Reiseinfomationen zu: Israel, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 201,4 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 28.300 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 4,2 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 6,1 % (2008)

Inflationsrate: ca. 4,6 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 21,6 % (2005)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 2,6 % (2008)
Industrie: ca. 32,4 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 65 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Industriesektor (Maschinenbau, Flugzeugbau, Elektro- und chemische Industrie, Baustoffe, Textilien und Lebensmittelverarbeitung)

Außenhandel
Importe: ca. 64,31 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 56,64 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
USA, Belgien, Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Hongkong (VR China)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: U.a. IMF (Internationaler Währungsfonds), ECOSOC-ESCWA (Wirtschafts- und Sozialrat der VN/ Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien), HABITAT (VN-Programm für menschliches Siedlungswesen), IOM (Internationale Organisaiton für Migration), ISO (International Standards Organization), UNCTAD (Handels- und Entwicklungskonferenz der VN), UNHCR (Hoher Kommissar der VN für Flüchtlinge), UNIDO (VN-Organisation für industrielle Entwicklung), WIPO (Weltorganisaiton für geistiges Eigentum), UNV (VN-Freiwilligenprogramm), UNITAR (VN-Ausbildungs- und Forschungsinstitut), UPOV (Internationales Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen), ESCAP (Wirtschafts- und Sopzialkommission für Asien und den Pazifik), ECA (Wirtschaftskommission für Afrika), ECLA (Europäisches Klassifikationssystem)

Umgangsformen

Terminvereinbarungen und Visitenkarten werden erwartet. Die Einstellung zur Pünktlichkeit ist recht großzügig; es ist nicht unüblich, eine halbe Stunde zu warten. Die üblichen Höflichkeitsformen gelten, Geschäftstreffen sind jedoch oft weniger förmlich als in Westeuropa, und definitive Antworten auf direkte Fragen lassen manchmal auf sich warten.

Kontaktadressen

Botschaft des Staates Israel
Wirtschaftsabteilung (Israel Trade Center)
Postfach 330531, D-14175 Berlin.
Tel: (030) 206 44 90
Internet: http://www.israeltrade.gov.il/germany/

Handelsabteilung der Botschaft von Israel
Anton-Frank-Gasse 20, A-1180 Wien
Tel: (01) 47 64 65 04.
Internet: vienna.mfa.gov.il

Handelskammer Schweiz-Israel
Postfach 1660, CH-8032 Zürich
Tel: (044) 362 16 30.
Internet: www.swissisrael.ch

Federation of Israeli Chambers of Commerce
PO Box 6001, 84 Hahashmonaim Street, IL-67132 Tel Aviv
Tel: (03) 563 10 20.
Internet: www.chamber.org.il

Konferenzen/Tagungen

Jährlich finden 150 Tagungen mit 50.000 Delegierten statt. Zusätzlich zu den Hotels und Tagungszentren in Jerusalem und Tel Aviv kann man in manchen Kibbuzim Tagungen veranstalten. Einzelheiten, auch über Incentive-Reisen, vom Israelischen Verkehrsbüro oder dem Jerusalem International Convention Centre (JICC), 1 Shazar Boulevard, PO Box 6001, IL-Jerusalem 91060. Tel: (02) 655 85 58. (Internet: www.iccjer.co.il)

Reiseverkehr - National

Achtung

In Jerusalem wird aufgrund der durch schwere Anschläge angespannten Situation zu höchster Vorsicht geraten. Öffentliche Verkehrsmittel, ebenso wie öffentliche Orte mit hohen Besucherzahlen einschl. Restaurants sollten gemieden werden. Bei Altstadtbesuchen wird zu genereller Vorsicht - insbesondere an islamischen und jüdischen Feiertagen - geraten. Ortskundige Begleitung wird empfohlen.

Flugzeug

Ein gutes Inlandsflugnetz verbindet Tel Aviv mit Eilat und allen größeren Städten, Anbieter sind die Arkia Israeli Airlines (IZ) (Internet: www.arkia.com) und Israir (ISR) (Internet: www.israir.co.il).

Schiff

Von Tiberias am Westufer des See Genezareth (Yam Kinneret) zum Kibbuz En Gev am Ostufer verkehrt eine Fähre. An der Mittelmeerküste laufen Fähren alle Häfen an. Örtliche Hafenbehörden erteilen genaue Auskünfte.

Bahn

Israel Railways (Internet: www.israrail.org.il) bietet regelmäßige Zugverbindungen zwischen vielen Städten an. Es gibt außerdem eine tägliche Zugverbindung zwischen Tel Aviv und Jerusalem, die einer landschaftlich besonders schönen Route folgt. Zwischen Freitagabend und Samstagabend (Sabbat) sowie an religiösen Feiertagen herrscht kein Bahnverkehr.

Bus/Pkw

Das Straßennetz ist ausgezeichnet. Entfernungen von Jerusalem: Tel Aviv 62 km, Eilat 312 km, Haifa 159 km, Tiberias 157 km, Totes Meer 104 km, Zefat 193 km und Netanya 93 km.

Fernbus:
EGGED (Internet: www.egged.co.il) und DAN (Internet: www.dan.co.il) sind die beiden großen Fernbusgesellschaften. Es gibt verschiedene Busspässe und Monatskarten auf allen Routen der EGGED- und DAN-Gesellschaft. Schnelle, preiswerte und unbegrenzte Fahrten in alle Landesteile. Mit einigen Ausnahmen gibt es zwischen Freitagabend und Samstagabend und an religiösen Feiertagen keine Busverbindungen.

Mietwagen:
Internationale Firmen haben Büros am Flughafen und in großen Städten. Mindestalter: 21 Jahre.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein, internationale Grüne Versicherungskarte.

Taxis:
Es gibt gewöhnliche Taxis und Sammeltaxis (Sheruts). In Sheruts bezahlt man den festgesetzten Fahrpreis; Taxis sind verpflichtet, Taxameter einzuschalten.

Anmerkung (Bus/Pkw)

Per Anhalter fahren ist erlaubt, israelische Fahrer sind jedoch verpflichtet, vorzugsweise Soldaten mitzunehmen.

Stadtverkehr

In den Städten verkehren zuverlässige Linienbusse der DAN- und EGGED-Gesellschaften.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Israels Fluggesellschaft heißt El Al Israel Airlines (LY) (Internet: www.elal.co.il). Sie bietet neben den Nonstop-Verbindungen von Frankfurt, Berlin-Schönefeld, München, Zürich und Wien ab vielen deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen Umsteigeverbindungen nach Tel Aviv und Eilat.

Die nationalen Airlines fliegen von Deutschland, Österreich und der Schweiz ebenfalls nonstop nach Tel Aviv. Lufthansa (LH) bietet z.B. Direktverbindungen von Frankfurt und München nach Tel Aviv, Air Berlin (AB) von Berlin, Köln, Düsseldorf und München nach Tel Aviv.
Sun D\'Or (2U), eine Tochtergesellschaft der El Al, fliegt nach Tel Aviv ab Düsseldorf, Frankfurt, Berlin und München. Germanwings (4U) fliegt u.a. von Berlin, Dresden, Hamburg, Köln/Bonn, Wien und Zürich nach Tel Aviv.

Arkia Israeli Airlines (IZ) (Internet: www.arkia.co.il) fliegt ab München nach Tel Aviv mit Anschluss nach Eilat.

Internationale Flughäfen

(Tel Aviv) Ben Gurion Internationaler Flughafen (TLV). (www.iaa.gov.il) Der Flughafen liegt 20 km südöstlich von Tel Aviv und 50 km von Jerusalem entfernt. Tel:

+972 3 975 2386.

.

Schiff

Die größten Passagierhäfen sind Haifa und Ashdod, wo Kreuzfahrtschiffe aus Venedig und anderen Mittelmeerhäfen und wo Kreuzschifffahrtsgesellschaften wie Costa Cruise (Internet: www.costacruise.com), Crystal Cruises (Internet: www.crystalcruises.com) und Norwegian Cruise Line (Internet: www.ncl.de) anlegen.

Ausländischen Jachten stehen daneben auch noch Eilat, Herzliya, Tel Aviv und Ashkelon als Einreisehäfen zur Verfügung.

Es gibt regelmäßige Auto- und Passagierfährverbindungen von Zypern und Griechenland (Piräus) nach Haifa. Informationen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Bus/Pkw

Es besteht in der Regel eine tägliche Busverbindung von Tel Aviv, Taba, Santa Katarina (Sinai) nach Kairo. Im Allgemeinen ist die Einreise nach Israel auf dem Landweg stark eingeschränkt. Es bestehen drei Grenzübergänge nach Jordanien (Allenby-Brücke, Yitzhak Rabin und Jordan River) und zwei Grenzübergänge nach Ägypten (Rafiah, südwestlich von Aschkelon, sowie Taba). Die Einreise in andere arabische Nachbarstaaten ist nicht möglich.

Anmerkung:
Bei den Grenzübergängen Allenby Brücke, Yitzhak Rabin, Sheikh Hussein (Jordan River), Taba und Rafiah kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen bzw. einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen. Es wird daher empfohlen, vor Ort zeitnah Erkundigungen über die Öffnung einzuholen.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00972. Die regionalen Telefonbücher sind in Hebräisch gedruckt, es gibt jedoch eine Besucherausgabe in Englisch. Öffentliche Telefone sind Kartentelefone. Telefonkarten sind in Hotels, bei Postämtern, Kiosken und bei Zeitungsständen erhältlich. Innerhalb des Landes gibt es Städtevorwahlen (Jerusalem 02, Haifa 04, Tel Aviv 03).

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Netzbetreiber ist die Partner Communications Company Ltd (Internet: www.orange.co.il), das Netzwerk deckt das ganze Land und Teile der See ab. Mobiltelefone bzw. SIM-Karten können überall und am besten gleich am Ben Gurion Flughafen gemietet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer verboten ist.

Fax

Faxanschlüsse sind weitverbreitet.

Internet/E-Mail

Internet-Cafés sind weit verbreitet. Internetanschluss bieten viele Hotels. Eine Übersicht der Wi-Fi Hotspots ist auf www.hotspotlocations.com aufgelistet.

Telegramme

Können beim Telegraphenamt aufgegeben werden.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa benötigt bis zu einer Woche. Nach Tel Aviv und Jerusalem kann postlagernd geschrieben werden. Öffnungszeiten der Postämter: So-Do 08.30-12.30 und 15.30-18.30 Uhr (Mi nur vormittags), Fr 08.00-12.00 Uhr. Samstags (am Sabbat) und an Feiertagen sind Postämter geschlossen, nicht jedoch das Telegraphenamt. Briefmarken sind in Postämtern, Hotels und bei Kiosken erhältlich.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Einleitung

Israel ist ein faszinierendes Land mit großer landschaftlicher Vielfalt. Für viele Reisende ist Israel vor allem das »Gelobte Land« – Jerusalem ist die Wiege des Judentums, des Christentums und eine der heiligen Städte des Islam. Zu einer christlichen Pilgerfahrt gehören die Etappen des Kreuzweges (Via Dolorosa), die Grabeskirche in Jerusalem, ein Besuch der Geburtskirche in Bethlehem und der Verkündigungskirche in Nazareth, ein Ausflug zum See Genezareth und ein Besuch des Jordan.

5-tägig: Tel Aviv – Jaffa – Cäsarea – Sharon-Tal – Jerusalem – Masada – Nazareth – Tiberias – See Genezareth. 7-tägig: Jerusalem – Bethlehem – Masada – Totes Meer – Eilat – Timnatal-Nationalpark – Wüste Negev.

Jerusalem

-

Die Hauptstadt Jerusalem teilt sich in zwei Bezirke, die neue Stadt und die Jahrtausende alte so genannte Old City. Die Old City unterteilt sich in vier Viertel, ein jüdisches, ein arabisches, ein christliches und ein armenisches. Alle vier Teile haben ihre eigenen Sehenswürdigkeiten und heben sich in allen Aspekten voneinander ab. Das jüdische Viertel wurde restauriert und wirkt klinisch sauber. Der arabische Teil ist unübersichtlicher, belebter und lauter. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Klagemauer, die Via Dolorosa, die Grabeskirche, zahlreiche Kapellen, Synagogen, Moscheen und Ausgrabungsstätten sowie der teilweise überdachte Basar, auf dem von Souvenirs über Kleidung und Lebensmittel bis hin zu Haushaltsgegenständen alles zu finden ist. Man kann auch den Berg Zion besteigen oder einen Rundgang auf den Mauern der Old City machen. Im Westen der Stadt liegt Yad Vaschem, Gedenkstätte an die 6 Millionen Juden, die im Holocaust des Dritten Reiches ihren Tod fanden. Südlich der Stadt, nur eine kurze Busfahrt entfernt, liegt Bethlehem (s. Westjordanland). Weitere Ausflüge nach En Karem und Abu Ghaush werden ebenfalls angeboten.

Tel Aviv und Jaffa

-

Tel Aviv (Internet: www.white-city.co.il) ist eine sehr junge Stadt (knapp 100 Jahre) und spiegelt eine südeuropäische Architektur wider. 2003 wurde die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Deutlich gemacht wird das Alter der Stadt durch das angrenzende Jaffa, das mit fast 3000 Jahren eine der ältesten Städte des Landes ist. Der Hafen war einst einer der ersten bekanntesten Häfen der Welt. Jaffa liegt auf einer Anhöhe und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Strände von Tel Aviv. Tel Aviv ist Heimat der Israelischen Philharmonie, einer Universität und zahlreicher Museen. In den Parkanlagen werden im Sommer Volksmusikkonzerte zum Mitsingen und -tanzen veranstaltet, auch Freunde der Klassik und des Jazz kommen auf ihre Kosten. Viele Bars und Strandcafés bleiben bis in die frühen Morgenstunden geöffnet, wonach die ersten Frühstückscafés zu einem Milchshake einladen.

Haifa und Galiläa

-

Haifa ist Israels größte Hafenstadt mit einer alten Festung, modernen Einkaufszentren und Industriegebieten – eine interessante und lebendige Stadt und idealer Ausgangspunkt für Besuche in die Umgebung.
Der Mittelmeerküste entlang Richtung Süden gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten wie das Sharon-Tal mit herrlichen Orangenhainen, das historische Cäsarea und En Hod, die Künstlerkolonie.
Galiläa: Im Norden des Landes liegen der See Genezareth (Kinneret) mit den Heilquellen bei Tiberias, außerdem Nazareth, die Bet-She’Arim-Katakomben und Meggido. Kurorte, die schon seit der Römerzeit existieren, sind weiterhin populär. Im Museum für die Archäologie des Mittelmeerraumes sind viele interessante Funde aus dieser Region ausgestellt.

Der Negev

-

Diese Wüstenregion, die einen Großteil des südlichen Israel einnimmt, ist heute weitgehend bewässert und wird landwirtschaftlich genutzt. Es gibt hier die schönsten Sonnenuntergänge. Die Geschichte der Stadt Be’Er Sheva (Beersheba), der Heimat Abrahams, reicht bis ca. 4000 v. Chr. zurück. Im Osten liegt das faszinierende Tote Meer in einer trockenen, heißen Wüstenlandschaft. Es ist mit 400 m u. d. M. der tiefste Punkt der Erde. Besucher können selten der Versuchung widerstehen, den erstaunlichen Auftrieb in dem warmen, milchigen, für seine Heilwirkung gepriesenen Wasser selbst zu spüren. Kein Fisch und keine Pflanze kann in diesem Gewässer überleben – das Wasser ist siebenmal salziger als Meerwasser. Die Kureinrichtungen am Toten Meer sind auf Schuppenflechte, Neurodermitis und Allergien spezialisiert. En Gedi: In dieser Oase nahe am Toten Meer gibt es zahlreiche Wasserfälle und Wildtierarten. Im Süden des Negev liegt Eilat am Roten Meer. Hier gibt es zahlreiche Hotels und Wassersportmöglichkeiten. Die größte Anziehungskraft üben die ganzjährig angenehmen Temperaturen und das Rote Meer aus – schon wenige Meter vom Strand entfernt, im knietiefen Wasser, stößt man auf Korallenriffe und einen erstaunlichen Artenreichtum exotischer Fische und anderer Meerestiere. 30 km nördlich von Eilat liegt der Timna-Nationalpark.

Westjordanland (West Bank) und Gaza

-

Für Historiker und Besucher gleichermaßen interessant ist die Stadt Jericho mit ihrer über 10.000-jährigen Geschichte. Die Stadt liegt 260 m u. d. M., 36 km östlich von Jerusalem und ist eine der ältesten durchgehend besiedelten Städte der Welt. Stadttürme und -mauern sind mehr als 4000 Jahre älter als die ägyptischen Pyramiden. Die Domestizierung von Tieren und Pflanzen erfolgte in Jericho tausend Jahre früher als in Mesopotamien und Ägypten. Hebron liegt in der gebirgigen Gegend südlich von Jerusalem auf 1000 m Höhe. Charakteristisch für diese Stadt sind die engen und verwinkelten Gassen, die Steinhäuser mit flachen Dächern und die alten Basare. Bethlehem, die Geburtsstätte Jesu, liegt 750 m ü. d. M., 10 km südlich von Jerusalem, an einer alten Karavanen-Route. Nablus ist Landwirtschafts,- Industrie- und Handelszentrum im nördlichen Westjordanland. Rammallah ist wegen seines angenehm kühlen Klimas beliebt und zeichnet sich durch sein internationales Flair aus. Samaria und Gaza liegen an der Mittelmeeküste, 32 km nördlich der ägyptischen Grenze. Wegen seiner geografischen Lage ist diese Gegend seit jeher ein altes Handelszentrum für Zitrusfrüchte und andere Waren.

Land & Leute

Essen & Trinken

Israelische Restaurants bieten eine Kombination westlicher, orientalischer und regionaler Gerichte an. In den Großstädten gibt es auch Spezialitätenrestaurants (chinesisch, indisch, vegetarisch usw.). Manche Restaurants sind recht teuer, der Preis spiegelt jedoch nicht unbedingt den Standard wider. Es gibt zahlreiche Imbissstuben, die z. B. Falaffel (fritierte Kichererbsenbällchen mit Salat in Pitta-Brot), Kebabs, Schaschlik u. ä. anbieten. Speisekarten in Restaurants, Bars und Cafés, die auf Urlauber eingestellt sind, sind auf Hebräisch und Englisch geschrieben. Die israelische Küche ist im wesentlichen eine Mischung aus orientalischen und westlichen Kochkünsten. Ungarisches Gulasch, russischer Borschtsch, Wiener Schnitzel oder deutscher Braten sind ebenso erhältlich wie Humus (Kichererbsenpüree), Tahini (Sesampaste) und türkischer Kaffee. Es gibt auch traditionelle jüdische Gerichte wie Gefilte Fisch, gehackte Leber und Hühnersuppe. Bagels sind ringförmige Brötchen; unwiderstehlich sind auch die vielen verschiedenen Kuchen, Kekse und Torten. Das Angebot an Obst und Gemüse ist ebenfalls reichhaltig. An jeder Straßenecke werden frisch geröstete Nüsse und Kerne angeboten. Koschere Speisen: Das hebräische Wort koscher bezeichnet Gerichte, die in Übereinstimmung mit jüdischen Religionsgesetzen zubereitet sind. Dazu gehört z. B., dass Milch und Milchprodukte nicht zusammen mit Fleischgerichten serviert werden und Tiere auf eine bestimmte Weise geschlachtet sein müssen. Schweinefleisch, Krabben und Muscheln sind nicht koscher, trotzdem sind sie auf manchen Speisekarten zu finden. Getränke: Die Palette der israelischen Weine reicht von leichtem Weißwein über trockenen Rotwein bis hin zu süßem Rosé. Es gibt eine gute Auswahl an einheimischen Branntweinen und Likören. Zu den Likören zählen Hard Nut (Elias-Weinkellerei), Sabra (Schokolade und Orange) und Arak (Anis). Israelische Biersorten sind Maccabee und Gold Star. Liköre in großer Auswahl sind u. a. im Kloster in Latrun zwischen Jerusalem und Tel Aviv erhältlich.

Nachtleben

Nachtklubs und Diskotheken sind weit verbreitet; Pop-, Jazz-, Folklore- und Rockklubs gibt es in den meisten Städten und Urlaubsorten. Besonders in Tel Aviv erwartet den Besucher eine Vielzahl verschiedenster Veranstaltungen. Im Winter spielt das Israelische Philharmonie-Orchester in der Binynei Haooma Hall in Jerusalem; das internationale Israelische Musik- und Kunstfestival ist im Sommer ein große Attraktion. Kinos sind sehr beliebt, und viele bieten täglich drei Vorführungen (alle hebräischen Filme haben englische oder französische Untertitel). Eintrittskarten für Filme oder Aufführungen können im Voraus in Agenturen und in manchen Hotels gekauft werden.

In vielen Städten gibt es Gemäldegalerien. Künstlerkolonien befinden sich in En Hod am Berg Karmel in der Nähe von Haifa, in Safed und in Jaffa. Jede größere Stadt hat mindestens ein Museum. Im Israel-Museum in Jerusalem sind die Schriftrollen vom Toten Meer aufbewahrt; das Museum der Diaspora in Tel Aviv ist weltbekannt und äußerst sehenswert.

Einkaufstipps

Die Auswahl ist groß, in bestimmten Geschäften und besonders auf den Basaren ist Handeln üblich. Besucher, die Lederwaren in bestimmten staatlich registrierten Geschäften mit Devisen bezahlen, wird die Mehrwertsteuer erlassen. 25% Rabatt auf Lederwaren sind darüber hinaus erhältlich, wenn man die Ware zum Flughafen oder Ausreisehafen liefern lässt. Als Andenken empfehlen sich Schmuck, Edelsteine, Keramik, Stickereien, Glasartikel, Weine, religiöse Souvenirs und Kleidung. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. So-Fr 08.00-19.00 Uhr (einige Läden scließen von 13.00-16.00 Uhr). Die jüdischen und arabischen Geschäfte haben allerdings unterschiedliche Öffnungszeiten und Geschäftsmethoden. Jüdische Läden schließen bei Sonnenuntergang am Freitag zum Sabbat (samstags ganztägig geschlossen), arabische Geschäfte haben freitags geschlossen. Geschäfte in Hotels sind oft bis Mitternacht geöffnet.

Sport

Fußball, Basketball, Tennis und Golf sind beliebte Sportarten. Viele Hotels bieten Tennisplätze, und ein 18-Loch-Golfplatz befindet sich in Cäsarea. Reiten kann man landesweit. Fahrradfahren und Skilaufen sind ebenfalls sehr populär. Gute Sportanlagen findet man in den Kibbuzim und in den Städten. Wassersport: Schwimmen, Surfen, Wasserski, Segeln und Angeln. Tauchen und Tiefseetauchen kann man besonders gut in Eilat am Roten Meer. In der Nähe der Stadt gibt es ein faszinierendes Unterwasser-Observatorium inmitten eines Korallenriffs, in dem man von einem Schacht mit Glaswänden der Fischwelt ins Auge sehen kann. Fahrten mit Glasbodenbooten werden ebenfalls angeboten. Am Dolphin Reef kann man inmitten von Delphinen in deren natürlicher Umgebung im Roten Meer schwimmen und tauchen. In Eilat sind die Temperaturen auch im Winter warm genug zum Schwimmen und Sonnenbaden (s. Klima).

Veranstaltungskalender

Febr./März Purim (jüdisches Fest), landesweit. April Internationales Theaterfestival für Kinder und Jugendliche, Haifa. März/April Karwoche in Jerusalem. 1./2. Mai Holocaust Gedenktag, Yad Vashem, Jerusalem. Mai/Juni Israel Festival, Jerusalem. Juni Jerusalem Pride (Schwulen und Lesben Festival). Internationale Buchmesse, Jerusalem. Tel Aviv Pride (Schwulen und Lesben Festival). Juli Jerusalem Film Festival. Aug. Rotes Meer Jazz Festival, Eilat. Okt. Israel Fringe Theatre Festival (alternatives Theaterfestival), Acre. (2) Sukkot - Laubhüttenfest, landesweit. Okt. Yom Kippur (Versöhnungstag), landesweit. Okt. Jerusalem March (Großer Marsch durch die Stadt). Dez. Hanukah (jüdisches Fest).

Zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar finden in Bethlehem katholische, evangelische und orthodoxe Weihnachtsgottesdienste statt. Die Karwoche wird ebenfalls feierlich begangen. Bei den obengenannten Veranstaltungen handelt es sich um eine Auswahl – eine vollständige Liste mit vielen Kunst- und Musikveranstaltungen sowie Weinfesten ist vom Verkehrsbüro erhältlich (s. Adressen).

Anmerkung

Die Küste des Roten Meeres steht unter Naturschutz. »Souvenirs« wie abgebrochene Korallen werden mit hohen Strafen geahndet.

Besucher haben die Möglichkeit, tageweise oder länger an archäologischen Ausgrabungen mitzuarbeiten (Dig for a Day Programme). Nähere Auskunft vom Verkehrsbüro.

Sitten & Gebräuche

Schalom heißt wörtlich »Frieden« und bedeutet sowohl »Hallo/Guten Tag« als auch »Auf Wiedersehen«. Die Umgangsformen sind selten besonders förmlich, allgemeine Höflichkeitsformen sollten bei Privatbesuchen beachtet werden. Israelis sind in der Regel aufgeschlossen und sprechen gern über ihr Land, die Religion und die Politik. Bekleidung ist zwangslos; religiöse Stätten (ob jüdisch, christlich oder islamisch) sollten jedoch nicht mit kurzen Hosen oder Röcken und bloßen Schultern betreten werden. In Synagogen tragen alle Männer eine Kopfbedeckung. Von Geschäftsleuten wird förmlichere Kleidung erwartet. Gute Restaurants, Nachtklubs und die Hotelrestaurants erwarten mitunter zum Abendessen elegantere Kleidung. Am Sabbat (Freitagabend bis Samstagabend) darf in manchen Restaurants und Hotels nicht geraucht werden; im Allgemeinen gibt es Schilder, die Besucher darauf hinweisen. Trinkgeld: 10% sind in Restaurants üblich. Das Gesetz schreibt 15% Bedienungsgeld für Restaurant-, Hotel- und Caférechnungen vor.

Unterkunft

Hotels

Über 300 Hotels sind beim Ministerium für Tourismus registriert. Zur Hauptsaison (Juli - August) und während der religiösen Feiertage sollte möglichst bald im Voraus gebucht werden. Rund 300 Hotels sind Mitglieder des Hotelverbands: Israel Hotel Association, 29 Ha\'mered Street, PO Box 50066, IL-Tel Aviv. Tel: (03) 517 01 31. (Internet: www.israelhotels.org.il). Eine Liste von Hotels mit behindertengerechten Einrichtungen (Travel for the Disabled) ist vom Verkehrsbüro (s. Adressen) erhältlich.

Feriendörfer

In den Feriendörfern am Mittelmeer und am Roten Meer stehen oft Zweibett-Häuschen oder kleine Bungalows mit Klimaanlagen als Unterkunft zur Verfügung. Die meisten Anlagen sind von April bis Oktober geöffnet.

Camping

Zeltplätze gibt es in allen Regionen. Zur Ausstattung gehören zumeist Toiletten, Duschen, elektrischer Strom, Restaurants/Cafeterias, Geschäfte, Telefon, Postschalter, Erste-Hilfe-Einrichtungen, schattige Picknickplätze und Feuerstellen sowie Tag- und Nachtbewachung. Anfahrt mit dem Bus, Auto oder Wohnwagen. Meistens können Zelte, Campinghütten und die nötige Ausrüstung gemietet werden. Alle bieten Schwimmgelegenheiten, entweder am Zeltplatz oder in der näheren Umgebung.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : 1, Zertifikat erforderlich : -

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich : -

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : , Zertifikat erforderlich :

Gesundheitsvorsorge

Israel hat ausgezeichnete medizinische Einrichtungen und Urlauber können alle Erste-Hilfe-Zentren und Unfallstationen in Anspruch nehmen. Gesundheitszentren sind mit einem roten Davidsstern auf weißem Grund gekennzeichnet. In den palästinensischen Gebieten muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Über die deutsche Botschaft in Tel Aviv (s. Adressen) ist eine Liste deutschsprachiger Vertrauensärzte erhältlich.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Hinweis

[1] Typhus kommt vor (eine Impfung ist besonders bei Reisen in die palästinensischen Gebiete zu erwägen). Die WHO fordert alle Reisenden, die Israel verlassen und sich länger als 4 Wochen in Israel aufgehalten haben, sich gegen Poliomyelitis impfen zu lassen und dies in einem Impfausweis zu belegen.
 

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
14 Feb
Purim
15 Apr Pesach (Passah)
6 May Yom Ha\'atzmaut (Unabhängigkeitstag)
4 Jun Schawuot (Pfingsten)
25 Sep Rosch ha-Schana (jüdisches Neujahrsfest)
4 Oct Yom Kippur (Versöhnungstag)
9 Oct Sukkot (Laubhüttenfest)
16 Oct Simchat Torah

2015
5 Mar
Purim
4 Apr Pesach (Passah)
24 Apr Yom Ha\'atzmaut (Unabhängigkeitstag)
24 May Schawuot (Pfingsten)
14 Sep Rosch ha-Schana (jüdisches Neujahrsfest)
23 Sep Yom Kippur (Versöhnungstag)
28 Sep Sukkot (Laubhüttenfest)
5 Oct Simchat Torah
Jüdische Feiertage beginnen am Abend (bei Sonnenuntergang) vor den angegebenen Daten. Nur der erste und der letzte Tag von Pessach und Sukkot werden offiziell als nationale Feiertage anerkannt. In den Festwochen kann es jedoch zu Unterbrechungen des normalen Tagesablaufs kommen, da viele Geschäfte und Firmen früher schließen. Während des Lichterfests bleiben die Geschäfte geöffnet. Der jüdische religiöse Feiertag ist der Sabbat, der von Freitagabend bis Samstagabend (Sonnenuntergang) dauert. Ämter und Geschäfte schließen deshalb am Freitag meist früher. Muslimische und christliche Feiertage werden von den Angehörigen dieser Glaubensrichtungen ebenfalls begangen. Je nach Stadtviertel oder Religionszugehörigkeit wird der wöchentliche Ruhetag also am Freitag, Samstag oder Sonntag eingehalten.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel dürfen im Handgepäck zollfrei nach Israel eingeführt werden: 250 Zigaretten oder 250 g Tabakwaren (Personen ab 17 J.);
1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
2 l Wein (Personen ab 18 J.);
250 ml Parfüm oder Eau de Cologne;
Geschenke bis zum Wert von 200 US$ (außer alkoholischen Getränken, Tabakwaren, Aufnahmegeräten, Kameras, Fernsehgeräten), davon maximal 3 kg Lebensmittel (einzelne Lebensmittel dürfen 1 kg nicht überschreiten).

Einfuhrverbot

Blumen, Pflanzen Samen, Frischfleisch, frischem Obst und Gemüse Medikamente ohne Rezept, Drogen, Klappmesser und Dolche.

Geld

Währung

1 Neuer Israelischer Shekel = 100 Agorot. Währungskürzel: NIS, ILS (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50 und 20 NIS im Umlauf. Münzen im Wert von 10, 5, 2, 1 und ½ NIS sowie 10 Agorot.

Geldwechsel

Fremdwährungen dürfen nur in hierzu berechtigten Banken und Hotels umgetauscht werden. Auch am Flughafen gibt es Wechselmöglichkeiten. Nicht ausgegebene Landeswährung sollte vor der Abreise zurückgetauscht werden. Wer die Hotelrechnung oder manche Einkäufe in Fremdwährung bezahlt (vor allem in US-Dollar, Pfund Sterling oder Euro), ist von der Mehrwertsteuer befreit.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels, Geschäften und Autoverleihfirmen akzeptiert. Weitere Informationen vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Israel von zahlreichen Geldautomaten akzeptiert, aber nicht in Geschäften. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Werden häufig angenommen, empfohlen werden US$- und Euro-Reiseschecks.

Devisenbestimmungen

Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen unbegrenzt, es besteht jedoch Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 80.000 NIS (Formular 84). Für die Ausfuhr von Landeswährung muss vor der Abreise bei der örtlichen Bank eine Genehmigung eingeholt werden (höhere Beträge nicht empfohlen, da hohe Umtauschkursverluste im Ausland). Ausfuhr von Fremdwährungen in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages.

Öffnungszeiten der Banken

So-Do 08.30-12.00, So, Di und Do 16.00-18.00 Uhr. Am Tag vor einem jüdischen Feiertag ist meist nur vormittags geöffnet. Die Banken um Ben Gurion Flughafen sind durchgängig geöffnet.

Wechselkurse

1.00 EUR = 4.29 ILS
1.00 CHF = 3.95 ILS
1.00 USD = 3.93 ILS
Wechselkurse vom 10 Januar 2016

Reisepass/Visum

Übersicht

Deutschland

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : 1, Rückflugticket erforderlich : Ja

Österreich

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Schweiz

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Ja, Rückflugticket erforderlich : Ja

Anmerkung

(a) Arabische Länder (außer Ägypten, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate) verweigern die Einreise, wenn sich ein israelischer Stempel im Pass befindet. Falls die Weiterreise in arabische Länder erfolgt, werden Einreise- und Sichtvermerke nicht in den Reisepass, sondern auf ein gesondertes Blatt (Formblatt AL-17) gestempelt. Nähere Angaben erteilen die konsularischen Vertretungen.

(b) Ehemalige israelische Staatsbürger mit ausländischem Pass müssen einen schriftlichen Nachweis erbringen, dass sie ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgegeben haben.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Vollmachtserklärung der jeweils nicht mitreisenden Erziehungs- bzw. Aufenthaltsbestimmungsberechtigten mitführen. Außerdem müssen Minderjähre eine Kopie ihrer Geburtsurkunde und die Kopien der Reisepässe ihrer Eltern bzw. ihrer Sorgeberechtigten mit sich führen.  Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die einen Einreisestempel kostenlos bei der Einreise erhalten:

EU-Länder und Schweiz ([1] Deutschland: nur Personen, die nach dem 1. Januar 1928 geboren sind, können visumfrei einreisen).
 

Visaarten

Touristen-, Studenten- und Transitvisum.

Visagebühren

Unterschiedlich je nach Nationalität und Reisezweck, Anfragen an die konsularischen Vertretungen.

Mitreisende Kinder visumpflchtiger Reisender, Deutsche, die vor 1928 geboren sind, und türkische Staatsbürger erhalten das Visum kostenlos bei der konsularischen Vertretung.

Gültigkeitsdauer

Das Visum ist im Allgemeinen für eine einmalige Einreise innerhalb von drei Monaten gültig. Gerechnet wird ab dem Tag der Visaausstellung.
Das Besuchsvisum berechtigt zu einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten ab dem Einreisetag (entscheidend ist der Einreisestempel). Das Transitvisum ist für einen zweitägigen Aufenthalt gültig.

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der Konsularabteilung der Botschaft bzw. Generalkonsulat.

Antragstellung

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 1 aktuelles Passfoto (5 x 5 cm).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Reserviertes Rück- oder Weiterreiseticket.
(e) Gebühr (per Überweisung mit Kopie des Belegs oder bei persönlicher Beantragung per ec-Karte).
(f) Unterkunftsnachweis (Einladung oder Hotelbuchungsbestätigung).
(g) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(h) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung/Arbeitserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(i) Eine Arbeitsplatzbestätigung / Arbeitslosen- oder Sozialhilfebescheinigung / Rentenbescheid / Studentenbescheinigung mit Finanzierung des studentischen Aufenthaltes (z.B. Bafögbescheinigung, Stipendiennachweis) / o. Ä.
(j) Nur deutsche Staatsbürger, die vor 1928 geboren sind, müssen zusätzlich ein ausgefülltes Erklärungsformular abgeben (betrifft Zugehörigkeit zur NSDAP), downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung. (k) Nachweis einer Auslandskrankenreiseversicherung. Geschäftsvisum zusätzlich:
(l) Einladungsschreiben der Firma in Israel.
(m) Entsendungsschreiben der Firma mit genauen Angaben zur Reise und Beschäftigungsnachweis. Visumbeantragung für mitreisende Kinder:
Falls Kinder mitreisen, gilt für alle Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben:
(a) Reisepass, Aufenthaltsgenehmigung, Passfoto, Antragsformular und Flugreservierung wie oben.
(b) Kopie der Heiratsurkunde.
(c) Kopie der Geburtsurkunde des Kindes.
(d) Eine von beiden Eltern (oder dem Erziehungsberechtigten) unterschriebene Einverständniserklärung, dass das Kind reisen darf (oder beide Unterschriften auf dem Antragsformular).
(e) Kopie des Reisepasses der Mutter / des Vaters mit erkennbarer Unterschrift - oder Sorgerechtbescheinigung / Scheidungsurkunde, wo das Sorgerecht vermerkt ist. Bei postalischer Beantragung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an das Innenministerium.

Bearbeitungszeit

Ca. 2-3 Wochen, je nach Nationalität verschieden. Wenn eine Rückfrage in Israel notwendig ist, manche Nationalitäten auch 4-6 Wochen.

Bei persönlicher Antragstellung am selben Tag möglich.

Einreisebeschränkungen

Sind im Reisepass Visa arabischer Staaten vorhanden, muss mit einer sehr strengen und längeren Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte gerechnet werden (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Es empfiehlt sich eine Nachfrage bei der zuständigen diplomatischen israelischen Vertretung.

Aktueller Hinweis zu Einreisebeschränkungen:
Die israelische Grenzbehörden tragen in Reisepässen von Personen, die in die palästinensischen Gebiete weiterreisen, derzeit vereinzelt einen PA-only-Vermerk ein. Dies bedeutet eine Beschränkung des Aufenthalts auf die palästinensischen Gebiete. Auskunft zu Umfang und Konsequenzen dieser Praxis erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Ausreichende Geldmittel

Alle Reisende müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Verlängerung des Aufenthalts

Eine Verlängerung ist gegen eine Gebühr möglich, Beantragung bei den Büros des Innenministeriums.

Allgemeines

Lage

Vorderasien.

Fläche

20.770 qkm (8.019 qm).

Bevölkerungszahl

7.821.850 (2014).

Bevölkerungsdichte

376,6 pro qkm.

Hauptstadt

Jerusalem.

Staatsform

Republik seit 1948. Einzelne Gesetze für Teilbereiche haben Verfassungscharakter, keine schriftliche Verfassung. Einkammerparlament (Knesset) mit 120 Mitgliedern.

Geographie

Israel liegt an der Ostküste des Mittelmeeres und grenzt im Norden an den Libanon und Syrien, im Osten an Jordanien und im Südwesten an Ägypten. Die Palästinensischen Autonomiegebiete liegen größtenteils im Westjordanland und südwestlich im Gazastreifen. Das Land erstreckt sich in Richtung Süden durch die Wüste Negev nach Eilat, dem Urlaubsort am Roten Meer. Die fruchtbare Sharon-Ebene liegt an der Mittelmeerküste. Im Landesinneren, parallel zur Küste, liegt die Bergregion mit fruchtbaren Tälern im Westen und Wüste im Osten. Der große Senkgraben beginnt hinter der Quelle des Jordan und erstreckt sich südlich durch das Tote Meer (tiefster Punkt der Erde) und weiter südlich durch das Rote Meer nach Ostafrika.

Sprache

Amtssprachen sind Neuhebräisch und Arabisch. Englisch ist Handelssprache und wird viel gesprochen. Außerdem wird Jiddisch gesprochen und je nach Herkunftsland der Einwanderer u. a. Rumänisch, Ungarisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Russisch.

Religion

80 % Juden; 15 % Muslime, christliche und andere Minderheiten.

Ortszeit

MEZ + 2 (vom 1. April bis 2. Oktober), (Sommerzeit in Israel = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 2 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils + 1 Std. (außer 2. Oktober bis Ende Oktober: 0 Std.)

Netzspannung

230 V, 50 Hz. Dreipolige und zweipolige Stecker. Falls erforderlich, können Adapter vor Ort in Hotels und in Elektrogeschäften gekauft werden.

Regierungschef

Benjamin Netanjahu, seit April 2009.

Staatsoberhaupt

Präsident: Reuven Rivlin, seit Juli 2014.

Kontaktadressen

Botschaft des Staates Israel

Alpenstrasse 32, CH-3006 Bern, Switzerland Telefon: (031) 356 35 00.
Website: bern.mfa.gov.il
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-17.00, Fr 09.00-14.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, tel. Anfragen zwischen 12.00 und 14.00 Uhr.

Botschaft des Staates Israel

Anton-Frank-Gasse 20, A-1180 Wien, Austria Telefon: (+43) (01) 47 64 60.
Website: vienna.mfa.gov.il
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-17.00, Fr 09.00-14.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (tel. Anfragen Mo-Fr 12.00-14.30 Uhr).

Palästinensische Generaldelegation

(Diplomatische Vertretung Palästinas in Deutschland)
Telefon: (030) 206 17 70; Konsularabteilg.: 20 61 77 19/21.
Email: info@palaestina.org
Website: www.palaestina.org
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Botschaft des Staates Israel

Die palästinensische Teilautonomie in den von Israel geräumten Gebieten Westjordanland und im Gaza-Streifen steht unter der Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde. Generalkonsulat in München (keine Visaerteilung).
Telefon: Tel: (030) 89 04 55 00. Visaabt.: (030) 89 04 55 23. Konsularabt.: (030) 89 04 55 31/32/34, 89 04 55 13.
Website: embassies.gov.il/berlin/Pages/default.aspx
Öffnungszeiten: Mo-Do 08.30-17.00 und Fr 08.30-14.30 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Do 9.30-13.00 und Fr 09.30-12.30 Uhr. Tel. Sprechzeiten Mo-Do 14.00-16.00 Uhr.

Staatliches Israelisches Verkehrsbüro

c/o BZ.COMM GmbH (Auch für Österreich und die Schweiz zuständig.)
Telefon: (069) 25 62 88 80.
Email: israel@bz-comm.de
Website: www.goisrael.de
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-17.00 Uhr, Fr 09.00-14.30 Uhr (kein Publikumsverkehr).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Israel
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.01.2016
Unverändert gültig seit: 06.01.2016
Aktuelle Hinweise Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird dringend gewarnt. Die Sicherheitslage in Israel, im Westjordanland und insbesondere auch in Jerusalem, hat sich in den letzten Monaten verschärft. Immer wieder greifen einzelne Täter israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte an. Israelische Sicherheitskräfte gehen regelmäßig und massiv gegen Palästinenser vor. Mit weiteren Angriffen ist zu rechnen und eine weitere Zuspitzung der Lage ist nicht ausgeschlossen. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass ausländische Besucher Ziel von Gewalt sind. Dennoch wird dringend zu erhöhter Vorsicht geraten. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.  Des Weiteren sollten Besucher sich einer ortskundigen Begleitung versichern, bevor sie sich für einen Besuch der Altstadt von Jerusalem oder anderer exponierter Orte entscheiden. Von Besuchen der Altstadt bei Dunkelheit wird abgeraten.  Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel, sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Insbesondere an Checkpoints, aber auch in größeren Städten des Westjordanlands, kann es spontan immer wieder zu Protestkundgebungen kommen. Es wird dort zu besonderer Vorsicht geraten. Die Sicherheitslage kann sich rasch verändern, gerade auch in der Altstadt von Jerusalem, in der es wiederholt zu besagten Messerangriffen gekommen ist und in deren Folge zu israelischen Sicherheitsmaßnahmen. Reisenden wird daher geraten, sich tagesaktuell über diese Reise- und Sicherheitshinweise sowie über die Medienberichterstattung zur Sicherheitslage informiert zu halten. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon wird abgeraten. In den vergangenen Monaten haben sich die Spannungen im Grenzgebiet deutlich erhöht und es ist zu mehreren sicherheitsrelevanten Zwischenfällen gekommen, bei denen Raketen, die aus syrischem Hoheitsgebiet abgeschossen wurden, in Israel niedergingen. Ferner wird geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden. Allen Deutschen, die sich - auch nur vorübergehend - in Israel oder den Palästinensischen Gebieten aufhalten, wird empfohlen, sich online auf der Krisenvorsorgeliste zu registrieren (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav). Für Aufenthalte in Israel ist die zuständige Auslandsvertretung die Botschaft Tel Aviv, für Aufenthalte in den Palästinensischen Gebieten ist die zuständige Auslandsvertretung das Vertretungsbüro Ramallah. Als zuständige Vertretung ist die einzutragen, in deren Amtsbezirk sich die meiste Zeit aufgehalten wird. Amtsbezirk Ramallah: Palästinensische Gebiete, d.h. Westjordanland, Ost-Jerusalem, Gazastreifen (bitte Reisewarnung beachten). Vor und während der Reise nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete wird geraten, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren sowie die Internetseiten der Botschaft in Tel Aviv (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.tel-aviv.diplo.de) und des Vertretungsbüros Ramallah (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.ramallah.diplo.de)  zu konsultieren. Landesspezifische Sicherheitshinweise Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Es wird geraten, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden. Bei Besuchen im Westjordanland und in Jerusalem wird zu erhöhter Vorsicht geraten (siehe oben). Ergänzend zu den oben aufgeführten Empfehlungen gelten folgende Hinweise: Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem) Bei Aufenthalten in Jerusalem wird zu verstärkter Vorsicht geraten, insbesondere in der Altstadt und den anliegenden Stadtvierteln. In diesen Gebieten, insbesondere in der Umgebung des Tempelbergs/Haram Al Sharif, aber auch in Sheikh Sharah, Abu Tor, Silwan und anderen Jerusalemer Stadtteilen muss aktuell mit gewaltsamen Ausschreitungen gerechnet werden. Dies gilt verstärkt angesichts der Ausschreitungen in der jüngsten Zeit. Von Besuchen des Tempelbergs/ Haram Al Sharif, insbesondere an muslimischen und jüdischen Feiertagen und an Freitagen, wird abgeraten. In letzter Zeit kam es wiederholt zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen Palästinensern und Israelis, in und nahe der Jerusalemer Altstadt, mit zum Teil tödlichem Ausgang. Es folgten teilweise heftige Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften in mehreren Teilen Jerusalems, an Checkpoints und in größeren Städten des Westjordanlands. Israel allgemein Angesichts der aktuellen Sicherheitslage wird landesweit zu erhöhter Vorsicht geraten, insbesondere in der Nähe von Bushaltestellen und  Bahnhöfen. Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Im europäischen Vergleich kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl relativ selten vor. Gleichzeitig bleibt Israel das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu vereinzelten terroristischen Angriffen auf öffentliche Einrichtungen kommen kann. Bis auf Weiteres sollten Reisende bei größeren Menschenansammlungen und bei der Nutzung der öffentlichen Personenverkehrsmittel in Israel besondere Vorsicht walten lassen. Es gibt derzeit allerdings keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern. Reisende sollten sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) vertraut machen und ggf. die Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden befolgen. Auf der Website der Deutschen Botschaft Tel Aviv sind unter der Rubrik „Konsularischer Service, Nothilfe für Deutsche" Informationen der israelischen Behörden mit Verhaltenshinweisen in Krisensituationen, u.a. bei Raketenangriffen, eingestellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der englisch-sprachigen Facebook-Seite des israelischen Zivilschutzes (Home Front Command). Grenzgebiet zu Syrien und Libanon Im Zusammenhang mit dem innersyrischen Konflikt kam es zu Querschlägern von Mörsergranaten und Handfeuerwaffen und in der jüngsten Zeit auch vereinzelt zu gezielten Angriffen auf israelische Ziele in der Nähe der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen. Infolgedessen wurde eine Person getötet,  mehrere Personen wurden verletzt. Auch aus dem Libanon kam es vereinzelt zu Raketenbeschuss auf das israelische Grenzgebiet. Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils vor. Insgesamt haben sich die Spannungen im Grenzgebiet in den letzten Monaten deutlich erhöht. Ende August wurden erstmals auch Einschläge im nördlichen Galiläa (Hula Valley) verzeichnet. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon wird abgeraten. Grenzgebiet zu Ägypten In der Vergangenheit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden.  Vereinzelte bewaffnete Zwischenfälle entlang der israelisch-ägyptischen Grenze können nicht ausgeschlossen werden. In der Vergangenheit kam es dabei kam es auch zu Schusswechseln. Es wird dazu geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden und auf alternative Routen auszuweichen. Grenzgebiet zum Gaza-Streifen Im Sommer 2014 kam es zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen in und um den Gaza-Streifen (Operation „Protective Edge"). Dabei kam es zu massiven Raketen- und Mörserangriffen auf israelisches Territorium, die ganz überwiegend die Ortschaften in Nähe des Gaza-Streifens (Radius von ca. 40 km) betrafen. Trotz der 2014 vereinbarten Waffenruhe, kam es in den vergangenen Wochen vereinzelt zu Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen. Bei Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zum Gaza-Streifen wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Es wird - insbesondere bei längeren Aufenthalten - empfohlen, sich vor Ort über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren. Palästinensische Gebiete: Gaza-Streifen Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird dringend gewarnt. Im Rahmen der israelischen militäroperation "Protective Edge" erfolgten heftige israelische Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung beschädigt. Ferner liegen in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO). Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gaza-Streifen in Erez ist zurzeit insbesondere für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen ist aufgrund der aktuellen Sicherheitslage grundsätzlich geschlossen. Er wird in unregelmäßigen Abständen kurzzeitig (wenige Tage oder Stunden) eingeschränkt für bestimmte Personengruppen (u. a. humanitäre Notfälle, ausländische Staatsangehörige und Studenten) geöffnet. Eine vollständige Schließung ist jederzeit möglich, auch ohne vorherige Ankündigung. Es besteht eine dringende Reisewarnung für den Nordsinai. Auch vor dem Transit durch den Nordsinai zwecks Einreise nach Gaza über Rafah wird dringend gewarnt. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nordsinai wird hingewiesen (siehe hierzu Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/AegyptenSicherheit.html). Ausreisen über Rafah sind aufgrund von Beschränkungen derzeit kaum möglich. Eine Ausreise aus Gaza kann bei erfolgter Einreise über Rafah auch nicht über den israelischen Grenzübergang Erez erfolgen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können grundsätzlich keine konsularische Hilfe zur Ausreise aus dem Gazastreifen leisten. Durch die Schließung der meisten Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen hat sich die Versorgungslage in Gaza auch bereits vor der Krise deutlich verschlechtert. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleitungen wie Kläranlagen aus. Der Gazastreifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen über den Grenzübergang Erez wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen. In der jüngeren Vergangenheit war der Grenzübergang Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Wann die derzeitigen Einschränkungen gänzlich aufgehoben werden, ist nicht absehbar. Auch bei einer regelmäßigen Öffnung des Grenzübergangs kann dieser nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus Gaza bedarf es eines ägyptischen Visums und einer palästinensischen Ausreiseerlaubnis. Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Im Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille") neun Menschen ums Leben. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gazastreifen und in den Küstengewässern vor dem Gazastreifen praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank) Seit den Ausschreitungen  in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland, im Juni/Juli 2014, gefolgt von  militärischen Auseinandersetzungen in und um Gaza, kam es immer wieder zu  Anschlägen, Angriffen und Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Die Sicherheitslage in einigen Teilen des Westjordanlands, vor allem in und um Hebron, Bethlehem und Nablus, ist angespannt. Insbesondere im südlichen Westjordanland wird bei der Benutzung der Straße 60 südlich von Betlehem, v. a. um Hebron und Gush Etzion, sowie im nördlichen Westjordanland, in den Gebieten um Nablus, sowie Jenin, zu besonderer Vorsicht geraten. In letzter Zeit ist das Stadtgebiet von Nablus mehrfach durch das israelische Militär abgeriegelt worden, was sich jederzeit wiederholen kann. Von Fahrten in der Dunkelheit wird generell abgeraten. Im gesamten Westjordanland muss mit verschärften Kontrollen an allen Checkpoints gerechnet werden. Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten sind unbedingt zu beachten. Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands. Sie sollten das Westjordanland grundsätzlich nicht ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung bereisen. Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Jericho und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Es wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam zu verfolgen. Für das Westjordanland gilt, dass Übergänge nach Israel auch ohne Vorankündigung geschlossen werden können. Auch nach Intervention der Botschaft Tel Aviv oder des Vertretungsbüros Ramallah ist das Passieren der Übergänge in Richtung Israel dann mitunter unmöglich. Weiterhin kommt es in unmittelbarer Nähe von Übergängen zwischen Israel und dem Westjordanland immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de  Reisewarnung Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Es wird geraten, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden. Bei Besuchen im Westjordanland und in Jerusalem wird zu erhöhter Vorsicht geraten (siehe oben). Ergänzend zu den oben aufgeführten Empfehlungen gelten folgende Hinweise: Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem) Bei Aufenthalten in Jerusalem wird zu verstärkter Vorsicht geraten, insbesondere in der Altstadt und den anliegenden Stadtvierteln. In diesen Gebieten, insbesondere in der Umgebung des Tempelbergs/Haram Al Sharif, aber auch in Sheikh Sharah, Abu Tor, Silwan und anderen Jerusalemer Stadtteilen muss aktuell mit gewaltsamen Ausschreitungen gerechnet werden. Dies gilt verstärkt angesichts der Ausschreitungen in der jüngsten Zeit. Von Besuchen des Tempelbergs/ Haram Al Sharif, insbesondere an muslimischen und jüdischen Feiertagen und an Freitagen, wird abgeraten. In letzter Zeit kam es wiederholt zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen Palästinensern und Israelis, in und nahe der Jerusalemer Altstadt, mit zum Teil tödlichem Ausgang. Es folgten teilweise heftige Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften in mehreren Teilen Jerusalems, an Checkpoints und in größeren Städten des Westjordanlands. Israel allgemein Angesichts der aktuellen Sicherheitslage wird landesweit zu erhöhter Vorsicht geraten, insbesondere in der Nähe von Bushaltestellen und  Bahnhöfen. Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Im europäischen Vergleich kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl relativ selten vor. Gleichzeitig bleibt Israel das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu vereinzelten terroristischen Angriffen auf öffentliche Einrichtungen kommen kann. Bis auf Weiteres sollten Reisende bei größeren Menschenansammlungen und bei der Nutzung der öffentlichen Personenverkehrsmittel in Israel besondere Vorsicht walten lassen. Es gibt derzeit allerdings keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern. Reisende sollten sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) vertraut machen und ggf. die Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden befolgen. Auf der Website der Deutschen Botschaft Tel Aviv sind unter der Rubrik „Konsularischer Service, Nothilfe für Deutsche" Informationen der israelischen Behörden mit Verhaltenshinweisen in Krisensituationen, u.a. bei Raketenangriffen, eingestellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der englisch-sprachigen Facebook-Seite des israelischen Zivilschutzes (Home Front Command). Grenzgebiet zu Syrien und Libanon Im Zusammenhang mit dem innersyrischen Konflikt kam es zu Querschlägern von Mörsergranaten und Handfeuerwaffen und in der jüngsten Zeit auch vereinzelt zu gezielten Angriffen auf israelische Ziele in der Nähe der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen. Infolgedessen wurde eine Person getötet,  mehrere Personen wurden verletzt. Auch aus dem Libanon kam es vereinzelt zu Raketenbeschuss auf das israelische Grenzgebiet. Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils vor. Insgesamt haben sich die Spannungen im Grenzgebiet in den letzten Monaten deutlich erhöht. Ende August wurden erstmals auch Einschläge im nördlichen Galiläa (Hula Valley) verzeichnet. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon wird abgeraten. Grenzgebiet zu Ägypten In der Vergangenheit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden.  Vereinzelte bewaffnete Zwischenfälle entlang der israelisch-ägyptischen Grenze können nicht ausgeschlossen werden. In der Vergangenheit kam es dabei kam es auch zu Schusswechseln. Es wird dazu geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden und auf alternative Routen auszuweichen. Grenzgebiet zum Gaza-Streifen Im Sommer 2014 kam es zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen in und um den Gaza-Streifen (Operation „Protective Edge"). Dabei kam es zu massiven Raketen- und Mörserangriffen auf israelisches Territorium, die ganz überwiegend die Ortschaften in Nähe des Gaza-Streifens (Radius von ca. 40 km) betrafen. Trotz der 2014 vereinbarten Waffenruhe, kam es in den vergangenen Wochen vereinzelt zu Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen. Bei Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zum Gaza-Streifen wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Es wird - insbesondere bei längeren Aufenthalten - empfohlen, sich vor Ort über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren. Palästinensische Gebiete: Gaza-Streifen Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird dringend gewarnt. Im Rahmen der israelischen militäroperation "Protective Edge" erfolgten heftige israelische Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung beschädigt. Ferner liegen in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO). Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gaza-Streifen in Erez ist zurzeit insbesondere für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen ist aufgrund der aktuellen Sicherheitslage grundsätzlich geschlossen. Er wird in unregelmäßigen Abständen kurzzeitig (wenige Tage oder Stunden) eingeschränkt für bestimmte Personengruppen (u. a. humanitäre Notfälle, ausländische Staatsangehörige und Studenten) geöffnet. Eine vollständige Schließung ist jederzeit möglich, auch ohne vorherige Ankündigung. Es besteht eine dringende Reisewarnung für den Nordsinai. Auch vor dem Transit durch den Nordsinai zwecks Einreise nach Gaza über Rafah wird dringend gewarnt. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nordsinai wird hingewiesen (siehe hierzu Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/AegyptenSicherheit.html). Ausreisen über Rafah sind aufgrund von Beschränkungen derzeit kaum möglich. Eine Ausreise aus Gaza kann bei erfolgter Einreise über Rafah auch nicht über den israelischen Grenzübergang Erez erfolgen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können grundsätzlich keine konsularische Hilfe zur Ausreise aus dem Gazastreifen leisten. Durch die Schließung der meisten Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen hat sich die Versorgungslage in Gaza auch bereits vor der Krise deutlich verschlechtert. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleitungen wie Kläranlagen aus. Der Gazastreifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen über den Grenzübergang Erez wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen. In der jüngeren Vergangenheit war der Grenzübergang Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Wann die derzeitigen Einschränkungen gänzlich aufgehoben werden, ist nicht absehbar. Auch bei einer regelmäßigen Öffnung des Grenzübergangs kann dieser nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus Gaza bedarf es eines ägyptischen Visums und einer palästinensischen Ausreiseerlaubnis. Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Im Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille") neun Menschen ums Leben. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gazastreifen und in den Küstengewässern vor dem Gazastreifen praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank) Seit den Ausschreitungen  in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland, im Juni/Juli 2014, gefolgt von  militärischen Auseinandersetzungen in und um Gaza, kam es immer wieder zu  Anschlägen, Angriffen und Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Die Sicherheitslage in einigen Teilen des Westjordanlands, vor allem in und um Hebron, Bethlehem und Nablus, ist angespannt. Insbesondere im südlichen Westjordanland wird bei der Benutzung der Straße 60 südlich von Betlehem, v. a. um Hebron und Gush Etzion, sowie im nördlichen Westjordanland, in den Gebieten um Nablus, sowie Jenin, zu besonderer Vorsicht geraten. In letzter Zeit ist das Stadtgebiet von Nablus mehrfach durch das israelische Militär abgeriegelt worden, was sich jederzeit wiederholen kann. Von Fahrten in der Dunkelheit wird generell abgeraten. Im gesamten Westjordanland muss mit verschärften Kontrollen an allen Checkpoints gerechnet werden. Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten sind unbedingt zu beachten. Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands. Sie sollten das Westjordanland grundsätzlich nicht ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung bereisen. Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Jericho und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Es wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam zu verfolgen. Für das Westjordanland gilt, dass Übergänge nach Israel auch ohne Vorankündigung geschlossen werden können. Auch nach Intervention der Botschaft Tel Aviv oder des Vertretungsbüros Ramallah ist das Passieren der Übergänge in Richtung Israel dann mitunter unmöglich. Weiterhin kommt es in unmittelbarer Nähe von Übergängen zwischen Israel und dem Westjordanland immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de 
Home > Länder weltweit > Asien