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Reiseinfomationen zu: Belgien, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft


Wichtige Wirtschaftszweige
Die belgische Wirtschaft lebt vom Außenhandel, über 75 % des Bruttoinlandsprodukts wird (mit steigender Tendenz) durch Exporte erzielt – Belgien ist somit die zehntgrößte Exportnation weltweit. Dabei gingen 50 % der Exporte nach Deutschland, Frankreich und in die Niederlande. Durch die Abhängigkeit von der Weltwirtschaftslage erwachsen einer derart exportorientierten Wirtschaft große Probleme. Belgien hat nur wenig Bodenschätze und muss fast alle Brenn- und Rohstoffe importieren. Fertigprodukte, Maschinen, Transportmittel und chemische Erzeugnisse sind die wichtigsten Ausfuhrgüter des Landes.

Wirtschaftslage
Die positive Entwicklung der stark vom Export abhängigen Wirtschaft verlangsamte sich durch die weltweite Finanzkrise seit 2008 stark. Das BIP betrug 2008 nur noch rund 1 %. Die Inflationsrate ist in den letzten Jahren stetig gestiegen; betrug sie 2007 noch 1,8 %, lag sie 2008 bei 4,5 %. Im Februar 2009 lag sie schon wieder bei 1,9 %Die Arbeitslosigkeit in Belgien blieb im gleichen Zeitraum relativ konstant, 2008: 7 % (2007: 7,5 %). Seit dem Beginn der Weltwirschaftskrise stieg dieser Prozentsatz wieder leicht an. Es bestehen starke regionale Unterschiede; im flämischen Norden ist die Arbeitslosenquote allgemein niedriger ist als im wallonischen Süden.

Wirtschaftspolitik
Erforderlich ist eine weitere Konsolidierung der Finanzen, verringertes Ausgabenwachstum und eine Abstimmung der Fiskalreformen. Strukturreformen werden zurzeit verwirklicht und eine Verringerung der Staatsschulden wird angestrebt, jedoch infolge der allgemeinen Wirtschaftslage nicht erreicht.

Handelspartner
Deutschland ist Belgiens wichtigster Außenhandelspartner. Weitere Haupthandelspartner sind die EU-Länder Frankreich, die Niederlande und Großbritannien.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Belgien ist Mitglied in einer Reihe von Wirtschaftsgruppierungen: Zusammen mit Luxemburg bildet es die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion; ferner ist Belgien Gründungsmitglied der EU, OECD und WTO.

Umgangsformen

Auf Pünktlichkeit und korrektes Benehmen wird Wert gelegt, generell geht es recht formell zu. Visitenkarten sind gern gesehen. Geschäftssprachen sind Französisch oder Englisch. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-17.30 Uhr.

Kontaktadressen

AHK Debelux (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer
(Büro Deutschland)
Belgisches Haus, Cäcilienstraße 46, D-50667 Köln
Tel: (0221) 257 54 77.
Internet: www.debelux.org

AHK Debelux (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer)
(Büro Belgien)
Manhattan Office Tower, Bolwerklaan 21 Avenue du Boulevard, B-1210 Brüssel
Tel: (02) 203 50 40.
Internet: www.debelux.org

Chambre de Commerce et d’Industrie de Bruxelles
(Industrie- und Handelskammer Brüssel)
500 Avenue Louise, B-1050 Brüssel
Tel: (02) 648 50 02.
Internet: www.ccib.be oder www.500.be

Kamer van Koophandel en Nijverheid van Antwerpen
(Industrie- und Handelskammer Antwerpen)
Markgravestraat 12, B-2000 Antwerpen
Tel: (03) 232 22 19.
Internet: www.kvkaw.voka.be

Agence pour le Commerce Exterieure (Außenhandelsagentur)
Boulevard du Roi Albert II, 30-b 36, B-1000 Brüssel
Internet: www.abh-ace.org


Flanders Foreign Investment Office (FFIO)
Gaucheretstraat 90, B-1030 Brüssel
Tel: (02) 504 88 71.
Internet: www.ffio.com

Konferenzen/Tagungen

Brüssel ist eine der wichtigsten Kongressstädte der Welt, Konferenzlokalitäten stehen im ganzen Land zur Verfügung. Weitere Informationen über die vorhandenen Einrichtungen und Planungshilfen sind bei den folgenden Adressen erhältlich:

Flanders-Brussels Convention Bureau
Grasmarkt 61, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 504 04 35.
Internet: www.meetingpointbelgium.be

Brussels Congress
Rue de la Violette 18-20, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 549 50 50.
Internet: www.brusselsinternational.be

Antwerp Congres Bureau
Frankrijklei 128A, B-2000 Antwerpen
Tel: (03) 202 16 26.
Internet: www.antwerpencongresbureau.be

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Es gibt keinen Inlandflugverkehr. Schnellbusse fahren vom Brüsseler Flughafen nach Antwerpen, Gent und Liège (Luik/Lüttich). Ein Flughafenbus verkehrt zwischen Antwerpen (Stadt) und dem Brüsseler Flughafen, die Fahrt ist für manche Passagiere kostenlos (s. Reiseverkehr - International).

Bahn

Belgien hat eines der dichtesten Schienennetze der Welt, Züge der Belgischen Eisenbahnen SNCB (Internet: www.b-rail.be) verkehren in der Regel im Stundentakt, häufiger auf den Hauptstrecken. Im Inlandverkehr sind Platzreservierungen unnötig. An jedem Bahnhof gibt es Gratisfahrpläne. Kinder von 6-11 Jahren fahren unter bestimmten Bedingungen kostenlos, Kinder unter 6 Jahren reisen gratis, wenn sie keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen und mit eigenem Sitzplatz zum halben Preis. An vielen Bahnhöfen können Besucher Räder oder Tandems tageweise mieten. Ein Verzeichnis dieser Bahnhöfe sowie weitere Informationen sind von den Belgischen Eisenbahnen, Im Hauptbahnhof/Goldgasse 2, D-50668 Köln erhältlich. Tel: (0221) 13 49 82.

Anmerkung (Bahn)

Fahrpreisermäßigungen:
Preiswerte Wochenendfahrkarten gelten für die Hin- und Rückfahrt von Freitag (ab 19.01 Uhr) bis Sonntag des gleichen Wochenendes und bieten 50% Ermäßigung in der 1. und 2. Klasse.
Eine 50%- Karte gewährt 50 % Ermäßigung beim Kauf von Fahrkarten für die 1. und 2. Klasse. Jährlich muss eine neue Gültigkeitsmarke gekauft werden.
Der Go Pass bietet 10 Fahrscheine der 2. Klasse für Personen im Alter von 6 und 25 Jahren an. Er ist ein Jahr gültig und übertragbar.
Mit dem Rail Pass kann man 10 einfache Fahrten innerhalb eines Jahres unternehmen. Der Rail Pass ist ein Jahr gültig und übertragbar.
Die Key Card erlaubt 10 Kurzstreckenfahrten innerhalb einer bestimmten Zone. Sie ist 6 Monate gültig und übertragbar.
Die Seniorenfahrkarte ist erhältlich für Personen ab 65 Jahren (unter Vorlage des Personalausweises). Die Seniorenfahrkarte gilt ausschließlich in den Zügen des Binnenverkehrs, während der Hauptsaison nur wochentags (ab 09.01 Uhr) und für eine Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse.
Eine Zonenfahrkarte berechtigt zu unbeschränkten Bahnreisen innerhalb von 2 Stunden und innerhalb einer Tarifzone. Sie ist für die 1. und 2. Klasse erhältlich.
Netzkarten berechtigen zu unbegrenzten Fahrten auf dem gesamten belgischen Streckennetz. Sie gelten innerhalb der Landesgrenzen und können mit Fahrkarten der Deutschen Bahn AG kombiniert werden. An den Hauptbahnhöfen in Belgien (und an anderen europäischen Hauptbahnhöfen) können Fahrkarten gelöst werden, die erst von den Grenzbahnhöfen an gültig sind (in Verbindung mit der Netzkarte).
Benelux-5-Tage-Rundfahrkarte (Benelux-Tourrail): Berechtigt zu beliebig vielen Fahrten auf dem belgischen, niederländischen und luxemburgischen Streckennetz an 5 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von einem Monat. Erhältlich nur an größeren belgischen Bahnhöfen. (Es gibt auch Wochenendermäßigungen für Einzelpersonen und Gruppen innerhalb der Benelux-Staaten.)

Auskünfte über Fahrpläne, Routen und spezielle Angebote sind bei der Belgischen Eisenbahn (SNCB) (Tel: (+32) (02) 528 28 28. Internet: http://www.b-rail.be/) erhältlich.
In Belgien sind Bahnfahrkarten um einiges günstiger als in Deutschland.

Bus/Pkw

Belgien hat eines der leistungsfähigstens Autobahnnetze in Europa, gebührenfrei und bei Nacht auf weiten Strecken beleuchtet. Bleifreies Benzin (sans plomb/loodvrij) ist an jeder Tankstelle erhältlich.

Automobilclub:
Royal Automobile Club de Belgique a.s.b.l., 53 Rue d’Arlon, B-1040 Brüssel. Tel: (02) 287 09 11. (Internet: www.racb.com).

Pannenhilfe:
Touring Secours, Tel: (070) 34 47 77 (nur innerhalb Belgiens).

Notruf: 
112 (Krankenwagen/Feuerwehr/Polizei).

Bus:
Die Busgesellschaft TEC (Internet: www.tec-wl.be) ist für den Nahverkehr in Brüssel und Wallonien, De Lijn (Internet: www.delijn.be) ist für Flandern zuständig. Das regionale Busliniennetz ist ausgezeichnet, Fahrpläne sind u. a. von den Verkaufsstellen des TEC erhältlich. Überlandbusse verkehren zwischen zahlreichen Städten. Abgesehen von den Flughafenbussen gibt es keine Schnellbuslinien.

Taxi:
Das Trinkgeld ist bereits im Fahrpreis enthalten. Mietwagen mit und ohne Chauffeur sind erhältlich.

Unterlagen:
Der nationale Führerschein ist ausreichend. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern.

Verkehrsbestimmungen:
Anschnallpflicht für Fahrer und alle weiteren Autoinsassen.
Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz sitzen, sofern Platz auf dem Rücksitz ist.
Ein Warndreieck muss mitgeführt werden.
Das Tragen von fluoreszierenden Warnwesten ist für Autofahrer Pflicht, wenn sie ihr Fahrzeug außerhalb von geschlossenen Ortschaften verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten - was bei Panne oder Unfall der Fall ist.
Promillegrenze: Wer mit 0,5 ‰ und mehr am Steuer erwischt wird, ist seinen Führerschein für mindestens 6 Stunden los.
Schienenfahrzeuge und Autobusse des öffentlichen Verkehrs haben immer Vorfahrt.
Auf Autobahnen und Auffahrten sind Anhalter nicht zugelassen.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 30 km/h oder 50 km/h,
Landstraßen: 90 km/h,
Autobahnen: 120 km/h.

Stadtverkehr

Alle größeren Städte haben ein dichtes Nahverkehrsnetz. In Brüssel und Antwerpen gibt es Straßenbahnen und U-Bahnen, Busse und Taxis; Buslinien und/oder Straßenbahnlinien in allen anderen Städten. Einheitstarif, preisgünstig sind die Sammelfahrscheine (5 oder 10 Fahrten). Darüber hinaus gibt es Tages- und Touristenkarten.
In Brüssel ist der Eingang jeder Metro-Station mit einem weißen M auf blauem Grund gekennzeichnet. Die Fahrkarte muss bei Betreten des zahlungspflichtigen Bereichs, der durch eine rote Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, entwertet werden. Das Jumpticket erlaubt die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Brüssel. Es ist für 1, 5 und 10 Einzelfahrten erhältlich, die jeweils eine Stunde lang gültig sind.

Fahrzeiten

von Brüssel zu den wichtigsten Großstädten Belgiens und der Nachbarstaaten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Flugzeug Bahn Pkw/Bus
Arlon - 2.20 3.00
Antwerpen - 0.45 0.40
Brügge/Brugge - 1.00 1.00
Gent - 0.30 0.50
Liège/Luik/Lütt. - 1.20 1.10
Ostende - 1.10 1.20
Namur - 1.00 1.00
Paris 0.50 1.20 -
Amsterdam 0.40 3.00 -
Rom 2.00 20.00 -
Köln - 3.00 -
London 0.55 2.30 -

Reiseverkehr - International

Flugzeug

SN Brussels Airlines (SN) (Internet: www.flysn.com) fliegt ab Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Wien, Genf, Basel und Zürich. Brüssel wird von allen großen Fluggesellschaften, u.a. auch von der Lufthansa (LH), Germanwings (4U) und Austrian (OS) angeflogen.

Internationale Flughäfen

Brüssel Flughafen (BRU). (www.brusselsairport.be) 12 km nordöstlich von Brüssel. Tel:

(02) 753 77 53.

.

Schiff

Antwerpen ist einer der größten Handelshäfen Europas. Der Passagier-Fährverkehr erfolgt hauptsächlich von Oostende oder Zeebrügge aber auch von Dunkerque. Von Großbritannien aus bietet P&O Ferries (Internet: www.poferries.com) Verbindungen zwischen Hull und Zeebrügge (Fahrzeit zw. 10 Std. und 12 Std. 30 Min.).

Bahn

Die Nationalgesellschaft der Belgischen Eisenbahnen (SNCB) (Internet: www.b-rail.be) bietet gute Verbindungen in viele größeren europäischen Städte, Belgien ist an das EC-Netz angeschlossen.

Der ICE International fährt dreimal täglich ab Frankfurt/a.M. nach Brüssel. Dazu braucht er weniger als 4 Stunden. Der EC Jacques Brel fährt auf der Strecke Paris - Brüssel - Liège (Luik/Lüttich) - Verviers - Aachen - Köln. Verbindungen auch über Luxemburg, Straßburg und Basel.

Die Hochgeschwindigkeitszüge der Bahngesellschaft Thalys (Internet: www.thalys.com) verbinden Brüssel u.a. mit Amsterdam, Köln und Paris. Der Thalys, der mehrmals täglich von Köln, Aachen und Düsseldorf abfährt, benötigt für die Strecke Köln-Brüssel 1 Std 45 Min. Auskünfte über Fahrpläne, Streckenführung und Bahnpässe erteilen die belgischen Eisenbahnen (Tel: (02) 528 28 28). Der Thalys ist reservierungspflichtig.

Weitere Hochgeschwindigkeitszüge (Trains à Grande Vitesse oder TGV) verkehren zwischen Belgien und der Schweiz. TGV-Züge, für die Reservierung im Voraus erforderlich ist, fahren von Brüssel u.a. nach Bern, Genf und Zürich. Der ICE verbindet mehrmals täglich Wien, Linz, Salzburg und Innsbruck mit Brüssel.

Der Schnellzug Eurostar (Internet: www.eurostar.com) verkehrt mehr als zehnmal täglich zwischen Brüssel (Midi/Zuid) und London St. Pancras durch den Kanaltunnel (Fahrzeit insgesamt 1 Std. 50 Min.). Auskünfte erteilt u.a. die Deutsche Bahn.

Railpässe:
InterRail-Pässe (Internet: http://deutsch.interrailnet.com/) gelten auch in Belgien.Kinder (4-11 Jahre), Jugendliche (12-25 Jahre) und Erwachsene (ab 26 Jahren), die seit wenigstens 6 Monaten einen festen Wohnsitz in Europa, der GUS oder der Türkei haben, können InterRail nutzen.

Der InterRail Ein-Land-Pass ist erhältlich für Reisen in knapp 30 europäischen Ländern einschließlich Mazedonien und der Türkei und ist gültig an wahlweise 3, 4, 6, 8 Tagen innerhalb 1 Monats in einem Land. Kinder von 4-11 Jahren fahren zum halben Erwachsenen-Preis.

Der InterRail Global-Pass ermöglicht Reisen durch mehrere Länder und wird mit unterschiedlichen Gültigkeitsdauern angeboten. Es können entweder 5 Tage aus 10 Tagen Gesamtgültigkeit oder 10 aus 22 gewählt werden. Möglich ist auch eine kontinuierliche Zeitdauer von 22 Tagen oder von 1 Monat.

Bus/Pkw

Ausgezeichnete Straßenverbindungen in alle Nachbarstaaten. Fernbus: Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com) fahren von und nach Belgien. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der belgischen Eurolines-Generalvertretung (Eurolines Belgie, Adresse: Gare du Nord, 1000 Brüssel. Tel: (++32) (02) 274 13 50) oder den Eurolines-Vertretungen in:

Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 790 35 01. Internet: www.deutsche-touring.com);

Österreich (Eurolines Austria - Blaguss Reisen GmbH, Adresse: Erdbergstraße 200 A, 1030 Wien. Tel: (++43) (01) 798 29 00. Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php) und der

Schweiz (Alsa + Eggmann, Tel: (++41) (022) 716 91 10. Internet: www.alsa-eggmann.ch).

Anmerkung (Bus/Pkw)

Kanaltunnel: Le Shuttle-Autoverladezüge (Internet: www.eurotunnel.co.uk) verkehren mehrmals täglich durch den Kanaltunnel zwischen Calais (Frankreich) und Folkestone (Großbritannien). Alle Fahrzeugtypen, von Motorrädern über Campingmobile bis zu Lastwagen, können transportiert werden (Fahrzeit ca. 35 Min.).

Kommunikation

Telefon

Die Ländervorwahl ist 0032. Es gibt zahlreiche öffentliche Münz- und Kartentelefone. Die Telefonkarte Telecard ist in Postämtern, Bahnhöfen und bei Zeitungskiosken erhältlich.

Mobiltelefon

GSM 900 und 1800. Zu den Netzanbietern zählen Base NV/SA (Internet: www.base.be), Mobistar (Internet: www.mobistar.be) und Proximus (Internet: www.proximus.be). Es bestehen zahlreiche Roaming-Abkommen mit anderen europäischen Anbietern.  Die Netzabdeckung ist hervorragend.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum Eurotarif nutzbar. Kunden aller europäischen Mobilfunknetzbetreiber führen automatisch alle Telefonate im und aus dem EU-Ausland zum Eurotarif. Für andere Mobilfunkdienste wie SMS, MMS und Datenübertragungen gilt der Eurotarif hingegen nicht.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter ist Proximus (Internet: www.proximus.be). Internetcafés werden immer weniger. Schnellrestaurants wie McDonalds bieten in den größeren Städten kostenlosen Zugang zum Internet via W-iFi. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. auch die kostenpflichtigen Goodspeed-Wi-Fi-Hotspots (Internet: goodspeed.io/de).

POST- UND FERNMELDEWESEN

Der Postverkehr innerhalb Europas ist schnell und zuverlässig, Briefe in andere westeuropäische Länder sind 1-3 Tage unterwegs. An Postämter der größeren Städte kann man postlagernd schreiben. Briefmarken gibt es in Postämtern, Tabakläden und in vielen Geschäften, die Karten verkaufen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr; am Wochenende unterschiedlich. In Ferienregionen gelten ebenfalls häufig andere Bestimmungen.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Die Küste

Die belgische Küste erstreckt sich auf 69 km von Knokke an der holländischen Grenze bis nach De Panne an der Grenze zu Frankreich. Im Sommer verbringen hier viele Belgier ihre Ferien. Windschutz und Strandkabinen werden von Hotels, Verleihfirmen und Privatvermietern zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Kurtaxe. Man kann sich mit Segeln, Reiten, Rudern, Sandsegeln, Angeln, Golf und Tennis die Zeit vertreiben. Die Strandpromenade ist für den Verkehr gesperrt. Der Strand ist meist flach und feinsandig mit langsamem Tidenhub und daher auch geeignet für kleine Kinder. Nacktbaden ist verboten.

Strände

De Panne (für Naturfreunde, langer Strand, besitzt die schönsten Dünen der Nordseeküste, Naturschutzgebiete), Koksijde und Sint Idesbald (ruhige Familienbadeorte), Oostduinkerke (Ruhe und Natur), Nieuwpoort (modern), Westende (Stille und Natur, ideal für Familienurlaub) und Lombardsijde, Middelkerke (breites Freizeitangebot, gemütlich und kinderfreundlich), Ostende (abwechslungsreich und international), Bredene (herrliche Dünenlandschaft, für Naturliebhaber, guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Ostende und Brügge), De Haan (seit dem 19. Jahrhundert schon ein Badeort, Belle-Epoque-Character, schön für Wanderer und Radfahrer), Wenduine (Kinderparadies), Blankenberge (belebt und beliebt, 3 km langer Strand, ideal für Familienurlaub), Zeebrügge (belebter Fährhafen unweit von Brügge, hier legen Fähren aus England an) und Knokke-Heist (zwei Badeorte, Knokke ist schick-mondän, Heist eher gemütlich-ruhig).
Ruhige Strände
Zeebrügge, Oostduinkerke, Westende, Koksijde, Sint Idesbald, Heist.

Einleitung

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Belgien teilt sich in die Regionen Flandern (Internet: www.visitflanders.com), Wallonien (Internet: www.belgien-tourismus.net) und Brüssel-Hauptstadt. In den flämischen Landesteil fällt die belgische Küstenlinie von Knokke-Heist nach De Panne. In Flandern liegen auch die so genannten Kunststädte, zu denen u.a. Brügge (Bruges), Antwerpen (Anvers), Gent (Gand), Mechelen (Malines) und Löwen (Louvain/Leuven) zählen. In Wallonien beginnt der französischsprachige Teil des Landes. Zu den größeren Städten gehören Namur (Namen), Lüttich (Liège/Luik), Tournai (Doornik) und Charleroi. Auch die Ardennen liegen im wallonischen Landesteil. Brüssel ist gleichzeitig ein aus 19 Gemeinden bestehender Großraum und damit eine autonome Provinz (Brüssel-Hauptstadt) und die Hauptstadt des Königreich Belgiens.

Brüssel

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Brüssel/Brussel/Bruxelles (Internet: www.brussel.be) ist nicht nur die Hauptstadt des Königreichs Belgien, sondern auch der Sitz einiger der wichtigsten Institutionen der Europäischen Union. In Brüssel treten die Ausschüsse zusammen, hier tagt das Europäische Parlament und der Rat der EU sowie die EU-Kommission, der Wirtschafts- und Sozialausschuss und der Ausschuss der Regionen. Auch die NATO hat ihren Hauptsitz in Brüssel und über 120 internationale und nationale politische, kulturelle und wirtschaftliche Organisationen sind mit Büros und ständigen Niederlassungen in der Stadt vertreten. Der Einfluss unzähliger Diplomaten und Abgeordneten trägt dazu bei, dass neben den offiziellen Sprachen Französisch und Flämisch ein Drittel der Bevölkerung auch Englisch spricht. Der atemberaubende Grand’ Place (auf Flämisch: ’Grote Markt’), ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist seit dem Mittelalter das unbestrittene Prunkstück der Brüsseler Altstadt. Hier steht das riesige gotische Hôtel de Ville (Rathaus), das aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt. Der 97 m hohe Rathausturm wird von einem Bild des Hl. Michael, dem Schutzheiligen von Brüssel, gekrönt. Gegenüber dem Rathaus liegt das beinahe ebenso beeindruckende Maison du Roi, in dem heute das Musée de la Ville de Bruxelles (Stadtmuseum) untergebracht ist. Um den Grand’ Place herum stehen reich geschmückte, mittelalterliche Zünfthäuser, in der Nummer 10 befindet sich immer noch die Brauereizunft. An Sonntagen findet ein großer Blumenmarkt auf dem Grand’ Place statt.

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Der Grand’ Place ist von kleinen, kopfsteingepflasterten Sträßchen umgeben, in denen sich ein Restaurant und Café an das andere reiht. Die elegante Galéries Royales St. Hubert mit ihren traditionellen belgischen Geschäften, Cafés und drei Theatern, wurde 1846 gebaut und ist eine der ältesten überdachten Einkaufspassagen in Europa. In dieser Richtung gelangt man weiter zur Ilot Sacré, einem Gewirr malerischer Gassen nordöstlich des Grand’ Place und dem kulinarischen Zentrum der Stadt. Hier liegen die Rue Chair et Pain (Fleisch- und Brotstraße), die Rue Marché aux Poulets (Hühnermarkt-Straße), die Rue des Harengs (Heringsstraße) und die Impasse du Potage (Suppengasse). In der Rue des Bouchers, die eigentlich mit ’Schlachterstraße’ übersetzt wird, gibt es ausgezeichnete Fischrestaurants und -geschäfte. Nicht weit vom Grand’ Place entfernt steht auch die berühmte Statue des Manneken Pis (Pinkelnder Knabe), die aus dem Jahr 1619 stammt und als Symbol des unbeugsamen Geistes der Brüsseler gilt. Die umfangreiche Kostümsammlung des Manneken Pis, die ihm über die Jahrzehnte von verschiedenen Verehrern geschenkt wurde, kann im Stadtmuseum am Grand’ Place bewundert werden.
In Brüssel gibt es unzählige Museen. Zu den originellsten zählen das Musée du Cacao et du Chocolat (Kakao- und Schokoladenmuseum), das Centre Belge de la Bande Dessinée (Belgisches Comic-Museum), das besonders für Fans der Comicserie ’Tim und Struppi’ ein absolutes Muss ist, und das Brauereimuseum in der Maison des Brasseurs auf dem Grand’ Place. Auch die Kunstmuseen der Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique sollten unbedingt besichtigt werden. Zu den Museen dieser Gruppe gehören das Musée d’Art Ancien mit Skulpturen, Zeichnungen und Gemälde des 15.-18. Jahrhunderts und das Musée d’Art Moderne, das die Sammlungen der Musées Royaux mit Kunstwerken des 18.-20. Jahrhunderts thematisch weiterführt. Diesem Museum angeschlossen sind auch das Musée Constantin Meunier und das Musée Antoine Wiertz.

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Äußerst sehenswert ist auch der Mont des Arts, ein Park und Kulturforum, der die Ober- mit der Unterstadt verbindet, und der elegante Palais du Roi, der im Stil Ludwigs XVI. zwischen 1774 und 1780 erbaut wurde. Im Königsviertel in der Oberstadt steht auch die St. Gudule und St. Michaels-Kathedrale, deren Bau im 13. Jahrhundert begann und erst im 15. Jahrhundert fertig gestellt wurde. Um den in den 1870er-Jahren formell angelegten Parc de Bruxelles im Königsviertel herum stehen einige der opulentesten Gebäude in Brüssel. An der nördlichen Seite liegt der Nationenpalast mit dem flämischen Parlament, gegenüber befindet sich der imposante Palais Royal, der im 19. Jahrhundert von König Wilhelm I. gebaut und später von Léopold II. erweitert wurde. Am südöstlichen Ende liegt der Palais des Académies (Palast der schönen Künste). Über den Königsplatz gelangt man zu dem Musée d’Art Ancien und dem Musée d’Art Moderne.
Der Place de Grand Sablon im Antikviertel ist einer der elegantesten Plätze in Brüssel. Hier steht die spätgotische Kathedrale Notre-Dame du Sablon aus dem 15./16. Jahrhundert. Der nahe gelegene Petit Sablon ist ein hübscher Platz mit gotischen Säulen, auf denen 48 kleine Bronzestatuen stehen, die die mittelalterlichen Zünfte Brüssels darstellen. In den kleinen Sträßchen um Grand und Petit Sablon herum gibt es besonders viele Antiquitätengeschäfte, Kunstgalerien und kleine Cafés. Nicht weit von Notre-Dame du Sablon findet sonntags ein Antiquitätenmarkt statt. In Richtung des eleganten Boulevard de Waterloo mit seinen chicen Boutiquen liegt auch das Quartier de Marolles, ein volkstümliches Brüsseler Stadtviertel, das von dem majestätischen Palais de Justice (Justizpalast) aus dem 19. Jahrhundert überragt wird. Von der Terasse des Justizpalastes hat man einen wundervollen Blick auf die Stadt.
Im Marollenviertel findet täglich auf der Place du Jeu de Balle ein kunterbunter Flohmarkt statt. Die eleganten Wohnhäuser (Ende 19. Jahrhundert) des Brüsseler Architekten Victor Horta im Stadtteil Saint Gilles sind Meisterwerke des belgischen Jugendstils. Das Europaviertel mit seinen nüchternen Hochhäusern und Anlagen liegt zwischen dem Parc de Bruxelles und dem Parc de Cinquantenaire. Der Sitz der Europäischen Kommission und des Europäischen Ministerrats befindet sich am Schumanplatz. In der Nähe liegt auch das Königliche Museum für Kunst und Geschichte und das Streitkräftemuseum. Das Atomium (Internet: www.atomium.be), ein Wahrzeichen Brüssels, steht auf der Esplanade de Heysel im nördlichen Stadtteil Laeken. Das Atomium stellt ein milliardenfach vergrößertes Eisenkristallmolekül dar. Es wurde für die Weltausstellung 1958 gebaut und 2005 renoviert. Um die Eisenstruktur herum befindet sich der Ausstellungspark, in dem große Jahrmärkte veranstaltet werden, und das König-Baudoin-Stadion. In Laeken, am Stadtrand, steht auch das Stadtschloss der königlichen Familie. Der staatliche botanische Garten, das Schlachtfeld von Waterloo (18 km südlich von Brüssel) und der Wald von Soignes sind ebenfalls beliebte Ausflugsziele.

Antwerpen

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Das an der Schelde gelegene Antwerpen/Anvers (Internet: www.visitantwerpen.be) war im Spätmittelalter eine der einflussreichsten Städte Europas. Das Zentrum der Stadt ist der Grote Markt (Großer Marktplatz) mit dem Brabo-Brunnen und dem prächtigen Rathaus, das eine ganze Platzseite für sich einnimmt und Mitte des 16. Jahrhunderts von Cornelius de Vriedt im flämisch-italienischen Renaissance-Stil erbaut wurde. Entlang der anderen Seiten des Grote Markt stehen elegante Zunfthäuser wie De Oude Waag (Haus der Tuchmacher) von 1644 und das Rodenborg (Haus der Gerber). Wenige Minuten vom Rathaus entfernt führen verwinkelte Altstadtgassen zum spätgotischen Vleeshuis (Alte Fleischerhalle), das Anfang des 16. Jahrhunderts im Specklagenstil (Schichten aus rotem Backstein und weißem Sandstein) errichtet wurde. Hier ist heute das Stadtmuseum untergebracht.
Die aus Sandstein erbaute Onze-Lieve-Vrouw-Kathedraal (Liebfrauen-Kathedrale) mit ihrem 123 m hohen Turm ist die größte gotische Kirche im flämischsprachigen Raum und steht am Handschoenmarkt. Die Kathedrale wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert aus hellem Sandstein erbaut, in den Innenräumen sind mehrere Gemälde von Rubens zu bewundern. Unter anderem befinden sich hier die Kreuzaufrichtung und die Kreuzabnahme. Eine Statue von Peter Paul Rubens steht auf dem Groenplaats (Grünplatz).
In Het Steen, einer alten Burg aus dem 9. Jahrhundert, die an der Schelde steht, ist heute das Nationale Schifffahrtsmuseum untergebracht. Interessant ist auch das berühmte Plantin-Moretus-Museum am Vrijdagmarkt (Freitagsmarkt), das im 16. Jahrhundert Werkstatt und Wohnhaus des Humanisten und Verlegers Christoffel Plantijn war. Man kann Austellungsstücke zur Geschichte der Buchdruckkunst vom 15. bis 18. Jahrhundert besichtigen, u.a. sind hier historische Druckerpressen und frühe Exemplare der Buchdruckkunst ausgestellt. Das Museum für Zeitgenössische Kunst (MUHKA) besitzt eine große Sammlung überwiegend belgischer Kunst von den 1970er-Jahren bis heute. Im Königlichen Museum der Schönen Künste im Süden der Stadt findet der Besucher umfangreiche Sammlungen der Werke älterer Maler. Selbstverständlich sind auch Werke von Van Dyck, Bruegel, Tizian, Lucas Cranach und natürlich Rubens vertreten. In Antwerpen gibt es jedoch auch ausgefallenere Museen, wie z.B. das Frietkotmuseum (Pommesmuseum). Hier erfährt man alles über die berühmten belgischen frites.

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Das prächtige Rubens-Haus (frühes 17. Jahrhundert) mit Renaissance-Garten zeigt Gemälde des Künstlers und seiner Werkstatt. Rubensgemälde sind auch in der spätgotischen St. Jacobskirche (15./16. Jahrhundert), in der Rubens begraben wurde, der St. Pauluskirche (1571-1680) im Norden der Stadt und dem Rockox-Haus (17. Jahrhundert) zu sehen.
Antwerpen ist jedoch nicht nur die Stadt Peter Paul Rubens und Van Dycks, sondern auch eine weltbekannte Diamantenstadt. Schon im Mittelalter spielte die Stadt eine wichtige Rolle im internationalen Diamantenhandel und heute wird hier rund die Hälfte der Weltproduktion an geschliffenen Diamanten produziert. Das so genannte Diamantenviertel mit seinen unzähligen Diamantenfirmen, -schleifern, Schmuckgeschäften und Diamantenbörsen liegt nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Im Herzen dieses Viertels befindet sich auch das bekannte Diamantmuseum Provincie Antwerpen.
Auch in der internationalen und europäischen Modeszene steht Antwerpen ganz vorne. In den letzten Jahren hat sich die Stadt zu einem wahren europäischen Modezentrum entwickelt. Dries van Noten, Ann Dermeulemeester und Marina Yee sind nur einige Absolventen der Antwerpener Modeakademie, die sich als berühmte Designer einen Namen gemacht haben. Die Modeszene ist in der Gegend um die Nationalestraat angesiedelt. Hier steht auch das ModeNatie, ein großes Gebäude, in dem sich das Flanders Fashion Institute, das Modemuseum und die Modeakademie befinden.

Brügge

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Brügge/Bruges (Internet: www.brugge.be) war schon im 11. Jahrhundert durch seinen Nordseezugang ein bekanntes Zentrum von Märkten und Handel. Im 13./14. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt dann durch den Handel mit Pelzen, Gewürzen, Gold und besonders dem Tuchhandel zu einem der bekanntesten europäischen Handelszentren. Das weltweit erste Börsengebäude befand sich in dem Haus der Brüggener Kaufmannsfamilie Van der Beurse. Im 15. Jahrhundert geriet Brügge unter burgundische Herrschaft. Die burgundischen Herzöge verhalfen der Stadt zu einem zuvor unerreichten Wohlstand. Bankenwesen, Kunst und Kultur erlebten ihre Blütezeit. Aus der burgundischen Zeit sind noch viele Kunstschätze erhalten geblieben, zu diesen zählen das riesige Rathaus, viele Bürger- und Patrizierhäuser und Kirchen. Mit dem Abzug des burgundischen Hofes am Ende des 15. Jahrhunderts und der fortschreitenden Versandung des Küstengebiets wurde Brügge für Handelsschiffe unerreichbar und ein langsamer wirtschaftlicher Verfall setzte ein. Brügge verlor seine Position als führende flämische Seehandelsstadt an Antwerpen, was dazu führte, dass die Stadt in den darauf folgenden Jahrhunderten zunehmend verarmte. Kriege und Besatzungen taten ihr Übriges. Auch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert hatte keine größeren positiven Auswirkungen auf die Stadt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts erlangte Brügge jedoch zunehmend wieder den Status einer Kunststadt. Heute ist Brügge eine der meistbesuchtesten Städte in Europa und wurde 2002 als europäische Kulturhauptstadt ausgezeichnet. Das mittelalterliche Stadtbild ist beinahe vollständig erhalten geblieben, unzählige Kanäle (Grachten) führen entlang kopfsteingepflasterter Straßen und ruhiger Plätze. Das historische Stadtzentrum ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Am besten lässt sich die Stadt zu Fuss, bei einer Stadtrundfahrt mit der Kutsche oder einer romantischen Grachtenfahrt erkunden.

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Mittelpunkt der Stadt ist der Grote Markt mit dem nahe gelegenen Belfried. Im Turm des Belfrieds führen 366 Stufen zur ehemaligen Schatzkammer, die jetzt ein Museum ist, und weiter hinauf zum Glockenspiel. Von der Turmspitze hat man einen herrlichen Rundblick auf Brügge und teilweise bis ins wunderschöne Polderland. Der Markt wird von prächtigen Gebäuden eingerahmt. Der Provinzialhof an der Ostseite des Hofes wurde Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut. An der Südseite steht eine Handelshalle aus dem 13. Jahrhundert. Über die Breidelstraße gelangt man zum beeindruckenden Rathaus. Das Rathaus wurde von 1376-1420 erbaut und gilt als eines der schönsten und ältesten Rathäuser im Lande. Im Inneren befindet sich der Gotische Saal, in dem man eine Eichendecke von 1402 bewundern kann. Die Heilig-Blut-Basilika nebenan besteht aus zwei übereinander gebauten Gebetsstätten. Die unten liegende St. Baseliuskapelle wurde Mitte des 12. Jahrhundert gebaut, über ihr liegt die eigentliche gotische Heilig-Blut-Kapelle, die den berühmten Reliquienschrein des Heiligen Blutes beherbergt. Jährlich findet eine feierliche Heilig-Blut-Prozession an Christi Himmelfahrt statt. Am Dijver entlang des Kanals liegen drei interessante Museen. Im Groeninge-Museum sind flämische, holländische und belgische Gemälde des 15. bis 20. Jahrhundert ausgestellt. Besonders sehenswert ist die weltberühmte Sammlung der Alten Meister oder ’Flämischen Primitiven’, wo u.a. Gemälde von Jan van Eyck und Hans Memling zu bewundern sind. Das Gruuthusemuseum ist in einem alten Stadtpalast aus dem 15. Jahrhundert untergebracht. Möbelstücke, Hausrat, Silberwaren, Spitzen, Waffen, Musikinstrumente und Wandteppiche bieten einen faszinierenden Einblick in das Leben des Bürgertums einer längst vergangenen Epoche. Im Brangwynmuseum/Arentshuis, das sich in einem eleganten Haus aus dem 18. Jahrhundert befindet, sind Gemälde und Kunstwerke des Brüggener Künstlers Frank Brangwyn zu sehen. Man kann auch historische Stadtansichten und eine Auswahl der schönsten Spitzen Brügges bewundern.

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In der Liebfrauenkirche (13.-15. Jahrhundert) mit ihrem 122 m hohen Turm befindet sich ein berühmtes Madonnenbild von Michelangelo. An der Mariastraat liegt auch das Sint Jans-Spital (12. Jahrhundert), eines der besterhaltensten mittelalterlichen Krankenhäuser in Europa. Die Möbel und Gegenstände in den Krankenhaussälen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die alte Krankenhausapotheke war bis vor etwa 20 Jahren noch in Betrieb. Im Sint-Jans-Spital ist auch das Memlingsmuseum untergebracht, in dem sechs Gemälde des flämischen Malers Hans Memling ausgestellt sind. Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Brügge ist der wunderschöne Beginenhof am Minnewater. Die Beginenbewegung fand ihren Ursprung im 12. Jahrhundert als religiöser Frauenbund in Abgrenzung zu den damals existierenden Nonnenklöstern. Beginenhöfe waren zumeist geschlossene Anlagen mit Wohnhäusern, Konvent, Kapelle und Nebengebäuden. Die flämischen Beginenhöfe wurden, ebenso wie 30 Belfriede in Flandern und Wallonien, zu UNESCO-Weltkulturstätten ernannt. Typische Beginenhöfe findet man in mehren flämischen Städten wie Liers, Gent und Diest, in Wallonien sind dagegen meist nur noch Spuren der ehemaligen Anlagen vorhanden. Der Beginenhof in Brügge wurde 1245 erbaut und wird nun von Benediktinerinnen bewohnt. Man kann die Beginenhofkirche, einen großen Innengarten und im Frühling eine Fülle an Narzissen und Krokussen bewundern.

Gent

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Gent/Gand (Internet: www.gent.be) wurde im 7. Jahrhundert nahe der St. Baafsabtei gegründet, deren Ruinen noch heute zu sehen sind. Die Stadt kann auf eine stolze Vergangenheit zurückblicken: Geburtsort von Kaiser Karl V., Hauptstadt der alten Grafschaft Flandern und im Mittelalter bedeutendes Zentrum des Tuchhandels, bedingt durch die strategisch günstige Position am Zusammenfluss von Schelde und Leie. Heute besitzt Gent die meisten denkmalgeschützten Gebäude in ganz Belgien. Sehenswert ist die wunderschöne Kathedrale St. Baaf mit ihrer romanischen Krypta und dem weltbekannten Genter Altar (1432) der Brüder van Eyck. Die verspielt barocke Orgel ist die größte ihrer Art in den Beneluxländern. Nicht weit von der Kathedrale steht das Stadhuis (Rathaus), eine interessante Symbiose aus Spätgotik und Renaissance. Hier wurde 1567 das Genter Friedensabkommen, das den Religionsfrieden zwischen Katholiken und Protestanten festlegte, unterzeichnet.

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In der Cataloniëstraat liegt die St. Nikolaus-Kirche, die zwischen dem 13. und 15 Jahrhundert gebaut wurde und ein beeindruckendes Beispiel der so genannten Schelder Gotik ist. Von der St. Michaels-Brücke aus hat man einen schönen Blick auf drei berühmte Genter Türme, den Turm der St. Nikolaus-Kirche, den wuchtigen Belfried (wie alle belgischen Belfriede ein UNESCO-Weltkulturerbe) aus dem 14. Jahrhundert und den Turm der St. Baafs-Kathedrale.
Die imposante Burg s’Gravensteen wurde 1180 von Graf Phillip gebaut. Ursprünglich lag die Burg außerhalb des mittelalterlichen Gent bis sich im 13. Jahrhundert die Stadt zunehmend ausdehnte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der Restaurierung der Burg begonnen. Die jetzige Burgansicht ist eine romantische Interpretation des mittelalterlichen s’Gravensteen. In der Burg kann man auch das Foltermuseum besichtigen.
Schöne Gebäude im Stadtzentrum sind die Tuchhalle (15. Jahrhundert) am Botermarkt, das mittelalterliche Schloss Geraard de Duivelsteen und der prächtige d’Hanesteenhyse-Palais. Im Stadtviertel Patershol, das in der Nähe von s’Gravensteen liegt, kann man schön entlang der mittelalterlichen Straßen spazieren. Die Gegend ist auch für ihre exzellenten Restaurants bekannt.
Ruhe und Frieden findet man in den drei Beginenhöfen in der Stadt. Wie alle Beginenhofanlagen in Flandern sind auch die Genter Beginenhöfe ein UNESCO-Weltkulturerbe.

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Unter den 19 Genter Museen ist besonders das Museum der Schönen Künste (flämische Meister) interessant. Sehenswert ist auch das Museum voor Sierkunsten (Kunstgewerbemuseum) mit Werken des bekannten belgischen Jugendstil-Designers Henry Van de Velde. Das neueste Museum in Gent ist das S.M.A.K (Museum für aktuelle Kunst). Hier sind moderne belgische und internationale Künstler ausgestellt. Joseph Beuys und Anselm Kiefer sind ebenso vertreten wie Roger Raveel und Ilja Kabakov.
Der Blumenmarkt am Kouter am Sonntagmorgen ist ein Geheimtipp. Die meisten Kanäle, die die Genter Innenstadt durchziehen, führen zu der Graslei, an der sich früher der Hafen von Gent befand. Hier stehen wunderschöne, mittelalterliche Zunfthäuser, deren reich verzierten Fassaden verschiedene architektonische Stilperioden widerspiegeln, wie z.B. die gotischen Treppengiebelhäuser der Kornmesser-Gilde oder die Zunft der Freien Schiffer. Auch am Korenlei-Kai stehen wunderschöne Zunfthäuser. Alte Gildehäuser schmücken auch den Vrijdagmarkt (Freitagsmarkt), einen großen Platz in der Stadtmitte.

Historische Städte

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Ostende, Damme, Brügge und Veurne.

Kriegsschauplätze

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Ypres (Ieper) ist als einer der Hauptschauplätze des 1. Weltkrieges in die Geschichte eingegangen. Die Schlachtfelder von Passendale, Ypres und der Somme können besucht werden. Zahlreiche Gedenkstätten und Museen erinnern an die Kämpfe und die Opfer beider Weltkriege.

Wallonien und die Ardennen

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Diese Region ist für ihre Seen, Flüsse, Wälder und Höhlen bekannt; ebenso für gute Küche. Die Maas/Meuse fließt durch viele malerische Urlaubsorte: Annevoie mit seiner imposanten Burg und den herrlichen Gärten, Godinne und Profondeville (gute Wassersportmöglichkeiten), Namur/Namen (Kathedrale, Zitadelle, viele Museen) und Liwith (Kirchen, Museen). Der Semois durchfließt das geschäftige Arlon und die Kleinstadt Florenville. Ganz in der Nähe liegen die Ruinen der Abtei Orval und Bouillon mit seiner hoch über der Stadt gelegenen Festung. Das Amblève-Tal ist eines der eindrucksvollsten der Ardennen und die Höhlen im Fond de Quarreux ziehen jährlich viele Touristen an. Interessant ist ein Ausflug zur Marveilleuse-Grotte bei Dinant und zur Höhle bei Remouchamps. Auch ein Abstecher zu den prähistorischen Höhlen bei Spy, Rochefort, Hotton und Han-sur-Lesse (unterirdischer See) lohnt sich. Die Urgeschichte des Menschen wird in Couvin lebendig. In einer der Höhlen ist ein Museum der Frühgeschichte untergebracht. Die sieben Höhlen von Goyet bei Gesves sind eine der bedeutendsten prähistorischen Siedlungen Europas und bilden ein einzigartiges unterirdisches Museum. Anschaulich wird gezeigt, wie der Alltag der Menschen von Neandertal und Cromagnon aussah. Saint-Hubert bietet interessante Museen, eine beeindruckende Basilika (Barockfassade, gotisches Interieur) und einen nahe gelegenen Wildpark mit Wanderwegen. Sehenswert in La Roche-en-Ardenne sind vor allem die Ruinen einer Schlossanlage der fränkischen Könige. Fundstücke deuten darauf hin, dass hier schon in der Jungsteinzeit Menschen lebten. Auf der Ourthe sind Kajakfahrten und Rafting beliebt.

Lüttich

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Lüttich/Liège/Luik (Internet: www.liege.be) ist eine Industriestadt an der Meuse (Maas) und Verkehrsknotenpunkt. Viele historische Gebäude erinnern an die bewegte tausendjährige Geschichte. Die Abteikirche St. Jakob und die romanische St. Bartholomäus-Kirche, die St. Pauls-Kathedrale, deren Grundstein im 10. Jahrhundert gelegt wurde, das Rathaus (18. Jh.) und der St. Lambert-Platz mit dem Perron-Brunnen gehören zu den Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert sind außerdem das Curtius-Museum (Münz- und Porzellansammlung, Möbel) und das Museum für moderne Kunst, in dem u.a. Werke von Corot, Monet, Picasso, Gauguin und Chagall zu sehen sind.

Tournai

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Tournai/Doornik (Internet: www.tournai.be) wurde in gallisch-römischer Zeit gegründet und ist eine der ältesten Städte des Landes. Wie viele belgische Städte wurde auch Tournai in beiden Weltkriegen zerstört. Einige bedeutende Bauwerke blieben jedoch unbeschädigt, andere wurden sorgfältig restauriert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von Notre Dame (12. Jh.), der Glockenturm, die Pont de Trous über die Schelde, die einen Teil der alten Stadtbefestigung bildete, das Museum der Schönen Künste und die eindrucksvolle Burg von Antoing, deren älteste Teile aus dem 5. Jahrhundert stammen. Auf dem Gelände des Château Beloeil, 28 km außerhalb der Stadt, liegt Minibel. Hier kann man das Brüsseler Rathaus, das Grand Palais, den Glockenturm von Brügge, die Coo-Wasserfälle und viele andere belgische Sehenswürdigkeiten im Kleinformat bewundern.

Land & Leute

Essen & Trinken

In der belgischen Küche, die viel mit der französischen gemein hat, bereitet man besonders gern Wild und Meeresfrüchte zu. Man verwendet reichlich Butter, Sahne, Wein und Bier. Belgische Schokolade, Butterwaffeln und Pommes Frites, vorzugsweise mit Mayonnaise serviert, sind berühmt. Aus den Ardennen kommen herzhafte Schinken und Würste. In den meisten Restaurants gibt es Bedienung, aber Cafés mit Selbstbedienung findet man immer häufiger.

Getränke:
Belgisches Bier ist ausgezeichnet. Es gibt über 400 Biersorten, die bekanntesten sind Lambic (aus Weizen und Gerste) und Trappist. Beliebt sind auch Biere, denen Fruchtauszüge beigemischt sind, wie z.B. Kriek (mit Kirschen). Auch der hochprozentige Duvel sollte unbedingt probiert werden.

Brauereibesuche: Belgien ist für seine Vielfalt an Bieren bekannt. Die diversen Biersorten unterscheiden sich in Farbe, Brauart und Zusätzen wie Weizen oder Früchten. Für jedes Bier gibt es ein spezielles Glas und Etikett. Sechs verschiedene Arten von Trappistenbier werden noch heute von den Mönchen nach altüberlieferten Rezepten gebraut. Folgende Trappistenbrauereien können besichtigt werden: Bières de Chimay in Bailleux (Tel: (060) 21 03 11) und Rochefortoise in Eprave (Tel: (084) 37 80 84. Fax: (084) 37 84 45). Auch andere Brauereien stehen Besuchern zur Besichtigung und Bierprobe offen.

Schokolade: Belgische Schokolade und Pralinen sind weltberühmt. Einige Schokoladenfabriken können besichtigt werden, telefonische Reservierung im Voraus ist jedoch ratsam. Das Schokolade und Kakao-Museum am Grand\' Place in Brüssel ist täglich außer montags geöffnet. Die Chocolaterie Jacques in Eupen bei Liège (Tel: (087) 592 967. Fax: (087) 592 929) kann ebenfalls besichtigt werden. Vorausbuchung für Gruppen über 20 Personen.

Gastronomie: In Belgien kommen Feinschmecker auf ihre Kosten. Das Land hat die größte pro-Kopf-Anzahl von Michelin-Sternen umgerechnet auf die Bevölkerungszahl. Eine große Auswahl ausgezeichneter Restaurants, eleganter Cafés und gemütlicher Kneipen erwartet die Besucher. Insbesondere in Brüssel und Antwerpen gibt es zahlreiche erstklassige Feinschmeckerrestaurants. Einige Spezialreiseveranstalter bieten kulinarische Reisen und Ferienkochkurse in Belgien an.

Nachtleben

Vor allem Brüssel hat ein reges Nachtleben, mit zahlreichen Restaurants. Die zehn Theater der Stadt führen Stücke in niederländischer und französischer Sprache auf.

Das Théâtre National und das Théâtre Royal des Galeries sind die großen Bühnen der Stadt.

Das Théâtre Cinq-Quarante und das Théâtre de Poche sind für experimentelles Theater bekannt.

Die zahlreichen Brüsseler Kinos, die unzähligen Diskotheken und Nachtcafés konzentrieren sich auf zwei Stadtviertel:
Port Louise im Norden und die Straßenzüge zwischen dem Place Roger und dem Place de la Bourse.
Unter den Nacht- und Jazzklubs sind Le Crazy, Chez Paul, Maxim und Le Grand Escalier die berühmtesten.
Der Jazzklub und das Bloomdido Jazz Café sind ebenfalls gut besucht.

Die Programme der einzelnen Veranstaltungsorte sowie Auskünfte über die zahlreichen Festivals findet man im wöchentlichen Veranstaltungskalender BBB Agenda, der in der Tourist-Information erhältlich ist. Auskünfte über Festivals außerhalb der Hauptstadt erteilt das Belgische Verkehrsamt.

Das bekannteste Festival ist das Flandern-Festival (Konzerte mit klassischer Musik).

Antwerpen, Leuven, Mons, Gent, Kortrijk und Namur bieten ähnliche Abendunterhaltung an. Die Wallonische Oper in Liège (Luik/Lüttich) hat einen guten Ruf, ebenso die städtischen Theaterensembles.

Einkaufstipps

Die besten Mitbringsel sind die berühmten belgischen Pralinen, Schokolade und Waffeln; Spitze aus Brügge, Brüssel und Mechelen (Malines); Diamanten und Schmuck aus Antwerpen; Keramik und handgefertigte Kupferartikel aus Dinat; Kristall aus dem Val Saint Lambert und Holzschnitzereien aus Spa. Die besten Einkaufsmöglichkeiten hat man in Brüssel, Antwerpen, Brügge, Ostende, Namur, Mons, Liège (Luik/Lüttich), Gent und Mechelen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Kaufhäuser: Mo-Sa 09.00-18.00/19.00 Uhr, Fr 09.00-21.00 Uhr. Supermärkte: Mo-Sa 09.00-18.00 Uhr, Fr 09.00- 21.00 Uhr. Außerhalb der Touristengegenden haben Geschäfte oft über die Mittagspause geschlossen.

Sport

Golf wird immer beliebter. Tennisplätze gibt es landesweit. Gute Segelmöglichkeiten an der Küste. Strandsegeln ist ebenfalls populär. Kajakfahren kann man auf der Maas, Sambre, Lesse sowie in den Ardennen und im Hohen Venn. Täglich laufen Boote aus, die Amateurfischer aufs Meer mitnehmen. Zum Angeln in den Kanälen ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die auf Postämtern ausgestellt wird. In Oostduinkerke kann man sogar Krabbenfischer zu Pferd ins Meer begleiten. Die besten Ski- und Langlaufgebiete liegen im Hohen Venn und in den Ardennen. Der Belgische Alpenklub hat in Freyr eine Bergsteigerschule. Schwimmen, Wasserski, Wandern und Reiten sind ebenfalls beliebt. Radfahren: Ein dichtes Netz von Radfahrwegen (Réseau Autonome des Voies Lentes) wurde in der Ardennen-Region geschaffen. Weitere Auskünfte erteilt die Direction Générale de l’Aménagement du Territoire, du Logement et du Patrimoine, Cellule RAVeL, 1 Rue de Brigades d’Irlande, 5100 Namur (Tel: (081) 33 25 64. Fax: (081) 33 22 73. (E-Mail: ravel@mrw.wallonie.be; Internet: ravel.wallonie.be). In Flandern gibt es ebenfalls kilometerlange, gut markierte Radfahrrouten. Fahrräder können an größeren Bahnhöfen gemietet und in vielen Zügen ohne Aufpreis transportiert werden. Zahlreiche Hotels bieten Gepäcktransportdienste für Radwanderer an. Weitere Informationen vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen). Publikumssport: Radrennen, Autorennen (Belgischer Grand Prix), Fußball, Basketball, Ringen und Pferderennen.

Veranstaltungskalender

Jan. Neujahrsschwimmen, Ostende. Jan. Bommel-Fest, Ronse. Febr. Anima: Trickfilm- und Comicfestival, Brüssel. Febr. Karneval, Binche. März Ball der toten Ratte, Oostende. März Woche der französischen Sprache, Brüssel. Apr. Internationales Festival des Fantastie-Films, Brüssel. Apr. Brüssel-Babel-Fest, Brüssel. Apr.-Mai Kurzfilm-Festival, Brüssel. Mai Gay Pride, Brüssel. Mai Umzug des Heiligen Blutes (einschließlich des traditionellen Festzuges und Musik), Brügge. Mai Jazz-Marathon, Brüssel. Jun. Fête de la Musique, Brüssel. Jun.-Jul. Couleur Café, Brüssel. Jun.-Jul. Europäisches Film Festival, Brüssel. Juli Ommegang (historische Prozession zu Ehren Kaiser Karls und seines Sohns), Brüssel. Jul. EuroGames, Antwerpen. Jul. Volksfest, Gent. Aug. Traditionelle Maibaumpflanzung, Brüssel. Aug. Eu\'ritmix: Europäisches Sommerfestival, Brüssel. Aug. Festumzug des Goldenen Baumes, Brügge. Sept. Klara Festival, Brüssel. Aug.-Sept. Bierwochenende, Brüssel. Herbst Audi Jazz-Fest, versch. Orte. Okt. Retro Festival, Brüssel. Okt. Marathon, Brüssel. Nov. Bronks-Festival, Brüssel. Nov. Weltmusik-Festival, Brügge. Dez. Weihnachtsmärkte, landesweit.

Diese Angaben stellen nur eine Auswahl dar. Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Viele Flamen sprechen mit Besuchern lieber Englisch als Französisch, auch wenn diese gute Französischkenntnisse besitzen. Wird man zum Essen eingeladen, freuen sich die Gastgeber über einen Blumenstrauß oder ein kleines Geschenk.

Rauchen
ist nicht mehr überall gestattet. In belgischen Restaurants darf nicht geraucht werden. In Cafés und Bistros ist das Rauchen jedoch erlaubt.

Trinkgeld:
16% Trinkgeld ist in der Regel bereits in allen Hotel- und Restaurantrechnungen enthalten. Friseure erwarten 20% des Rechnungsbetrages (wenn der Service nicht inbegriffen ist). Im Taxifahrpreis ist das Trinkgeld inbegriffen.

Unterkunft

Hotels

Es gibt eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Gasthäusern aller Preisklassen. Kategorien: Ein Schild am Eingang kennzeichnet Hotels, die der Belgische Fremdenverkehrsverband regelmäßig auf ihren Standard überprüft. Das Schild garantiert die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Richtlinien hinsichtlich Qualität und Ausstattung. In allen Benelux-Ländern gibt es außerdem ein weiteres System, nach dem je nach Qualität bis zu 5 Sterne vergeben werden. Die Teilnahme ist freiwillig, und es gibt durchaus erstklassige Hotels, die nicht erfasst sind.

Camping

Die meisten der 500 Campingplätze liegen an der Küste oder in den Ardennen. Adressen, Preise und Informationen sind vom Belgischen Verkehrsamt (s. Adressen) erhältlich. Die örtliche »Beherbergungssteuer« (Verblijftaks/Taxe de Sejour) ist normalerweise im Standplatzpreis inbegriffen. In der Sommersaison zahlt man an der Küste 25% Zuschlag. Mit Erlaubnis des Grundstückseigentümers oder Pächters darf man auch außerhalb der ausgewiesenen Campingplätze zelten.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich : -

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich : -

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : , Zertifikat erforderlich :

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, aber teuer.

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger.
EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall an einen niedergelassenen Arzt bzw. Zahnarzt. Die Kosten der Behandlung müssen vor Ort zunächst selbst bezahlt werden. Die Rechnung wird dann zur Kostenrückerstattung bei der Krankenkasse im Heimatland eingereicht.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Im Bedarfsfall ist die Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 100 zu erreichen.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Neujahr
21 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
29 May Christi Himmelfahrt
9 Jun Pfingstmontag
11 Jul Fest der flämischen Kulturgemeinde
21 Jul Unabhängigkeitstag
15 Aug Mariä Himmelfahrt
27 Sep Fest der frankophonen Kulturgemeinde
3 Nov Allerheiligen
11 Nov Tag des Waffenstillstandes
15 Nov Fest der deutschen Kulturgemeinde
25 Dec Weihnachten
26 Dec Weihnachten

2015
1 Jan
Neujahr
6 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
14 May Christi Himmelfahrt
25 May Pfingstmontag
11 Jul Fest der flämischen Kulturgemeinde
21 Jul Unabhängigkeitstag
15 Aug Mariä Himmelfahrt
27 Sep Fest der frankophonen Kulturgemeinde
1 Nov Allerheiligen
11 Nov Tag des Waffenstillstandes
15 Nov Fest der deutschen Kulturgemeinde
25 Dec Weihnachten
26 Dec Weihnachten

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Belgien eingeführt werden: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos oder 250 g Tabak (Personen ab 17 J.);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein (Personen ab 17 J.);
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.

Einfuhrverbot

Für lebendes Geflügel, besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Einfuhrbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Duty-free-Verkauf in der EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Warenverkehr innerhalb der EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (nur Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter Zwischenerzeugnisse (z. B. Likörwein, Wermutwein) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet. Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Kreditkarten

American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Ein ausgedehntes Netz an Geldautomaten ist mittels Kredit-Karte zugänglich. Zahlreiche Geschäfte, Boutiquen, Restaurants sowie Autovermieter usw. nehmen Kreditkarten an.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landeswährung, Einfuhr und Ausfuhr von Fremdwährungen unbegrenzt.

Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr, manche Banken haben auch samstags vormittags geöffnet.

Wechselkurse

1.00 CHF = 0.92 EUR
1.00 USD = 0.91 EUR
Wechselkurse vom 10 Januar 2016

Reisepass/Visum

Übersicht

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : 1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : 2, Rückflugticket erforderlich : Nein

Österreich

Pass erforderlich : 1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Schweiz

Pass erforderlich : 1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Deutschland

Pass erforderlich : 1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Hinweis

Belgien ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei Visumpflicht noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen in der Regel während des Aufenthalts gültig sein.
  Der Reisepass von österreichischen und Schweizer Staatsbürgern darf seit maximal 5 Jahren und von deutschen Staatsbürgern seit maximal 1 Jahr abgelaufen sein (Achtung: Die Anforderungen von Fluggesellschaften können hiervon abweichen.)

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis oder Kinderreisepass oder eigener Reisepass. Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer:
Identitätskarte oder Reisepass oder Kinderausweis für Kinder unter 15 Jahren (mit Lichtbild ab dem vollendeten 7. Lebensjahr).

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung:
Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen (EU-Bürger dürfen sich unter den folgenden Bedingungen unbefristet in Belgien aufhalten: Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder Nachweis ausreichender finanzieller Mittel und einer Krankenversicherung oder Absolvierung eines Studiums):

(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Monaco oder für ein Schengen-Land besitzen.

Schengen-Visum

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt. Deshalb werden bei den belgischen Vertretungen in Deutschland und Österreich Visa nur mehr in Individualfällen ausgestellt.

Visaarten

Kurzzeit-, Langzeitvisum, Transitvisum.

Visagebühren

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft. Schengen-Visum: 60 €.

Gültigkeitsdauer

Unterschiedlich. Eine Verlängerung sollte bei den konsularischen Vertretungen beantragt werden.

Antragstellung

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers.

Antragstellung

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, mindestens zwei leere Seiten enthält, vor weniger als zehn Jahren ausgestellt wurde sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.
 
(b) Ggf. alle Dokumente (im Original), die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden belgischen Arzt oder in einem belgischen Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.
 
(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung. Die Übernahmeverpflichtungen, die am diplomatischen oder konsularischen Posten vorgelegt werden, sind nur gültig, wenn gleichzeitig damit ein Dokument vorgelegt wird, aus dem hervorgeht, dass der Bürge die belgische Staatsangehörigkeit besitzt oder sich unbegrenzt in Belgien aufhalten darf (z. B. Kopie des Personalausweises), sowie ein Lohnzettel oder Dokumente, die die Einkünfte und die Zahlungsfähigkeit des Bürgen bestätigen.
 
(d) Dokumente, die die geplante Unterbringung bescheinigen (z.B. ein privates Einladungsschreiben, Hotelbuchung etc.).
 
(e) Dokumente, die belegen, dass der Lebensmittelpunkt im Herkunftsland liegt (z.B. Arbeitsvertrag, Belege über ein regelmäßiges Einkommen, Immobilienbesitz etc.).
 
(f) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer Auslandsreisekrankenversicherung ist, die die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung übernimmt. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten und eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.
 
(g) Gebühr in bar. Bei postalischer Antragstellung ist die Gebühr sowie zusätzliche Bearbeitungsgebühren bei Erhalt der Postsendung mit dem visierten Pass in bar zu zahlen.
 
(h) 2 biometrische Passfotos.
 
(i) 1 ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular.
 
Bei Genehmigung des Schengen-Visums ist für dessen Ausstellung der Nachweis eines Rück- oder Weiterreisetickets erforderlich.

Aufenthaltsgenehmigung

EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Belgien aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht bei der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass nötig. Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.

Bearbeitungszeit

Kurzfristiger Aufenthalt: Bis zu 15 Arbeitstage.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Personalausweis

[1] Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen: EU-Länder und Schweiz. Hinweis: In Belgien besteht Ausweispflicht.

Meldepflicht

Für bestimmte ausländische Arbeitnehmer, Geschäftsreisende, Praktikanten und Selbstständige (auch EU-Bürger), die nur vorübergehend oder teilweise in Belgien tätig sind (mehr als fünf Arbeitstage pro Monat) und nicht der belgischen Sozialversicherung unterliegen, besteht vor Aufnahme der Tätigkeit die LIMOSA-Meldepflicht, die online auf www.limosa.be vorgenommen werden kann.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass), der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.
Für Wellensittiche und Papageien aus EU-Ländern ist ein vom zuständigen Veterinäramt ausgestelltes Gesundheitszertifikat notwendig, das maximal 2 Monate alt sein darf.

Allgemeines

Lage

Westeuropa.

Fläche

30.528 qkm (11.787 qm).

Bevölkerungszahl

10.449.361 (2014).

Bevölkerungsdichte

342,3 pro qkm.

Hauptstadt

Brüssel (Bruxelles, Brussels).

Staatsform

Konstitutionelle Monarchie seit 1831. Verfassung von 1831, zuletzt geändert 1994. Zweikammerparlament: Das Abgeordnetenhaus mit 150 Mitgliedern ist die nationale Legislative, während sich der 71-köpfige Senat um Probleme zwischen den Regionen kümmert. Seit 1993 ist Belgien ein föderativer Bundesstaat, dessen drei autonome Regionen Flandern, Wallonien und die Hauptstadt Brüssel eigene Regierungen und Parlamente haben; außerdem gibt es für jede Gemeinschaft (flämisch, französisch und deutschsprachig) einen Rat, der sich um soziale und kulturelle Belange kümmert. Der Bundesregierung obliegt effektiv die Außen-, Sicherheits- und Steuerpolitik. Belgien ist EU-Mitglied.

Geographie

Belgien grenzt im Süden an Frankreich, im Osten an Deutschland und Luxemburg und im Norden an die Niederlande und im Nordwesten an die Nordsee. Die Landschaft ist abwechslungsreich und reicht vom gebirgigen Waldgebiet der Ardennen mit Schluchten und Flüssen im Südosten über ausgedehnte Hügellandschaften bis zu den flachen, von Kanälen durchzogenen Polder-Landstrichen im Norden. An der Nordseeküste gibt es schöne Sandstrände, die sich über 60 km lang hinziehen. Die höchste Erhebung des Landes ist der Botrange im Hohen Venn mit 694 m.

Sprache

Es gibt drei offizielle Sprachen in Belgien: Belgisches Niederländisch, Französisch und Deutsch. In Flandern im Norden des Landes wird überwiegend Niederländisch (Flämisch) gesprochen (60 %), während das südliche Wallonien französischsprachig ist (40 %). Weniger als 1 % der belgischen Bevölkerung spricht Deutsch (vorwiegend in der Region Eupen im Ostend des Landes).

Religion

Hauptsächlich römisch-katholisch (75 %); islamische, jüdische und protestantische Minderheiten. Etwa 16 % der Belgier gehören keiner Glaubensgemeinschaft an.

Ortszeit

MEZ. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 1 (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils 0 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Charles Michel, seit Oktober 2014.

Staatsoberhaupt

König Philippe I., seit 2013.

Kontaktadressen

Königlich-Belgische Botschaft

Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg.
Telefon: (01) 50 20 70.
Website: diplomatie.belgium.be/austria/
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr.

Toerisme Vlaanderen

(Fremdenverkehrszentrale für Flandern)
 (auch für die Schweiz zuständig).
Telefon: (02) 504 03 00.
Website: www.toerismevlaanderen.be

Königlich-Belgische Botschaft

Generalkonsulat in Genf. Konsulate in Basel, Lugano, St. Gallen und Zürich.
Telefon: (031) 350 01 50.
Website: www.diplomatie.be/bernfr
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 Uhr. Belgische Staatsbürger: Mo-Fr 14.00-16.30 Uhr (nur nach Vereinbarung).
 

Königlich-Belgische Botschaft

Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Duisburg, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Generalkonsulat in Köln.
Telefon: (030) 20 64 20.
Website: diplomatie.belgium.be/germany/
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-12.30 und 13.30-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (Publikumsverkehr und telefonische Auskünfte).

Tourismuswerbung Flandern/Brüssel

Mariahilfer Straße 121b, A-1060 Wien , Austria Telefon: (01) 596 06 60.
Website: www.flandern.at
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Fr 09.00-12.30 Uhr (kein Publikumsverkehr).

Belgien Tourismus Wallonie/Flandern-Brüssel

(auch zuständig für Österreich und die Schweiz für Informationen zu Brüssel und der Wallonie).
Website: www.flandern.com
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr (kein Publikumsverkehr).

Office de Promotion du Tourisme Wallonie-Bruxelles

Fremdenverkehrsamt für Brüssel und Wallonien

(auch für Österreich und die Schweiz zuständig).
Website: www.opt.be

Tourismusmarketing Flandern/Brüssel

c/o Smarket AG (Zuständig für den schweizer Markt.)
Telefon: (+41) (43) 299 69 39.
Website: www.smarket.ch

Reise- und Sicherheitsinformationen

Belgien
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.12.2015
Unverändert gültig seit: 27.11.2015
Aktuelle Hinweise Nach den terroristischen Anschlägen in Paris am 13.11.2015 werden die Sicherheitsmaßnahmen in Belgien fortlaufend angepasst. Es ist weiterhin mit verstärkter Polizeipräsenz und mit Sicherheitskontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen sowie an den Außengrenzen, insbesondere zu Frankreich, zu rechnen. Derzeit gilt landesweit die Gefährdungsstufe drei, bei insgesamt 4 Stufen. Reisende werden gebeten, sich über die Lageentwicklung laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung vor Ort informiert zu halten. Die belgischen Sicherheitsbehörden haben Folgendes erläutert:
  • Die Gefährdung größerer Veranstaltungen wird von Fall zu Fall analysiert und spezifische Sicherheitsmaßnahmen werden ergriffen.
  • Empfehlung an die Bevölkerung, an Orten mit größeren Menschenansammlungen besonders wachsam zu sein und die dort stattfindenden Sicherheitskontrollen zu respektieren.
  • Besondere Sicherheitsmaßnahmen gelten für schulische Einrichtungen.
  • Im ganzen Land soll weiterhin eine starke Präsenz von Polizei und Militär für Sicherheit sorgen. Es wird empfohlen, auf offizielle Verlautbarungen der Behörden und der Polizei zu achten und ihnen zu folgen und Sicherheitskontrollen zu respektieren.
  • Der U-Bahn-Verkehr in Brüssel verläuft wieder planmäßig, aber unter zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen.
Reisende werden gebeten, ein nationales Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass) mit sich zu führen (vgl. auch unter Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige). Es wird empfohlen, sich im öffentlichen Bereich mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen, größere Menschenansammlungen in der Region Brüssel zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte zu befolgen. Landesspezifische Sicherheitshinweise Kriminalität Als Großstadt ist Brüssel verstärkt von Taschendiebstahl bzw. -raub und Kleinkriminalität betroffen. Die neuralgischen Punkte liegen hier vor allem im Bereich des Süd- und Nord­bahnhofs mit dem angrenzenden Stadtteil Molenbeek und entlang des Schelde-/Wille­broek-Kanals. Aber auch auf belebten Plätzen bzw. in Metrostationen und in der Nähe von Touristenattraktionen wird zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de
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