkeservice.

Alle klimatisierten Züge sind zuschlagpflichtig. Es verkehren in der Regel Fernzüge mit Wagen der Grand-Comfort-Klasse, 1. und 2. Klasse. Auf der Linie Tunis-Sfax verkehren die schnellsten Meterspurzüge der Welt. Die schnellsten Züge auf der Strecke Tunis-Sousse-Sfax verfügen über individuellen Service am Sitzplatz.

Zahlreiche Ferienorte Tunesiens sind direkt mit der Bahn erreichbar, u.a. Hammamet, Nabeul, Sousse, Monastir, Mahdia, Moknine und Gabès. Mit den Fernzügen der SNCFT erreicht man täglich, meist mehrmals, folgende Städte und wichtige Zentren ab Tunis: Mateur, Bizerte, Béjà, Jendouba, Ghardimaou, Pont du Fahs, Gaafour, Kalaa Khasba, Grombalia, Hammamet, Nabeul, Enfidha, Sousse, Monastir, Moknine, Mahdia, El Jem, Sfax, Mahres, Gabès, Gafsa und Metlaoui. Gabès wird viermal täglich bedient. Zwischen Tunis und Metlaoui verkehrt weiterhin der Nachtzug.

Fahrkarten und Railpässe müssen vor Reiseantritt gelöst werden. Aktuelle Fahrpläne der SNCF gibt es online unter www.fahrplancenter.com. Vorausbuchung ist notwendig.

Eine besonders atemberaubende Fahrt bietet der Lézard Rouge durch die Selja-Schlucht im Atlasgebirge. Der von einer Diesellok gezogene Zug wird aus historischen und originalgetreu restaurierten Wagen gebildet und verkehrt mehrmals wöchentlich in der Touristensaison zwischen Metlaoui und Tabeditt und zurück. Für den Lézard Rouge sind besondere Fahrkarten erforderlich.

Anmerkung (Bahn)

Ermäßigungen: Rundreisefahrkarten wie die Carte Bleue sind verbilligt, Kinder unter 4 Jahren fahren umsonst.
Die Carte Bleue gilt weder für den Lézard Rouge, noch im Straßenbahnsystem von Tunis (SMLT) und auch nicht in der elektrischen Vorortbahn (TGM) von Tunis.

Bus/Pkw

Tunesien verfügt im Norden über ein gut ausgebautes Straßennetz. Kraftsstoff ist preiswert, bleifreies Benzin ist allerdings nicht an allen Tankstellen erhältlich.

Bei Pannen hilft kostenlos die Garde Nationale (Nationalgarde) – normalerweise wird die nächste Werkstatt benachrichtigt.

Fernbus:
Die Société Nationale du Transport Interurbain (SNTRI) (Internet: www.sntri.com.tn) und andere Buslinien verbinden die Städte (u.a. von Tunis nach Ghardimaou, Bizerte, Sfax, Kalâa Khasba, Métlaoui und von Sousse nach Monastir und Mahdia). Sie sind preiswert und verhältnismäßig bequem. Passagiere dürfen 10 kg Gepäck ohne Aufpreis mitführen; jedes Gepäckstück muss registriert werden.

Langstreckentaxis werden Louages genannt und dürfen bis zu 5 Fahrgäste transportieren. Sie sind weiß mit roten Streifen. Wenn das Taxi voll besetzt ist, fahren sie zu jedem gewünschten Reiseziel in Tunesien. Die Louages haben feste Preise pro Person. Es gibt viele Louage-Haltestellen; sie sind das schnellste öffentliche Verkehrsmittel, und die Preise sind den Bus- und Bahnpreisen ähnlich. Wichtig: Die Schilder auf dem Wagen geben den Heimatort des Taxis an, nicht das Reiseziel. Dieses wird laut vom Fahrer ausgerufen.

Mietwagen
gibt es in allen touristisch erschlossenen Orten. Informationen erteilen z.B. die Fremdenverkehrsbüros. Eine Vermittlung über die meisten Hotels ist ebenfalls möglich, aber teurer als wenn man sich direkt an das Unternehmen wendet. Außer den internationalen Agenturen wie Hertz, Avis, Sixt, Budget und Europcar, die auch an allen Flughäfen ihre Vertretungen haben, gibt es nationale Autoverleihfirmen, die in den meisten Fällen preiswerter sind. Der Fahrer muss mindestens 21 Jahre und der Führerschein mindestens 12 Monate alt sein.

Fahrräder und Motorräder
können in den meisten größeren Städten gemietet werden.

Höchstgeschwindigkeiten:

in Städten: 50 km/h,
auf Landstraßen 90 km/h,
auf Schnellstraßen: 110 km/h.

Unterlagen: Zulassung, gültiger Führerschein und Grüne Versicherungskarte. Eine Versicherung für 21 Tage kann man an der Grenze abschließen.

Anmerkung (Bus/Pkw)

Aus Sicherheitsgründen ist es verboten, in die Sahara zu fahren, ohne dem Posten der Nationalgarde der nächstgelegenen Stadt die genaue Fahrtroute, geplante Dauer und das Endziel mitzuteilen. Volle Verpflegung, genügend Wasser, ein entsprechend ausgerüstetes, absolut fahrtüchtiges Fahrzeug und ein erfahrener Führer sind notwendig.

Stadtverkehr

Öffentliche Verkehrsbetriebe (SNT) (Internet: www.snt.com.tn) versorgen alle Städte, die Verkehrsmittel sind zahlreich, aber überfüllt.

In Tunis sind Monats- und Zehnerkarten in den Postämtern erhältlich.

Tunis
und Sousse haben ein Straßenbahnnetz (Métro Léger), in Tunis gibt es auch Nahverkehrszüge zu den Außenbezirken Goulette und La Marsa.

Taxi:
Innerhalb von Tunis und anderen Städten gibt es zahlreiche Stadttaxis, alle haben Taxameter. Die kleinen Taxis in den Städten sind sehr preiswert. Die Fahrt wird pro Kilometer berechnet, dazu kommt eine Grundgebühr. Man sollte nur den angezeigten Fahrpreis bezahlen (plus Trinkgeld). 50% Nachtzuschlag zwischen 21.00-05.00 Uhr. Der Transport mehrerer Gepäckstücke kostet extra. Höchstens drei Fahrgäste werden mitgenommen.

Fahrzeiten

von Tunis zu den folgenden größeren tunesischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Hammamet - 1.15 1.00
Nabeul - 1.30 1.00
Sousse - 2.00 2.30
Port el Kantaoui - 2.30 2.30
Monastir 0.35 3.00 3.00
Sfax 0.50 3.30 4.00
Gabès - 5.00 5.00
Djerba 0.60 - 7.00
Tozeur 1.10 - 6.00

Anmerkung

Anmerkung:
Reisenden nach Port el Kantaoui wird empfohlen, mit der Bahn nach Sousse zu fahren und die restlichen 7 km per Taxi zurückzulegen. Um nach Monastir zu gelangen, sollte man ebenfalls nach Sousse fahren und in die Métro Léger umsteigen. Nach Djerba fährt man am besten mit der Bahn nach Gabès und benutzt dann den Zubringerbus.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft heißt Tunis Air (TU) (Internet: www.tunisair.com.tn). Direktflüge von allen größeren europäischen Städten, u. a. Frankfurt, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München - Tunis, Monastir; Wien - Tunis, Monastir; Zürich, Genf - Tunis.

Direktflüge nach Tunesien bieten u.a. auch Lufthansa (LH), Germanwings (4U) und Air France (AF).
Air Berlin (AB) fliegt von mehreren deutschen Flughäfen nach Djerba und Monastir sowie von Köln nach Tunis.

Flughafengebühren

Ausreisesteuer für Touristen:  30 TD (etwa 13 €).

Internationale Flughäfen

Tunis (TUN) (Carthage International) liegt 8 km nordöstlich von Tunis (Fahrzeit 15-30 Min.). Banken, Post, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Bars, Restaurants. TUT-Zubringerbus zur Stadt alle 15 Min. SNT-Linienbusse (Nr. 35) alle 30 Min. (Fahrzeit: 30 min.). Die Fahrt zum Flughafen beginnt an der Bushaltestelle Ave. Habib Bourguiba. Taxis berechnen Nachtzuschlag.

Djerba (DJE)
(Melita) liegt 9 km von der Stadt entfernt. Bus- und Shuttlebusverbindungen in die Stadt.

Monastir (MIR) (Skanes) liegt 8 km außerhalb der Stadt. Busse fahren jede Stunde in die Stadt (Fahrzeit: 30 Min.). Shuttlebusse.

Sfax (SFA) liegt 15 km von der Stadt entfernt.

Tozeur (TOE) (Nefta) liegt 10 km von der Stadt entfernt.

Gafsa-Ksar (GAF) liegt 3 km von der Stadt entfernt. Busse fahren nach Gafsa und Ksar.

Tabarka (TBJ)
(7 Novembre) liegt 15 km von Tabarka entfernt.

Alle Flughäfen haben Bars, Restaurants, Wechselstuben, Touristeninformation. Duty-free-Shops; auch Taxis stehen überall zur Verfügung (Nachtzuschlag).

In Enfida ist der Bau eines internationalen Flughafens für die nahe Zukunft geplant. Dieser soll das Verkehrsaufkommen von Tunis (TUN) und Monastir (MIR) entlasten.

Anmerkung: Die Landeswährung wird in Duty-free-Shops nicht angenommen.

Schiff

Regelmäßige Fährverbindungen, u.a. mit SNCM (Ferry Terranée) (Internet: www.sncm.fr) und mit der Tunesischen Schifffahrtsgesellschaft CTN (La Compagnie Tunisienne de Navigation) (Internet: www.ctn.com.tn), von Frankreich und Italien nach Tunesien. Fähren können auch über Viamare gebucht werden (Internet: www.viamare.com)

Alle Fährgesellschaften haben Vertretungen in europäischen Städten. Einzelheiten teilt das Fremdenverkehrsamt mit. Nachstehend die Hauptfährverbindungen mit der jeweiligen Dauer der Überfahrt:

Marseille - Tunis: 21-24 Std.
Genua -Tunis: 21-24 Std.
Trapani - Sousse: 7-8 Std.
Livorno - Tunis: 25 - 27 Std.

Costa Cruises bietet in den Sommermonaten Kreuzfahrten von Civitavecchia/Rom und Catania nach Tunesien an.

In Enfida wird ein Tiefseehafen gebaut.

Bahn

Tägliche Verbindung zwischen Tunis und Algier. Oft müssen Reisende im internationalen Verkehr umsteigen, denn wenn die algerische SNTF keinen Kurswagen bringt, übergibt die tunesische SNCFT auch keinen. Reisen innerhalb Algeriens sollten möglichst auf dem Luftweg erfolgen.

Bus/Pkw

Es gibt theoretisch mehrere Grenzübergangsstellen von Algerien (Babouch, Tabarka, Ghardimaou, Bou Chebka, Sid Youssef und Hazoua), politische Unruhen können aber zu Schwierigkeiten für Touristen führen. Von Libyen fährt man an der Küste entlang nach Gabès über Ben Gardane und Ras Ajdir. Reisen innerhalb Algeriens sollten möglichst auf dem Luftweg erfolgen.

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Mobiltelefon

GSM 900. Die Hauptanbieter sind Tunisiana (Internet: www.tunisiana.com) und Tunisie Telecom (Internet: www.tunisietelecom.tn).

Fax

Können in den großen Städten, Hotels und Postämtern aufgegeben werden.

Internet/E-Mail

Internetcafés sind in den größeren Städten wie Tunis, Sousse, Tahar ben Amar und Nabeul vorhanden. Hauptinternetanbieter sind ATI (Internet: www.ati.tn), Planet Tunisie (Internet: www.planet.tn) und 3S Global Net (Internet: www.gnet.tn).

Telegramme

Das Telekommunikationszentrum in Tunis befindet sich in 29 Jamal Abdelnasser. Am Zentralpostamt an der Rue Charles de Gaulle in Tunis sowie in den meisten Hotels kann man Telegramme aufgeben.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa dauert 3-5 Tage. Einen Schalter für postlagernde Sendungen gibt es in den meisten Postämtern. Öffnungszeiten der Postämter: Sommer (i. Allg. 1. Juli - 31. Aug.): Mo-Sa 08.00-13.00 Uhr. Winter: Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr. Während des Ramadan: Mo-Sa 08.00-15.00 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte& Ausflüge

Tunis und Umgebung

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Tunis ist eine moderne Hauptstadt mit eleganten Hotels, Geschäften und Unterhaltungsmöglichkeiten aller Art. In der Mitte liegt die Medina (die Altstadt), eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte der islamischen Welt. Der Haupteingang an der Porte de France und der britischen Botschaft führt direkt zur Rue Djamaa Ez-Zitouna, der Hauptstraße der Souks (Märkte). Weitere Souks, die sich mitunter auf ganz bestimmte Produkte spezialisiert haben, zweigen von der Hauptstraße ab. Djamaa Ez-Zitouna, die große Moschee, ist eine gute Orientierungshilfe.
Das Bardo-Museum ist im ehemaligen Palast des Bey untergebracht und beherbergt karthagische, römische, byzantinische und arabische Schätze. Das Nationalmuseum hat prähistorische, punische, römische und byzantinische Ausstellungsstücke und steht auf den Ruinen des Antonius-Bades, das man ebenfalls besichtigen kann.
Im bewaldeten Belvédère-Park oberhalb der Stadt gibt es einen moslemischen Pavillon und einen Zoo. Im Vorort La Soukra findet man einen Golfplatz und Reitställe.

Urlaubsorte

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Im Nordosten von Tunis liegt der Hafen und Badeort La Goulette; dort kann man an heißen Sommernächten vor den Restaurants und Cafés sitzen und Fischspezialitäten und andere tunesische Gerichte an der frischen Luft genießen. Weiter an der Küste entlang gibt es die Ruinen von Karthago zu besichtigen, einer Stadt, die einst ebenso berühmt war wie Rom (s. Historische Stätten); Sidi-Bou Said, La Marsa und Gammarth sind ebenfalls sehenswert. Alle Städte können von Tunis aus mit der Bahn erreicht werden. Sidi-Bou Said ist eine mit Bougainvillea, Nelken und Geranien bewachsene Landspitze mit vielen, im andalusischen Stil erbauten Villen mit leuchtendblauen Türen und Fensterläden. La Marsa, Gammarth und Raouad liegen in einer grünen Landschaft mit herrlichen Sandstränden und bieten ausgezeichnete Hotels, internationale Restaurants und ein interessantes Nachtleben.
In den südlichen Randgebieten liegt Hammam-Lif, ein kleines Urlaubsdorf am Strand, das vom Djebel Bou Kornine (einem Berg mit zwei Gipfeln) überragt wird.

Der Norden

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Dieser als »Grünes Tunesien« bekannte Landesteil ist eine wunderschöne Gegend mit Hügeln, Bergen und fruchtbaren Ebenen. Das Wetter ist auch im Sommer etwas kühler als im Süden. Die Hotels an der Küste sind erstklassig. Bizerte war früher die römische Stadt Hippo Dyarrytus. Der alte Fischereihafen, die Kasbah (arabisches Altstadtviertel) und das andalusische Viertel sind erhalten geblieben. Breite Alleen ziehen sich durch die Stadt, moderne Hotels mit schönen Gärten und die prächtige Kongresshalle liegen an der Corniche oberhalb der Dünen. Die Landschaft um Cap Bizerte, Cap Blanc, den Bizerte-See und den Ichkeul-See lädt zu Spazierfahrten ein. Der Ichkeul-See ist das Habitat vieler Arten von Federwild und der bewaldete Djebel Ichkeul die Heimat von Büffeln.

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Utica, 32 km von Bizerte und Tunis entfernt, ist eine alte phönizische Siedlung (s. Historische Stätten). Raf Raf in der Nähe ist ein bezauberndes Dorf auf einer Hügelkuppe.
Nach Tabarka, einer Hafen- und Urlaubsstadt ca. 140 km westlich von Bizerte, gelangt man über eine kurvenreiche Straße, die durch Teskraia und Djebel Aboid führt. Die friedliche Stadt Tabarka hat eine genuesische Festung, die Einwohner betreiben Fischfang (Seehecht und Meerbarbe) und tauchen nach Korallen. Die Korallenbänke laden zum Erforschen mit der Taucherbrille ein. Vorort befindet sich u.a. ein großer 10.000-Betten-Komplex und ein Jachthafen. In der Nähe des Hügeldorfs und Seebads Ain Draham kann man das ganze Jahr über Rotwild, Luchse und Schakale beobachten. Weiter südlich, an Bulla Regia (s. Historische Stätten) vorbei, stößt man auf das hoch gelegene El Kef mit Thermalquellen.

Cap Bon

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Hammamet, 65 km von Tunis entfernt, liegt an der Südspitze von Cap Bon und ist Tunesiens beliebtester und am besten erschlossener Urlaubsort. Die Hotels sind in den unterschiedlichsten maurischen Baustilen errichtet worden. Die vom Meer umgebene Medina (Altstadt) hat eine Stadtmauer und wird von einer goldbraunen Kasbah bewacht, von deren Türmen aus man einen herrlichen Blick hat. Das türkische Bad (Hammam) ebenso wie die Kasbah und die Moschee stammen aus dem 15. Jahrhundert. Auch ausländische Besucher dürfen das Bad benutzen.
Ein breiter Sandstrand führt von der Medina aus zum Erholungsgebiet. Direkt dahinter liegen die Läden, Restaurants, Nachtklubs, Bars und Cafés. Das Unterhaltungsangebot der Ferienhotels umfasst u. a. Diskotheken und Folkloreabende.
Das Internationale Kulturzentrum hat eine der schönsten Gartenanlagen Tunesiens. Sie ist Schauplatz für Konzerte unter freiem Himmel, für Bühnenstücke von internationalem Rang und Folklore-Darbietungen.

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Nabeul ist eine moderne Stadt ca. 10 km östlich von Hammamet. Sie steht auf Ruinen aus punischer und römischer Zeit und hat ihre jahrhundertealte Tradition der Herstellung von Tontöpfen und feiner Keramik, Parfüm, Spitze und Lederwaren beibehalten. Jeden Freitag ist Markttag. Die Hotels und Ferienhäuser, die im traditionellen Stil gebaut sind, liegen nahe am wunderschönen Strand und den Geschäften und Freizeitanlagen. Weitere Informationen s. Unterkunft.
Cap Bon
hat ein ganzjährig mildes Seeklima, eine leicht erreichbare Küste und ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Cap Bon ist die Landzunge zwischen dem Golf von Tunis und dem Golf von Hammamet und ein großes Weinanbaugebiet, in dem auch Feigen, Oliven, Orangen, Zitronen und Getreide angebaut werden. Der ehemalige Palast des Bey von Tunis in Korbous ist in ein Kurzentrum umgewandelt worden, in dem Arthritis und Hautkrankheiten mit therapeutisch wirksamen Mineralwässern behandelt werden. Vom nahe gelegenen Fischerstädtchen Sidi Daoud aus kann man die Inselchen Zembra und Zembretta erreichen.

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El Haouraria liegt in der Waldregion am Rande des Kaps. Alljährlich überfliegen zahlreiche Zugvögel das Dorf, und jeden Frühling findet hier ein Fest der Falkner statt. Ganz in der Nähe ragen die Klippen bis zu 400 m hoch auf. Kerkouane hat eine große archäologische Ausgrabungsstätte aus der punischen Zeit. Kelibia ist ein Fischerstädtchen mit Burgruine.
Landeinwärts von Cap Bon liegen Zaghouan und Thuburba Majus (s. Historische Stätten).

Die Ostküste

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Dieses zentrale Küstengebiet bietet eine Hügellandschaft und Gärten und Haine mit Oliven-, Granatapfel- und Mandelbäumen. Die Hügel enden in weißen Sandstränden, Felsenklippen und Unterwasserfelsen. In den Dörfern der steinigen Landschaft werden Oliven und Obst angebaut. In kleinen Museen sind Sammlungen mit jahrhundertealtem Goldschmuck zu sehen. Viele Handwerker in den Städten üben auch heute noch die Goldschmiedekunst aus. Diese Gegend ist auch für traditionelle Webstoffe bekannt. Besonders bemerkenswert sind die Baumwollstoffe von Ksar Hellal und die Wollstickereien von Mahdia und El Djem (s. Historische Stätten). In Hergla werden Filter aus Alfalfa hergestellt, die im ganzen Land für die Olivenpressen benutzt werden. Viele der Städte und Dörfer stehen auf Ruinen römischer und punischer Siedlungen. Die Museen von Sousse und El Djem beherbergen Sammlungen mit ungewöhnlichen Mosaiken, die den außergewöhnlichen Reichtum dieser Gegend während der römischen Herrschaft zeigen. Dieser Reichtum war einer der Gründe, der die Araber bewog, die größten Städte hier zu errichten – Kairouan, ein wichtiger religiöser Mittelpunkt, und Mahdia, heute ein beliebter Urlaubsort.

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Sousse, Tunesiens drittgrößte Stadt, ist eine bedeutende Hafenstadt und liegt in einer günstigen Position an der Ostküste. Die Sandstrände reichen bis zum 7 km entfernten Port el Kantaoui im Norden und sind ideal für Pferde- und Kamelritte. Die meisten Hotels liegen außerhalb dieser modernen Stadt, deren Cafés, Bars, Diskotheken und ausgezeichnete Restaurants Alternativen zu den von den Hotels angebotenen Unterhaltungen und Folkloreabenden bieten. Imposante uralte Wehrgänge umgeben die Altstadt. Das Ribat aus dem 8. Jahrhundert gehört zu einer Kette von befestigten Klöstern, die gebaut wurden, um Nordafrika gegen Angriffe der Christen zu verteidigen. Von den Wachtürmen aus hat man einen guten Blick über die Medina und die Gartenterrasse des Museums – dessen faszinierende »Zeichentrick«-Mosaiken man gesehen haben muss.

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Port el Kantaoui ist ein Gartenstädtchen mit Jachthafen und einem Meisterschafts-Golfplatz. Viele Hotels haben große Rasenflächen, die zu den feinsandigen Stränden herabführen. Es gibt ausgezeichnete Möglichkeiten zum Hochseefischen.

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Monastir, 24 km weiter südlich, ist ein kleiner Urlaubsort und bekannt für seine Moschee aus dem 10. Jahrhundert. Monastir ist eine Mischung aus alt und modern. Während der Hochsaison gibt es zahlreiche Feste und Pferderennen. Außerdem kann man auch ein Museum für Islamische Kunst besuchen.
21 km weiter südlich liegt der Marktort Moknine. Ein Teil der Bevölkerung ist jüdisch, und ihr traditioneller Schmuck gehört zu den faszinierendsten Ausstellungsstücken im kleinen Volksmuseum.

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Mahdia liegt 25 km weiter südlich an der Küste, ist ein Fischerstädtchen und Urlaubsort. Der allgegenwärtige Obaid Allah, bekannt als der Mahdi, baute Mahdia im 10. Jahrhundert zur Hochburg und Hauptstadt der Fatimiten-Dynastie auf.

Die Inseln Djerba und Kerkennah

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Die Insel Djerba hat eine Größe von 514 qkm und ist über einen 6 km langen Damm mit dem Festland verbunden. Eine Fähre verkehrt regelmäßig, und es gibt einen Flughafen. Houmt Souk ist die Marktstadt für die umliegenden Bauernhöfe und Dörfer. Es gibt ca. 40 Hotels an den Stränden. Mehrere Dörfer auf Djerba spezialisieren sich auf ein bestimmtes Produkt – in Guellala wird z. B. Keramik hergestellt, und in Adjim taucht man nach Naturschwämmen.

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Kerkennahs zwei bewohnte Inseln, Gharbi und Chergui, sind mit der Autofähre vom schönen Sfax aus erreichbar. Es gibt ein Feriendorf und mehrere Hotels. Die einzige vorhandene Industrie ist die Fischerei. Kerkennah ist bekannt für seine traditionellen und farbenfrohen Hochzeiten.

Zentraltunesien

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Die Oasen und Chotts (riesige getrocknete Salzseen) lassen eine eigenartige und unheimliche Atmosphäre entstehen. Die Chotts sind im Sommer weiß überkrustet (zu dieser Jahreszeit sind die Straßen am besten befahrbar) und erwecken den Eindruck unendlicher Weite. Trugbilder in Form von Palmen kann man manchmal am Nachmittag sehen. In den Oasen wachsen zahllose Dattelpalmen.
Das leicht erreichbare Gabès ist eine im Süden gelegene Oase am Meer; man kann mit einer Pferde-Calèche durch die Straßen der Oase fahren. Gabès hat auch einen Hafen und ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge durch die Chotts zu den landeinwärts gelegenen Oasen Gafsa, Tozeur, Nefta und Douz oder weiter südlich zur Sahara und den Matmata-Bergen (s. Der Süden). Gafsa, etwa 160 km landeinwärts, ist eine Stadt mit rosaroten Mauern; eine Thermalquelle (30°C) verteilt sich über drei römische Zisternen. Der Zoo liegt am Stadtrand.

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Tozeur ist vielleicht die üppigste Oase des ganzen Landes. 200 Quellen bewässern Tausende der besten Dattelpalmen. Man kann auf einem Esel oder auf einem Kamel durch die Oase reiten. Die Gebäude wurden aus ungebrannten Ziegeln in einem geometrischen Muster gebaut. Tozeur hat einen internationalen Flughafen und wird oft, wie auch Nefta, mit einem Küstenort kombiniert als Pauschalreiseziel angeboten.

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Nefta: Die Stadt besteht aus sandfarbenen Häusern und liegt auf einem Hügel oberhalb der Oase. Trotz eines luxuriösen 4-Sterne-Hotels fühlt man sich wie in einer abgelegenen Grenzstadt. Nördlich von Tozeur und Nefta liegen die von Lehmwällen umgebenen Dörfer Chebika, Tamerza und Mides.
Im Südosten, hinter Kebili, liegt Douz an der Grand Erg Oriental, dem großen Sandsee der östlichen Sahara. Donnerstags wird der Kamelmarkt abgehalten, der, ebenso wie die Marhoul-Zeremonie, äußerst schöne Fotos liefert – dieses Sahara-Fest findet jedes Jahr im Januar in der Nähe von Douz statt; man feiert den Beginn des saisonbedingten Abwanderns der Nomaden in die Wüste mit Ritualen wie Kamelringen und Dichterturnieren, Folkloretänzen und musikalischen Darbietungen.
Mitunter sieht man eine »Wüstenrose«: kristallisierte Mineralien werden durch starke Sonnenbestrahlung zu blumenähnlichen Formen »gebacken«.

Anmerkung

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Jeder Ausflug in die Wüste muss sehr sorgfältig geplant werden; ein entsprechendes Fahrzeug, ausreichende Verpflegung, genug Wasser und ein erfahrener Führer sind lebensnotwendig (s. Reiseverkehr - National). Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants findet man überall in Südtunesien. Gepflasterte Straßen und Sandwege ermöglichen die Fahrten zu Sehenswürdigkeiten.

Der Süden

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Ein unterirdisches Hotel in einer Mondlandschaft, Höhlensiedlungen tief im Berg und wie gigantische Honigwaben anmutende Häuser in uralten steinernen Getreidesilos sind nur einige der faszinierenden Sehenswürdigkeiten, die man südlich von Gabès, Djerba oder Zarzis besuchen kann.
Tunesien, und besonders der Süden des Landes, diente viele Male als Kulisse für Hollywoodfilme. Unter anderem wurden hier Teile der Star Wars-Filme (Krieg der Sterne) gedreht. Örtliche Veranstalter bieten Ausflüge zu den bekanntesten Drehorten an. Weitere Informationen sind von den Fremdenverkehrbüros erhältlich.

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Matmata und andere Berberdörfer bestehen zum großen Teil aus in den Erdboden gegrabenen Vertiefungen: ein guter Schutz gegen Sommerhitze und raue Winterwinde. Es gibt sogar unterirdische Ölfabriken, in denen Kamele benutzt werden, um die Olivenpressen zu betreiben. Kuppeln, die über den Erdboden reichen, sind Zeichen für Marabouts, Schreine heiliger Männer.
Die Landschaft Matmatas besteht aus stark verwitterten kegelförmigen Hügelchen, die von engen Schluchten durchzogen werden, in denen hier und da Oliven- und Feigenbäume wachsen.
Die Straße südöstlich von Gabès führt durch Mareth nach Medenine. Diese Marktstadt hat ein Ksar, eine befestigte Zitadelle, die von alten Getreidespeichern (Ghorfas) umgeben ist; einige der Silos sind 2-3 Stockwerke hoch und z. T. bewohnt. Andere Ghorfas wurden zu Gasthäusern umgebaut oder sind kleine Läden, in denen man Silberschmuck der Beduinen kaufen kann. Auf einer Rundfahrt von Medenine nach Foum Tataouine kann man weitere Ksars besichtigen, einschließlich Ksar Djouama (14. Jh.), Beni Kheddache auf einer Bergspitze, Haddada mit einem kleinen Hotel und Ghoumrassen in einem Tal. Alle haben Höhlenwohnungen. Die Straße sollte mit einem Jeep befahren werden.
Die schönsten Berg-Ksars sind Ouled Soltane, südlich von Tataouine und Chenini im Westen. Die Straße nach Chenini führt im Zickzack durch eine zimtfarbene Berglandschaft.
Die Ausläufer der Sahara liegen südlich von Tataouine, Remada und Borj Bourguiba. Einige örtliche Reiseunternehmen veranstalten Fahrten mit dem Landrover. Individualreisende sollten strengste Vorsorgemaßnahmen treffen, man kann in der Wüste sehr leicht die Orientierung verlieren. Es ist lebensnotwendig, den Posten der Nationalgarde in Medenine oder der nächstliegenden Stadt zu benachrichtigen. Reiseroute, Zeitdauer und Ziel der Fahrt müssen dem diensthabenden Offizier mitgeteilt werden; ein entsprechendes Fahrzeug muss mit ausreichend Wasser, Lebensmitteln, Reparatur- und Erste-Hilfe-Ausrüstung und Zelt ausgestattet sein. Es sollte nur ein erfahrener Führer mitgenommen werden, und es ist angebracht, genaue Wettervorhersagen einzuholen, besonders für längere Fahrten. Am besten macht man sich zusammen mit anderen Fahrzeugen auf den Weg und hinterlässt an jedem Gardeposten die Reiseroute.

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Zarzis in der Nähe von Djerba ist ein Urlaubsort mit einer Oase an der Küste, die aus rund 500.000 Palmen und 100.000 Olivenbäumen besteht.

Historische Stätten

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Tunesien verfügt über eine große Zahl teilweise gut erhaltener Überreste punischer, römischer, byzantinischer und islamischer Siedlungen.
Die bekannteste historische Stätte ist Karthago in der Nähe von Tunis, Stadt der legendären Königin Dido, die mit Rom um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum rang.
Wahrzeichen der kleinen weißgetünchten Stadt El Djem (40 km landeinwärts von Mahdia) ist das gut erhaltene Kolosseum. Die ockerfarbenen Außenwände sind 35 m hoch, einst gab es hier 30.000 Sitzplätze.

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Kairouan (50 km landeinwärts von Sousse) ist nach Mekka, Medina und Jerusalem die viertwichtigste Stadt des Islam. Sie wurde 670 n. Chr. von einem Anhänger des Propheten Mohammed gegründet, der viele wundersame Erscheinungen hatte und steht an der Stelle, an der eine Quelle entsprang. Es heißt, dass sieben Besuche in Kairouan einer Fahrt nach Mekka entsprechen. Der Vorhof der Großen Moschee (die auch von »Ungläubigen« besucht werden darf) soll an heiligen Tagen bis zu 200.000 Pilger aufnehmen können. Es gibt viele andere Moscheen und Schreine, die Große Moschee ist jedoch die heiligste Stätte. Der Gebetsraum wird von einem mehrfarbigen »Säulenwald« aus römischer, byzantinischer und arabischer Zeit getragen. Die 5 m hohe, kunstvoll geschnitzte Holzkanzel stammt aus dem 9. Jahrhundert, wie auch das Minarett mit 128 Stufen.

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Utica ist von Tunis oder Bizerte aus erreichbar und war bereits um 1100 v. Chr. eine phönizische Kolonie. Damit ist sie älter als Karthago, ihre Rivalin späterer Jahrhunderte. Durch ein großes Rundbogentor kann man den Marmorfußboden eines Palastes und den Rosmaringarten bewundern.

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Dougga liegt 100 km südwestlich von Tunis. Das 168 n. Chr. von den Römern erbaute Theater hat 3500 Plätze und wird heute noch für Aufführungen klassischer griechischer Dramen und der Comédie Française benutzt. Das Kapitol soll das großartigste in Nordafrika sein.

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Bulla Regia, südlich von Tabarka, hat viele interessante Sehenswürdigkeiten aus römischer, frühchristlicher und byzantinischer Zeit. Viele der besten Mosaiken sind ins Bardo-Museum nach Tunis gebracht worden, aber der »Jagdpalast« besitzt Mosaiken mit wilden Tieren und Jagdszenen sowie erkennbare Spuren des Speisezimmers, der Küche und des Schlafzimmers.

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Sbeitla, 160 km landeinwärts von Sousse und Sfax, ist eine der größten archäologischen Stätten des Landes. Es gibt unzählige Ruinen römischer Tempel und Bäder, frühchristlicher Kirchen und byzantinischer Festungen.

Land& Leute

Essen& Trinken

Das tunesische Nationalgericht ist Couscous. Tajine ist ein Lammeintopf. Zu den Spezialitäten zählen auch Fischgerichte, z. B. Dorade (Meerbrasse) und Brik oder Brik à l’oeuf (Teigtasche mit Eifüllung). Tunesische Gerichte sind oft mit Olivenöl zubereitet und mit Anis, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel, Zimt, Safran, Minze, Orangenblüten oder Rosenwasser gewürzt. In Tunis und anderen großen Städten gibt es auch französische, italienische und andere europäische Restaurants. Normalerweise wird am Tisch bedient.
Getränke:
Maurische Cafés mit traditionellem Dekor servieren ausgezeichneten türkischen Kaffee und Pfefferminztee mit Pinienkernen. Tunesien produziert ausgezeichnete Tafelweine, Sekt, Bier, Aperitifs und einheimische Liköre wie Boukha (aus Feigen destilliert) oder Thibarine (Dattellikör).

Nachtleben

Von Oktober bis Juni finden Theater- und Konzertveranstaltungen von einheimischen und ausländischen Ensembles statt. Internationale Gruppen treten in den Theatern von Tunis, Hammamet und Sousse auf. In den größeren Städten gibt es zahlreiche Kinos. Urlaubs- und Stadthotels haben oft Nachtklubs.

Einkaufstipps

Kupferwaren, Gegenstände aus Olivenholz, Lederwaren, traditionelle Kleidung (Kaftan, Djelaba, Burnus), Töpferwaren, Folklorepuppen, Stickereien, Kacheln, Silberwaren, emaillierter Schmuck und Teppiche.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
08.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr im Sommer, 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr im Winter.

Wochenmärkte:
An bestimmten Wochentagen finden in den Medinas der Städte und Dörfer Märkte statt, die Souks genannt werden. Alle Produkte der Region werden angeboten. Es gibt auch ONAT-Geschäfte (Office National de l’Artisanat Tunisien), in denen die Waren zu Festpreisen angeboten werden. Bei Bezahlung in Devisen erhält man in ONAT-Läden 10% Rabatt. Auf Artikel, die in EU-Länder geschickt werden und deren Wert 2045 € nicht übersteigt, wird keine Steuer erhoben (hierfür ist ein EUR 1-Formular erforderlich). Bei jedem Einkauf von mehr als 5 TD muss man sich eine Quittung geben lassen und diese zusammen mit den Umtauschquittungen der Banken bei der Ausreise vorzeigen.

Sport

Angeln und Tiefseefischen bieten sich an. Außerdem kann man beim Korallentauchen in Tabarka, beim Krakenfischen auf den Kerkennah-Inseln oder beim Schwammtauchen in Sfax, auf der Insel Djerba und im Golf von Gabès zusehen.

Golf: Ausgezeichnete Golfplätze gibt es in Port el Kantaoui (in der Nähe von Sousse), Monastir (zwei), Tabarka, Tunis, Hammamet (zwei) und einer auf Djerba.

Heilbäder: Es gibt über 100 heiße Quellen in Tunesien, in erster Linie im Norden des Landes. In den größten Badeorten gibt es ausgebildetes Personal mit Kenntnissen verschiedener Kurmethoden. Näheres vom Fremdenverkehrsamt.

Schwimmen: In Tunis gibt es drei öffentliche Schwimmbäder. Die meisten Hotels an der Küste haben geheizte Swimmingpools und Privatstrände.

Segeln: Port el Kantaoui ist ein internationaler Hafen mit Liegeplätzen für 340 Boote, Hafenmeister, Tiefseenavigationsschule, Segelschule, Schiffsausrüstern, Bootsvermietung und Trockendock. Die Preise sind konkurrenzfähig, besonders für das Kielholen im Winter. Ein Jachthafen in Monastir hat ähnliche Einrichtungen. Ein weiteres Segel- und Wasserskizentrum mit Jachthafen ist Le Club Nautique de Sidi-Bou Said. U.a. in Tabarka gibt es einen Jachthafen.

Segelfliegen kann man in einem eigens hierfür eingerichteten Zentrum in Djebel Rassas, 25 km von Tunis entfernt. Segelflugzeuge und qualifizierte Ausbilder stehen zur Verfügung.

In Tabarka, Monastir und Port el Kantaoui gibt es Tauchzentren. Ein Taucheranzug ist nur zwischen November und April nötig. Zum Tiefseefischen muss man die eigene Ausrüstung mitbringen und sich an Ort und Stelle über die Naturschutzbestimmungen informieren. Wer seine eigene Ausrüstung mitbringt, kann seine Atemgeräte in den Büros der Société d’Air Liquide in Megrine (7 km von Tunis entfernt) und Sfax auffüllen lassen. Im Falle eines Unfalls stehen die Dekompressionskammern des Flottenstützpunktes in Bizerte zur Verfügung.

Vogelbeobachtung: Zahlreiche Vogelarten finden in den Nationalparks einen geschützten Lebensraum. Die Korkeichenwälder von Ain Draham, der See und die Sümpfe von Ichkeul in der Nähe von Bizerte, die Felsenhügel und Steppen von Kef bis Kasserine und die Oasen und Wüsten im Süden des Landes haben alle ihre charakteristischen Vogelarten.

Veranstaltungskalender

Mai Lag B’Omer Wallfahrt nach La Griba, Djerba. Mai Festival of the Sparrow Hawk, El Haouaria. Jul.-Aug. Internationales Kathargo-Festival. Juli-Aug. Internationales Festival der Hammamet (Künstler-Festival). Sept. Coralis Festival (Unterwasserfotografie), Tabarka. Nov. Festival der Oasen (Kamelrennen), Tozeur; Sahara Duoz Festival (Wüsten-Folklore).

Weitere Informationen sind von den Fremdenverkehrsämtern erhältlich (s. Adressen).

Sitten& Gebräuche

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Gastfreundschaft spielt eine große Rolle, und kleine Geschenke der Anerkennung oder als Zeichen der Freundschaft sind immer willkommen.

Kleidung darf zwanglos sein, aber im Hinblick auf den überwiegend islamischen Glauben der Bevölkerung sollten Frauen weder bloße Knie noch Schultern zeigen. Badekleidung gehört an den Strand.

Trinkgeld:
10% für alle Dienstleistungen.

Unterkunft

Hotels

Tunesien hat ca. 160.000 Hotelbetten. Außerdem gibt es überall Feriendörfer. In Tabarka befindet sich ein Luxus-Resort. Ein Verzeichnis der Unterkünfte ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.

Kategorien: Die Hotels sind in fünf Kategorien eingeteilt, das Spektrum reicht von Deluxe (5 Sterne) bis einfach (1 Stern).

Jugendherbergen

Gruppenreservierungen in Jugendherbergen sollten möglichst im Voraus gebucht werden. Das Tunesische Fremdenverkehrsamt erteilt weitere Informationen (s. Adressen).

Camping

Mit der Erlaubnis des Eigentümers, der Polizei oder der Nationalgarde kann man am Strand oder in den Parks zelten. Die größten Campingplätze sind Le Moulin Bleu in Hammam-Plage (20 km von Tunis entfernt); L’Auberge des Jasmins in Nabeul (65 km von Tunis), mit Duschen, Waschbecken, Toiletten, heißem und kaltem Wasser, Geschäft, Restaurant, Freilichtbühnen und einem großen Orangenhain; L’Ideal Camping in Hammamet (60 km von Tunis entfernt) mit Restaurant; Sonia Camping & Caravan in Zarzis (505 km von Tunis) und das Jugendzentrum von Gabès (404 km von Tunis entfernt und nur im Sommer geöffnet).

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Typhus& Polio

Vorkehrungen erforderlich : Ja, Zertifikat erforderlich : -

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich : -

Essen& Trinken

Vorkehrungen erforderlich : , Zertifikat erforderlich :

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : 1, Zertifikat erforderlich :

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist zumindest in Tunis gut, z. T. sehr gut. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen. Gelegentlich fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte in der Peripherie.

Vor Reiseantritt sollte man sich bei seiner Krankenkasse den Urlaubskrankenschein TN/A 11 besorgen. Im Krankheitsfall wendet man sich an das nächstgelegene Regional- oder örtliche Büro der Caisse Nationale de Sécurité Sociale (CNSS). In allen Krankenhäusern und bei Ärzten erfolgt die Behandlung nur gegen Barzahlung.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Nachtapotheken sowie die am Sonntag geöffneten Apotheken sind in den Tageszeitungen aufgeführt.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die den Transitraum in Tunesien nicht verlassen.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Neujahr
13 Jan Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
20 Mar Unabhängigkeitstag
21 Mar Tag der Jugend
9 Apr Tag der Märtyrer
1 May Tag der Arbeit
25 Jul Tag der Republik
28 Jul - 29 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
13 Aug Frauentag
4 Oct Eid al-Adha (Opferfest)
25 Oct Hegire (islamisches Neujahrsfest)
7 Nov Tag der neuen Ära

2015
1 Jan
Neujahr
3 Jan Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
20 Mar Unabhängigkeitstag
21 Mar Tag der Jugend
9 Apr Tag der Märtyrer
1 May Tag der Arbeit
18 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
25 Jul Tag der Republik
13 Aug Frauentag
23 Sep Eid al-Adha (Opferfest)
13 Oct Hegire (islamisches Neujahrsfest)
7 Nov Tag der neuen Ära
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann. Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen. Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Tunesien eingeführt werden (Personen ab 17 J.): 200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 400 g Tabak;
1 l alkoholische Getränke über 25 % Alkoholgehalt oder 2 l mit weniger als 25 % Alkoholgehalt;
250 ml Parfüm und 1 l Eau de Toilette;
Geschenke bis zu einem Wert von 100 TD.
Wertsachen sollten bei der Einreise deklariert werden, damit es bei der Ausreise keine Probleme gibt.

Einfuhrverbot

Waffen, Sprengstoff, Betäubungsmittel, Walkie-Talkies, pornografische Druckerzeugnisse.

Ausfuhrbestimmungen

Für Antiquitäten ist eine Ausfuhrgenehmigung des Kulturministeriums erforderlich.

Geld

Währung

1 Dinar = 1000 Millimes. Währungskürzel: TD, TND (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten von 30, 20, 10 und 5 TD. Münzen gibt es in den Werten von 5 und 1 TD sowie 500, 100, 50, 20, 10 und 5 Millimes.

Geldwechsel

Geldumtausch ist in allen Banken und in vielen Hotels sowie auf Postämtern möglich. Der Beleg, den man beim Geldwechseln erhält, sollte für einen eventuellen Rücktausch aufbewahrt werden. Geldumtausch auf der Straße ist verboten.

Kreditkarten

Eurocard, American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden teilweise in größeren Hotels und Geschäften in Touristengegenden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In Dutyfreeshops werden nur Kreditkarten oder Devisen akzeptiert.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. In den großen Städten und Touristengegenden gibt es Bankautomaten, an denen mit Kredit-/Bankkarten Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden kann. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. Aktueller Hinweis: Reisende sollte aufgrund von derzeit gehäuft auftretender Geldkartenkriminalität in Tunesien sehr sorgfältig auf ihre Kredit- und ec-Karten achten. Bekannt ist z. B., dass Karten während des Bearbeitungsvorgangs am Automaten unbemerkt kopiert oder im Hotel entwendet und nach Gebrauch unbemerkt zurückgelegt wurden. Eine Karte kann unter folgenden Telefonnummern im Ausland gesperrt werden: ec-Karten: 0049-1805/02 10 21 oder 0049-69/74 09 87;
American Express: 0049-69/97 97 10 00;
Visa: 0049-800/81 18 440 oder 001-41 05 81 38 36;
Mastercard: 0800/819 1040 (in Deutschland) oder 001-63 67 22 71 11;
Diners Club: 0049-203 34 77 905
Zentraler Sperr-Notruf: 0049-116 116.

Reiseschecks

Reiseschecks werden nur Banken akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.
Fremdwährungen können in unbeschränkter Menge eingeführt werden; Deklarationspflicht ab 3.000 TD. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf die Einfuhrmenge bzw. auf den deklarierten Betrag beschränkt (Alle Formulare und Umtauschbelege gut aufbewahren).

Bis zu 30% des eingeführten und umgetauschten Betrages kann unter Vorlage der Umtauschquittungen vor der Ausreise wieder zurückgetauscht werden bis zu einem Maximum von 100 TD pro Person.

Öffnungszeiten der Banken

Winter: Mo-Fr 08.00-16.00. Sommer: 7.30-13.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 2.29 TND
1.00 CHF = 1.9 TND
1.00 USD = 1.85 TND
Wechselkurse vom 10 Dezember 2014

Reisepass/Visum

Übersicht

Schweiz

Pass erforderlich : Ja/1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : 2/3, Rückflugticket erforderlich : Ja

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Deutschland

Pass erforderlich : Ja/1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Österreich

Pass erforderlich : Ja/1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis (Pauschalreise), Kinderreisepass oder eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass. Schweizer: Identitätskarte (Pauschalreise) oder eigener Reisepass. Türken: Eigener Reisepass. Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Achtung: Allein reisende Minderjährige sollten eine beglaubigte Vollmacht der/des Sorgeberechtigten mit sich führen. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben): (a) Deutschland (3 Monate, vor Ort auf insgesamt 4 Monate verlängerbar), Bulgarien (2 Monate), Griechenland (1 Monat), übrige EU-Länder und die Schweiz, ([2] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Estland, Lettland, Litauen, Slowakische Republik, Tschechische Republik und Zypern - Siehe dazu [3] unter (c).); (b) Türkei; (c) Visumfreie Einreise u.a. für folgende Nationalitäten ausschließlich im Rahmen einer Pauschalreise mit noch mindestens 6 Monate gültigem Reisepass:
[3] Estland, Lettland, Litauen, Slowakische Republik und Tschechische Republik.

Anmerkung - Reisepaß/Visa

Der von den tunesischen Grenzbehörden ausgegebene Einreisenachweis Carte de visiteur non-résident ist sorgfältig aufzuheben und bei Wiederausreise vorzulegen. Die erlaubte Aufenthaltsdauer darf nicht überschritten werden.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 48 Std. weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige einiger, jedoch nicht in der obigen Tabelle erwähnten Länder, die immer ein Transitvisum benötigen. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Visaarten

Touristen- und Transitvisum.

Visagebühren

Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Gültigkeitsdauer

Touristenvisum: Bis zu 3 Monate. Transitvisum: 2 Tage.

Antragstellung

Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft.

Antragstellung

Die Antragsunterlagen und Visumgebühren sind bei der zuständigen tunesischen Vertretung zu erfragen. Anzugeben sind Reiseanlass, Nationalität, Reiseart (Pauschal- oder individuelle Besuchsreise).

Bearbeitungszeit

1-5 Wochen.

Personalausweis

[1] U.a. Staatsangehörige der folgenden genannten Länder können im Rahmen einer Pauschalreise (unter Vorlage von Hin- und Rückflugtickets sowie Hotelvoucher für die Dauer des Aufenthalts) auch mit einem 6 Monate gültigen Personalausweis/Identitätskarte einreisen: Deutschland, Österreich und Schweiz. 

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterreisetickets und -papiere.
(b) Ausreichende Geldmittel oder Nachweis einer bezahlten Pauschalreise.

Einreise mit Haustieren

Für Haustiere wird ein amtliches Gesundheitszeugnis des Herkunftslandes benötigt, das maximal 6 Wochen alt ist und bescheinigt, dass am Herkunftsort innerhalb der letzten 6 Wochen vor der Abreise keine ansteckenden Tierkrankheiten vorkamen. Katzen und Hunde benötigen zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat (Hunde auch eine Staupe-Impfung). Die Tollwutimpfung muss mindestens 1 Monat und maximal 6 Monate vor der Abreise erfolgt sein.

Allgemeines

Lage

Nordafrika.

Fläche

163.610 qkm (63.170 qm).

Bevölkerungszahl

10.835.873 (2013).

Bevölkerungsdichte

66,2 pro qkm.

Hauptstadt

Tunis. Einwohner: 741.427 (Schätzung 2009).

Staatsform

Übergangsregierung. Präsidialrepublik seit 1959 (Ausrufung der Republik 1957). Verfassung von 2014. Zweikammerparlament: Abgeordnetenkammer (Majlis al-Nuwaab) mit 214 Mitgliedern, die alle fünf Jahre gewählt werden, und die Rätekammer mit 126 Mitgliedern, die alle sechs Jahre gewählt werden. Unabhängig seit 1956 (ehemaliges französisches Protektorat).

Geographie

Tunesien liegt an der Mittelmeerküste Nordafrikas, 130 km südwestlich von Sizilien und 160 km südlich von Sardinien. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, mit Klippen an der Nordküste und Wäldern im Landesinneren sowie tiefen, fruchtbaren Tälern und Wüsten, steilen Bergen und salzigen Niederungen, die unter dem Meeresspiegel liegen. Südlich von Gafsa und Gabès beginnt die Sahara. Vor der über 1000 km langen Küste liegen zahlreiche kleine Inseln, darunter Djerba im Süden und Kerkennah im Osten. Mit Pinien bewachsene Hügel erstrecken sich vom Nordwesten bis zum Südosten, dahinter liegen saftiges Weideland, Obstgärten, Weingüter und Olivenhaine.

Sprache

Amtssprache ist Arabisch. Tunesisch, ein westarabischer Dialekt, sowie Berber-Sprachen werden als Umgangssprachen gesprochen. Französisch ist weit verbreitet, dient jedoch seit den 1990er-Jahren nicht mehr als Handels- und Bildungssprache. Englisch und Deutsch versteht man mitunter in größeren Städten und Urlaubsorten. Arabisch wird weltweit von etwa 320 Mio. Menschen als Muttersprache gesprochen, weitere 60 Mio. Menschen sprechen es als Zweitsprache. Wegen seiner Bedeutung als Sakralsprache im islamischen Glauben hat Arabisch sich zu einer Weltsprache entwickelt. Es ist neben Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch eine der 6 Amtssprachen der Vereinten Nationen. Außer in Tunesien ist Arabisch auch Amtssprache u.a. in Ägypten, Algerien, Bahrain, Eritrea, Israel, Irak, Jemen, Katar, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, wobei sich die lokalen Dialekte mitunter sehr voneinander unterscheiden. Der Kairoer Dialekt gilt aufgrund der großen ägyptischen Filmproduktion als allgemein verständlich. Hocharabisch wird nur selten als mündliches Kommunikationsmittel verwendet, wie etwa beim Verlesen der Nachrichten oder bei Gottesdiensten. Schriftsprache für alle Dialekte ist das geschriebene Hocharabisch. Geschrieben wird von rechts nach links. Im arabischen Alphabet gibt es nur Konsonanten und Langvokale. Arabisch ist eine Kurrentschriften, d.h. die einzelnen Buchstaben eines Wortes werden miteinander verbunden.

Religion

98% Muslime (Sunniten). Jüdische, katholische und protestantische Minderheiten.

Ortszeit

MEZ. Ende März bis Ende Oktober: MEZ +1 (Sommerzeit in Tunesien = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) +1 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils 0 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Mehdi Jomaa, seit Dezember 2013.

Staatsoberhaupt

Moncef Marzouki, seit Dezember 2011.

Kontaktadressen

Fremdenverkehrsamt Tunesien

Opernring 1/R/109, A-1010 Wien
Telefon: (01) 585 34 80.
Website: www.tunesien-info.at
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.30 Uhr.

Fremdenverkehrsamt Tunesien

Bahnhofstrasse 69, CH-8001 Zürich
Telefon: (044) 211 48 30.
Website: www.tunesien.ch
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Botschaft von Tunesien

Kirchenfeldstrasse 63, CH-3005 Bern
Telefon: (031) 352 82 26/27, 352 15 85. Konsularabt.: (031) 352 82 26/27.
Website: www.atunisie-ch.org
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Botschaft von Tunesien

Lindenallee 16, D-14050 Berlin Generalkonsulat mit Visumerteilung in Bonn (Tel: (0228) 848 96 00). Konsulate mit Visumerteilung in Hamburg (Tel: 040) 226 92 63) und München (Tel: (089) 55 46 35 und 550 25 17).
Telefon: (030) 364 10 70.
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Sa 08.30-13.30 Uhr.

Botschaft von Tunesien

Sieverringerstr. 187, A-1190 Wien Honorarkonsulate in Linz und St. Pölten.
Telefon: (01) 581 52 81/82. Konsularabt.: (01) 581 52 80.
Öffnungszeiten: Konsularabt.: Di-Sa 09.00-13.00 Uhr (Publikumsverkehr), 09.00-16.00 Uhr (tel. Anfragen).

Fremdenverkehrsamt Tunesien

Bockenheimer Anlage 2, D-60322 Frankfurt/M.
Telefon: (069) 133 83 50.
Website: www.tunesien.info
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Tunesien
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.11.2014
Unverändert gültig seit: 27.10.2014
Aktuelle Hinweise Seit dem 01. Oktober 2014 wird von jedem ausländischen Reisenden ohne Wohnsitz in Tunesien eine Ausreisesteuer von 30,- TND erhoben. Dazu muss eine Steuermarke erworben werden, die an Flughäfen und in Häfen, Hotels, Reiseagenturen, Zoll- und Steuerbehörden, Banken und Tabakwarenläden erhältlich ist. Reisenden wird empfohlen, die Steuermarken möglichst frühzeitig zu erwerben, um lange Wartezeiten bei der Ausreise zu vermeiden. Von Reisen in die Gebirgsregionen nahe der algerischen Grenze im Bereich von El Aioun bis Kasserine sollte aufgrund von möglichen bewaffneten Auseinandersetzungen abgesehen werden. Im Westen des Landes ist jenseits der Hauptverkehrsrouten generell besondere Vorsicht anzuraten. Mit verstärkter Militär- und Polizeipräsenz in diesen Regionen ist zu rechnen. Von Touristenreisen und anderen nicht dringend notwendigen Reisen in das Gebiet südlich einer Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur - Douz – Medenine bis El Marsa /Jorf (Fährstation nach Djerba) führt, wird abgeraten. Aufgrund des im Süden des Landes und besonders in den Wüstenregionen Tunesiens bestehenden Entführungsrisikos rät das Auswärtige Amt davon ab, Touren - auch organisierte Fahrten - in die tunesische Wüste zu unternehmen. Generell wird empfohlen, im ganzen Land außerhalb der Touristenzentren entlang der Mittelmeerküste besondere Vorsicht walten zu lassen und Fahrten über Land nach Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Reisende sollten den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge leisten. Landesspezifische Sicherheitshinweise Im Oktober 2013 ist es in Sousse bei einem versuchten Anschlag am Strand zu einer Explosion gekommen, bei der außer dem Attentäter niemand zu Schaden gekommen ist. Dieser Vorfall zeigt, dass sich terroristische Anschläge auch in Zukunft gegen Ausländer richten können. Reisenden im gesamten Land wird daher empfohlen, besondere Vorsicht und Wachsamkeit walten zu lassen. Mit verstärkten Polizeikontrollen ist zu rechnen. Den Anweisungen der Sicherheitsbehörden ist unbedingt Folge zu leisten. Generell sollten Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig gemieden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam verfolgt werden. Teile des südlichen Grenzgebietes zu Algerien sowie ein ca. 20 km breiter Streifen entlang der gesamten Grenze zu Libyen sind als militärisches Sperrgebiet und daher nicht zugänglich. Diese Gebiete können nur nach Einholung einer Genehmigung des zuständigen Gouvernorats betreten werden. Bitte beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zur Region (siehe unten). Aufgrund der zeitweise vollständigen Schließung des tunesisch-libyschen Grenzübergangs Ras Jedir für Ein- und Ausreisen auf dem Landweg wird Reisenden empfohlen sich vor Ort bei den jeweiligen Grenzbehörden über die aktuelle Situation zu informieren. Alle Reisenden haben die Möglichkeit sich im elektronischen Meldesystem des Auswärtigen Amts (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav) anzumelden. Hierüber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind wird dringend geraten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert. Terrorismus Die tunesische Regierung unternimmt weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um Touristen vor dem Risiko terroristischer Anschläge zu schützen. Das Auswärtige Amt rät jedoch angesichts der bestehenden terroristischen Gefährdung zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere in der Nähe touristischer Anziehungspunkte und religiöser Kultstätten sowie an symbolträchtigen Daten, wie zum Beispiel hohen religiösen und anderen Feiertagen. Die auch in Tunesien aktive Gruppierung Ansar al Sharia wurde am 27.08.2013 seitens der tunesischen Regierung als terroristische Vereinigung mit Verbindung zu Al-Qaida im Maghreb (AQM) eingestuft. Reisen über Land Reisen auf dem Landweg sollten  aus Sicherheitsgründen sowie aufgrund der erhöhten Gefahr von Verkehrsunfällen so geplant werden, dass das Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreicht werden kann. Nebenstrecken sollten gemieden werden. Allgemeine Hinweise zur Region Insbesondere bezüglich des Grenzgebiets zu Algerien und Libyen sowie des Südwesten und den Südostens des Landes rät das Auswärtige Amt dringend, auch die allgemeinen Hinweise zur Region zu beachten: In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich dort nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, dort jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Das Auswärtige Amt weist Reisende, die eine Weiterreise nach Algerien beabsichtigen, nachdrücklich auf die Reise- und Sicherheitshinweise zu Algerien (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de) hin. Kriminalität Die Kriminalitätsrate ist in Tunesien vergleichsweise gering. Dennoch kommt es gelegentlich zu Übergriffen auf Touristen. Alleinreisenden wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten. Ebenfalls sind die Zahlen der Beschaffungskriminalität für Drogenkonsum angestiegen. Bei Besuchen in Altstädten sowie in Bahnhöfen und Zügen ist Vorsicht vor Taschen- und Trickdiebstählen geboten und jeglichen Offerten und Bitten, auch in Hotels, mit gesunder Skepsis zu begegnen. Es ist gängige Praxis, dass in Hotels neben den offiziellen Vertragspartnern von Reiseveranstaltern auch private Agenturen Werbung für Ausflüge und Aktivitäten anbieten, die oft nicht die rechtliche Absicherung bieten und keiner Qualitätskontrolle unterliegen. Auch in Tunesien kommt es zu Fällen von Geldkartenkriminalität; auch ist Falschgeld im Umlauf Der zentrale Sperr-Notruf  für das Sperren von  Geldkarten, Handykarten etc. lautet +49 116 116 oder +49 30 4050 4050.  Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de
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