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Reiseinfomationen zu: Polen, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Seit der Einführung der freien Marktwirtschaft 1989 hat eine erfolgreiche Umstrukturierung der polnischen Wirtschaft stattgefunden. Die Industrie und der Dienstleistungssektor sind heute die wichtigsten Arbeitgeber. Die bedeutendsten Industriezweige sind die Bereiche Lebensmittelverarbeitung, Energieversorgung, Bergbau und Hüttenindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik, Fahrzeugbau und Textilien. Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP beträgt 64,3 % , der Industrie ca. 31,2 % und der Landwirtschaft ca. 4,5 % (Stand: 2008). Seit 1990 wird ein ständiger Rückgang des Anteils der Land-, Forstwirtschaft und Jagd am Bruttoinlandprodukt (BIP) verzeichnet. Dennoch beschäftigt die Landwirtschaft immer noch 17,4 % (Stand: 2008) aller aktiven Arbeitnehmer in Polen. Haupterzeugnisse sind Roggen, Weizen, Hafer, Zuckerrüben und Kartoffeln. Nutzvieh ist ein bedeutender Devisenbringer. Die polnische Landwirtschaft ist weiterhin von einem sehr hohen Anteil kleiner Betriebe, mangelhafter Infrastruktur und fehlenden Beschäftigungsalternativen geprägt.
Die Bedeutung des privaten Sektors in der Wirtschaft nimmt weiter zu. Der Privatsektor erwirtschaftet inzwischen 70 % des BIP und beschäftigt rund 75 % (Stand: 2008) der Arbeitnehmer. Der Anteil des privaten Sektors an der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel steigt kontinuierlich und wird durch die Privatisierung der Telekommunikation, der Energieerzeugung und der polnischen Staatsbahn weiter anziehen. Er steigt in der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel kontinuierlich weiter, die Privatisierung der Großbetriebe, insbesondere in den schwierigen Branchen wie z.B. Stahlindustrie/Hütewesen, erfolgt jedoch sehr zögerlich.
Der Tourismussektor hat Wachstumspotential. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2004 kamen mit rund 52 Millionen Besuchern 20 % mehr Touristen nach Polen als im Vorjahreszeitraum.

Wirtschaftslage
Polen konnte in den neunziger Jahren dank starker Inlandnachfrage, Privatisierungen und gesteigerte Exporte in die Länder der EU ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Nach etwa zweijähriger Stagnation setzte von 2003 bis 2007 ein erneutes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,8 % bis 6,7 % ein. In 2008 schwächte sich das Wirtschaftswachstum auf 4,8 % ab, da auch Polen von der Weltwirtschaftskrise heimgesucht wurde, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Die Inflationsrate lag 2007 mit 2,5 % deutlich unter 5 % - ein unbestreitbarer Erfolg der polnischen Antiinflationspolitik der 90er Jahre. 2008 machte die Inflationsrate mit 4,2 % einen Sprung nach oben, ausgelöst durch den weltweiten Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise und der hohen Lohnsteigerungen in Polen.
Die trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums hohe Arbeitslosigkeit ist eines der zentralen Probleme Polens. Die Arbeitslosenquote verharrte bis 2003 jahrelang bei 19 % und sank bis 2005 auf 17,6 %. Dennoch hatte Polen damit weiterhin die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Sie sank jedoch kontinuierlich und erreichte im zweiten Halbjahr 2008 erstmals seit der Wende einen einstelligen Betrag, 2009 liegt die Arbeitslosenquote wieder deutlich über 10 %.  Das Haushaltsdefizit lag 2007 bei 2 % des BIP und stieg 2008 wieder leicht auf 2,7 %. Damit erfüllt Polen die fiskalischen Konvergenzkriterien zur Einführung des Euros (Maastrichter Kriterien).

Der polnische Außenhandel entwickelte sich wie in den letzten Jahren auch 2005 dynamisch. Das Schwergewicht hat sich dabei auf die EU-Länder verlagert (77,5 % der Exporte und 61,4 % der Importe), wobei Deutschland eine herausragende Stellung einnimmt. Besonders erfreulich entwickeln sich seit einiger Zeit die polnischen Exporte. Unterstützt durch ausländische Direktinvestitionen, sind viele polnische Erzeugnisse inzwischen auch qualitativ wettbewerbsfähig.

Wirtschaftspolitik
Im Rahmen der Integration im EU-Raum, die an erster Stelle steht, beabsichtigt die Regierung eine Vereinfachung des Steuerwesens und die Werbung neuer ausländischer Investitionen. Tiefere Steuern als in den Nachbarländern (insbesondere Deutschland) sollen den Standort Polen attraktiver machen. Es wird allgemein damit gerechnet, dass Polen den Euro frühestens 2010/2011 einführen kann. Polen bleibt Beitrittskandidat zum Wechselkursmechanismus II. Die Gesamtverschuldung lag 2008 bei 45,9 % des BIP, deutlich unter den Maastrichter Kriterien (60 %).

Handelspartner
Deutschland, Italien, Russische Föderation, Frankreich, Großbritannien, China (VR), Tschechische Republik und die Niederlande

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Am 1. Mai 2004 trat Polen der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei. Polen ist auch Mitglied der ILO, IMF, UNO, UNESCO, FAO, UNICEF, WHO, UNHCR, ITU, GATT, WMO, WTO (1995), OECD (1996), UPU, OSShD, ICAO, IMO, UNCTAD, UNDP, UNIDO, WIPO, INTERSPUTNIK, UNEP, IBSFC, HELCOM, OSCE, IFC, Weltbank, EBRD, Europarat, Ostseerat und der NATO. Polen ist ferner Gründungsmitglied der CEFTA.

Umgangsformen

Relativ formell, Geschäftsreisen sollten lange im Voraus vereinbart werden. Angestellte in staatlichen Organisationen und Behörden machen keine Mittagspause und nehmen dafür ihre Hauptmahlzeit nach 15.00 Uhr ein.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.00-16.00 Uhr.

Kontaktadressen

Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Glinkastraße 5-7, D-10117 Berlin
Tel: (030) 220 25 51.
Internet: www.wirtschaft-polen.de

Abteilung für Handel und Investitionen der Polnischen Botschaft
Titlgasse 15, A-1130 Wien
Tel: (01) 877 73 12.
Internet: www.handelsratpolen.at

Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Elfenstrasse 9, Postfach 198, CH-3006 Bern
Tel: (031) 350 82 82.
Internet: http://www.berno.polemb.net/

Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa (SEC)
c/o SOFI, Stauffacherstr. 45, CH-8026 Zürich
Tel.: (044) 249 48 80.
Internet: www.sec-chamber.ch

Deutsch-Polnische Wirtschaftsförderungsgesellschaft AG
Ul. Kobylogórska 68 , PL-66-400 Gorzów Wlkp (Landsberg an der Warthe)
Tel: (95) 720 83 40.
Internet: www.twg.pl

Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa (Polnisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer)
Ul. Miodowa 14, PL-00-246 Warszawa
Postanschrift: P.O. Box 62, PL-00-952 Warszawa
Tel: (22) 531 05 00.
Internet: www.ihk.pl

Krajowa Izba Gospodarcza (Handelskammer)
Trebacka 4, PO Box 361, PL-00-074 Warszawa
Tel: (22) 630 96 00.
Internet: www.kig.pl

Konferenzen/Tagungen

Die größten Konferenzzentren befinden sich in Warschau, Posznan, Krakau, Wroclaw und Gdansk, einige andere Städte bieten ebenfalls Konferenzeinrichtungen.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Inlandflüge werden von LOT Polish Airways (LO) (Internet: www.lot.com) und ihrer Tochtergesellschaft Eurolot (K2) (Internet: www.eurolot.com.pl) angeboten, die alle größeren Städte anfliegt. Von Warszawa gibt es Verbindungen nach Gdansk, Katowice, Kraków, Poznan, Rzeszow, Szczecin und Wroclaw.

Weitere Auskünfte von den LOT-Stadtbüros in Frankfurt/M. (Tel: (069) 24 00 10 00), Wien (Tel: (0810) 810 855) und Zürich (Tel: +41 (043) 817 66 60).

Schiff

Personenverkehr besteht zwischen den Ostseehäfen, auf den großen Masurischen Seen und auf einigen Abschnitten der Weichsel und Oder mit Schiffen und Tragflächenbooten der Küsten- und Binnenschifffahrt.

Bahn

Züge der Polnischen Staatsbahn (Internet: www.pkp.pl) verbinden Warszawa mit allen Landesteilen. Es gibt drei Zugarten und zwei Fahrklassen. Für Expresszüge sind Platzkarten erforderlich. Kinder unter 4 Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren, Schulkinder und Studenten bis 26 Jahre bezahlen die Hälfte.

Ermäßigungen:
Informationen zu Ermäßigungen erteilen die Vertretungen der Polnischen Staatsbahnen in Berlin und Frankfurt/M. (s. Reiseverkehr International) sowie POLORBIS, Friesenplatz 5, D-50672 Köln (Tel: (0221) 95 15 34 0. Internet: www.polorbis-koeln.de).

InterRail-Pässe sind auch in Polen gültig, Einzelheiten s. Deutschland.
Neu in Polen ist das Schöne-Wochenende-Ticket der PKP (Bilet turystyczny). Das Ticket erlaubt eine unbegrenzte Zahl von Fahrten am Wochenende und an Feiertagen. Die Ausflugskarte der PKP, das Bilet wycieczkowy, gilt freitags ab 19.00 Uhr sowie sonnabends und sonntags.

In Polen gibt es zahlreiche historische Schmalspurbahnen. Einige verkehren nach Fahrplan, andere können für Gruppenausflüge gemietet werden. Weitere Infos erteilt das Polnische Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Bus/Pkw

Das Autobahnnetz in Polen befindet sich noch im Aufbau. Neu ist die durchgängige Autobahnverbindung von Krzywa, westlich von Liegnitz (Legnica), über Breslau bis Krakau. Von der deutsch-polnischen Grenze in Görlitz/Zgorzelec besteht eine durchgehende Autobahnverbindung (A4) bis Szarow über Breslau und Krakau.

Mautpflichtig
sind die Abschnitte auf der A 1 zwischen Danzig-Rusocin und Swarozyn, auf der A 4 zwischen Katowice/Kattowitz und Krakow/Krakau und auf der A 2 zwischen Konin und Posen sowie zwischen Nowy Tomysl und Komorniki bei Posen.

Die meisten Tankstellen haben im Sommer von Mo-Sa zwischen 06.00 und 22.00 Uhr geöffnet, sonntags von 07.00 bis 17.00 Uhr, an wichtigen Fernverkehrsstraßen und in Großstädten auch rund um die Uhr. An Feiertagen haben zahlreiche Tankstellen geschlossen. Eine Liste der Tankstellen ist von POLORBIS erhältlich. Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist flächendeckend gewährleistet. Bleifreies Benzin ist erkennbar an den durchgestrichenen Buchstaben Pb und an der grünen Schrift an den Zapfsäulen. Diesel ist mit ON gekennzeichnet. Autogas (Gaz) ist an vielen Tankstellen erhältlich, ebenso Biodiesel.

Die Pannenhilfe des polnischen Motorverbandes Polski Zwiazek Motorowy (PZM) ist landesweit unter der Telefonnummer 981 erreichbar. Weitere Informationen: Polski Zwiazek Motorowy, ul. Kazimierzowska 66, Warszawa (Tel: (22) 849 93 61. Internet: www.pzm.pl).

Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet (Tel: (61) oder (010 33 61) 831 98 88. Internet: www.adac.de). Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. 
Die Polnischen Tourismusorganisation (POT) gibt unter Tel: (0800) 200 300 oder Tel: ++48 (608) 599 999 Informationen u.a. bei Autounfall, Überfall oder Passverlust auf Deutsch, Englisch und Russisch.

Bus:
Innerhalb Polens gibt es ein weit verzweigtes Netz des Staatlichen Autoverkehrs (PKS) (Internet: www.pks.pl). Die Busse verkehren auf Normalstrecken und auf Schnellverkehrslinien. Fahrkarten gibt es in den Busbahnhöfen, Orbis-Büros, anderen Reisebüros sowie, ­falls noch Plätze vorhanden sind, beim Busfahrer. Kinder bis zum 4. Lebensjahr ohne eigenen Sitzplatz reisen gratis, Kinder von vier bis zehn Jahren erhalten 50% Ermäßigung.

Mietwagen
kann man an Flughäfen und in Großstädten mieten. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre.

Unterlagen:


Fahrzeugpapiere und nationaler Führerschein.

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen die Unfallaufnahme zu erleichtern und in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Der Abschluss eines Auslandschutzbriefes wird angeraten.

Personen, die mit einem Fahrzeug nach Polen reisen möchten, das nicht auf sie persönlich zugelassen ist, brauchen eine Benutzervollmacht. Die Benutzervollmacht ist nicht nötig, wenn der Fahrzeughalter als Beifahrer im Auto sitzt.

Verkehrsbestimmungen:
Anschnallpflicht.
Kinder bis zu 12 Jahren müssen hinten sitzen.
Es ist Pflicht, ein Warndreieck und einen Verbandskasten mitzuführen.
Erforderlich ist ein Nationalzeichen (z.B. D) am Heck.
Auto- und Motorradfahrer müssen auch tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht fahren.
Promillegrenze: 0,2‰.
Der Gebrauch von Mobiltelefonen am Steuer ist nur unter Verwendung einer Freisprechanlage erlaubt.

Geschwindigkeitsbegrenzung:
in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h (05.00-23.00 Uhr) und 60 km/h (23.00-05.00 Uhr),
außerorts: 90 km/h,
auf Schnellstraßen : 100 km/h,
auf vierspurigen Schnellstraßen: 120 km/h,
auf Autobahnen: 140 km/h.

Stadtverkehr

In allen Städten gibt es gute Busnetze, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse, die auch in die Vororte fahren.

Das städtische Nahverkehrssystem in Warschau (Internet: www.ztm.waw.pl) umfasst Busse, Straßenbahnen, U-Bahn und Vorortzüge. Es bestehen Einheitstarife, und Fahrkarten können im Voraus gekauft werden. In allen städtischen Verkehrsmitteln, in Vorstadtbussen und in der U-Bahn gelten Fahrkarten mit Aufdruck „ZTM Warszawa”, die in Pressekiosken und bei Busfahrern (mit Zuschlag) zu kaufen sind.

Taxis
sind in den meisten Städten vorhanden. Es gibt Taxistände, man kann Taxis jedoch auch telefonisch bestellen. Zwischen 23.00-05.00 Uhr, an Wochenenden und für Fahrten außerhalb der Stadt wird ein Zuschlag erhoben. Taxifahrer erwarten 10% Trinkgeld.

Fahrzeiten

von Warszawa zu den folgenden größeren polnischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Kraków (Krakau) 1.00 2.50 4.00
Poznan (Posen) 1.05 3.00 4.30
Wroclaw (Breslau) 1.10 5.00-6.00 5.00
Gdansk (Danzig) 1.00 4.00 5.30
Szczecin (Stettin) 1.20 5.00-6.00 8.30
Katowice (Kattowitz) 1.00 2.30 5.00
Lodz - 1.40 3.00

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Polens nationale Fluggesellschaft heißt LOT Polish Airways (LO) (Internet: www.lot.com). Gute Direktverbindungen von
- Frankfurt/M. nach Gdansk (Danzig), Warschau, Katowice (Kattowitz), Poznan (Posen) und Wroclaw (Breslau),
- Hamburg, Köln und München nach Warschau,
- Hamburg nach Gdansk (Danzig), - Düsseldorf nach Warschau,
- München nach Gdansk (Danzig), Warschau und Wroclaw (Breslau) sowie
- Genf nach Warschau, - Zürich nach Warschau.
LOT bietet täglich Flugdienste von Genf über München oder Frankfurt nach Warschau. Von Wien wird Warschau mehrmals täglich angeflogen.

Lufthansa (LH)
bietet außerdem regelmäßige Linienflüge von Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München und Stuttgart direkt nach Warschau sowie von Düsseldorf und Frankfurt/M. direkt nach Katowice bzw. von Frankfurt/M. nach Lublin an. Weitere direkte Flugverbindungen bestehen zwischen Frankfurt und Rzeszów im Südosten Polens und von Düsseldorf nach Gdansk (Danzig). Germanwings (4U) verbindet u.a. Hannover, Dresden und Wien mit Krakau.

Air Berlin (AB) bietet Flüge von Berlin-Tegel und Düsseldorf nach Krakau sowie von Berlin nach Danzig und Warschau an. Swiss (LX) verbindet Zürich mit Warschau.

Internationale Flughäfen

Warschau Frederic Chopin Flughafen (WAW). (www.lotnisko-chopina.pl) Der Flughafen liegt 10 km südwestlich vom Stadtzentrum von Warschau. Tel:

(022) 650 42 20 oder 11 11.

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Schiff

Adler Schiffe (Internet: www.adler-schiffe.de) veranstaltet Fahrten von den deutschen Badeorten auf Usedom nach Miedzyzdroje/Misdroy auf der polnischen Ostseeinsel Wolin. Folgende Verbindungen werden regelmäßig angeboten:

- Heringsdorf/ Bansin/ Ahlbeck auf Usedom und Swinoujscie/ Swinemünde
- Heringsdorf/ Bansin/ Ahlbeck auf Usedom und Miedzyzdroje/ Misdroy auf Wolin
- Kamminke auf Usedom und Swinoujscie/ Swinemünde
- Kamminke auf Usedom und Nowe Warpno/ Neuwarp mit Bustransfer nach Szczecin/Stettin. Ausflugsfahrten werden im Sommer auch von Sassnitz nach Swinoujscie/Swinemünde geboten.

Pol Ferries (Internet: www.polferries.pl) betreiben ganzjährige Liniendienste zwischen Polen und Skandinavien auf den Strecken

Gdansk - Nynäshamn bei Stockholm/Schweden,
Swinoujscie - Ystad/Schweden,
Swinoujscie - Kopenhagen und
Swinoujscie - Rønne, Insel Bornholm/Dänemark (nur im Sommer).

Die Generalvertretung in Deutschland nimmt Buchungen entgegen: Reisebüro DARPOL, Wilmersdorfer Str. 20, D-10585 Berlin (Tel: (030) 342 00 74. Internet: www.darpol.com).

Hanseatic Tours
fäjrt im Rahmen von Kreuzfahrten Szczecin (Stettin) und Swinoujscie (Swinemünde), Aida Cruises (Internet: www.aida.de) Gdynia (Gdingen) und Gdansk (Danzig) an.

In den Sommermonaten verkehrt ein Ausflugsschiff von Berlin über Havel, Oder-Havel-Kanal und Oder bis nach Szczecin (Stettin). Dort schließt sich eine Stadtrundfahrt an. Weitere Informationen von: Stern und Kreis Schiffahrt GmbH, Puschkinallee 15, D-12435 Berlin (Tel: (030) 536 36 00. Internet: www.sternundkreis.de).

Bahn

Zwischen Deutschland und Polen gibt es folgende wichtige Zugverbindungen:
3 x tgl. Berlin Zoo - Warschau
1 x tgl. Hamburg - Berlin Zoo - Krakau
1 x tgl. Amsterdam - Berlin - Stettin
1 x tgl. Berlin Hbf - Danzig mehrmals täglich Dresden - Görlitz - Breslau

Nachtverbindungen:
Brüssel - Köln - Hannover - Warschau
Berlin Lichtenberg - Elk (Masuren) (nur von März bis September)
D-Nacht: Basel - Freiburg - Offenburg - Karlsruhe - Mannheim - Frankfurt - Fulda - Warschau.
D-Nacht: München - Ingolstadt - Nürnberg - Würzburg - Fulda - Warschau.
Euro Night: Amsterdam - Duisburg - Düsseldorf - Köln - Dortmund - Hamm - Warschau.

Zwischen Österreich und Polen gibt es folgende wichtige Zugverbindungen:
Wien -Warschau (Schnellzug mit Schlafwagen, Fahrzeit 8 Std. 30 Min.)
Die beste Verbindung von Österreich aus führt durch die Tschechische Republik, tagsüber verkehren Eurocitys nach Warszawa (Wien - Warszawa: 7 Std. 34).

Von der Schweiz fährt man entweder über Prag oder Wien.

Vom nördlichen Deutschland aus fahren Züge der Polnischen Staatsbahnen (Internet: www.pkp.com.pl) zumeist über Berlin und Szczecin bzw. Frankfurt/O., im Süden über Dresden und Görlitz. Es verkehren Züge von Angermünde nach Szczecin, von Berlin nach Gdansk, Gorzów, Wroclaw, Katowice (Kattowitz) und Kraków sowie von Leipzig nach Wroclaw und Kraków. Außerdem gibt es Verbindungen zwischen Berlin und Kostrzyn/Küstrin (Regionalzug) sowie zwischen Berlin und Swinoujscie/Swinemünde in der Sommersaison (Fahrtdauer: ca. 4 Std. 30 Min.).

Berlin-Warszawa-Express
Der Berlin-Warszawa-Express von Deutscher Bahn und PKP verkehrt dreimal täglich in beide Richtungen. In dem Zug gilt ein besonders günstiger Tarif. Das Globalpreissystem beinhaltet bereits die automatische Platzreservierung. Der Zug mit Speisewagen benötigt für die Strecke zwischen beiden Hauptstädten nur sechs Stunden (Berlin-Poznan gut drei Stunden). Durch die günstige Lage der Abfahrtzeiten (z.B. morgens früh ab Berlin, spätnachmittags ab Warszawa) eignet sich die Verbindung auch gut für Kurzreisen nach Warszawa oder Pozna.
Auskünfte erteilen die Verkehrsvertretungen der Polnischen Staatsbahnen (Panoramastraße 1, D-10178 Berlin (Tel: (030) 24 72 99 98).

InterRail: Kinder (4-11 Jahre), Jugendliche (12-25 Jahre) und Erwachsene (ab 26 Jahren), die seit wenigstens 6 Monaten einen festen Wohnsitz in Europa, der GUS oder der Türkei haben, können InterRail nutzen.

Der InterRail Ein-Land-Pass ist erhältlich für Reisen in knapp 30 europäischen Ländern einschließlich Mazedonien und der Türkei und ist gültig an wahlweise 3, 4, 6, 8 Tagen innerhalb 1 Monats in einem Land. Kinder von 4-11 Jahren fahren zum halben Erwachsenen-Preis.

Der InterRail Global-Pass ermöglicht Reisen durch mehrere Länder und wird mit unterschiedlichen Gültigkeitsdauern angeboten. Es können entweder 5 Tage aus 10 Tagen Gesamtgültigkeit oder 10 aus 22 gewählt werden. Möglich ist auch eine kontinuierliche Zeitdauer von 22 Tagen oder von 1 Monat.

Anmerkung (Bahn)

Fahrkarten und Ermäßigungen für Bahnreisen in Europa
Ermäßigungen in Form von Pauschalpreisen gibt es mit dem Europa Spezial Polen bei grenzüberschreitenden Fahrten zwischen Deutschland und Polen. Mit der Bahncard 25 erhält man eine zusätzliche Ermäßigung. Es gelten bestimmte Voraussetzungen (Fahrt mit dem ICE/EC auf mindestens einer DB-Teilstrecke, keine Nachtfahrten, etc).

Das Dresden-Wroclaw Regio Spezial für Einzelreisende, Familien und Gruppen gilt innerhalb von drei Tagen für eine Hin- und Rückfahrt zwischen Dresden Hauptbahnhof und Wroclaw Glówny.

Weitere Informationen erteilt die Deutsche Bahn (Internet: www.bahn.de).

Bus/Pkw

Die Straßenverbindungen sind gut und zahlreich. Das Autobahnnetz besteht aus 776 km. 
Zu den viel befahrenen Strecken gehört die A4 Görlitz - Wroclaw (Breslau) sowie die A2 Frankfurt/Oder - Warschau. 
Es gibt eine direkte Autobahnverbindung von Dresden über Görlitz und Wroclaw (Breslau) und Krakau bis nach Korczowa an der ukrainischen Grenze. 

Rund um die Uhr geöffnet sind die folgenden deutsch-polnischen Grenzübergänge:
Ahlbeck - Swinemünde (Usedom),
Linken - Lubieszyn,
Pomellen - Kolbaskowo,
Rosow - Rosowek,
Schwedt - Krajnik Dolny,
Hohenwutzen - Osinow Dolny,
Kietz - Kostrzyn,
Frankfurt/O. - Slubice,
Frankfurt/O. - Swiecko,
Guben - Gubin/Gubinek,
Forst - Olszyna,
Bad Muskau - Leknica,
Podrosche - Przewoz,
Ludwigsdorf - Jedrzychowice,
Görlitz - Zgorzelec und
Zittau - Sieniawka/Porajow.

Der Grenzübergang Ostritz - Krzewina Zgorzelecka ist nur für Fußgänger und Fahrradfahrer geöffnet.

Fernbus:
Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com) fahren von und nach Polen. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von den Eurolines-Vertretungen in
- Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Internet: www.deutsche-touring.com),
- Österreich (Eurolines Austria - Blaguss Reisen GmbH, Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php und der
- Schweiz (Alsa + Eggmann, Internet: www.alsa-eggmann.ch).

Von Berlin gibt es regelmäßige Linienbusverbindungen nach Poznan (Posen), Wroclaw (Breslau), Szczecin (Stettin), Warszawa (Warschau) u.a. Städte. Auskünfte: Berlin Linien Bus GmbH (Tel: (030) 86 19 33 1. Internet: www.berlinlinienbus.de).

Gullivers Reisen
fährt zahlreiche Städte im Linienverkehr an, u.a. Gdansk, Warszawa, Wroclaw und Krakow. (Tel: (030) 89 06 60 0. Internet: www.gulliver.de).

Auf der Internet-Seite des polnischen Fremdenverkehrsamtes (Internet: www.polen-info.de) sind weitere Linienverbindungen zu finden.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0048. Telefonkarten für öffentliche Telefone können in Tankstellen, Postämtern, Hotels und am Kiosk erworben werden. Notfallnummern: Polizei 997, Notruf 112 und Feuerwehr 998.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 und 3G 2100. Mobilfunkgesellschaften (alle Dualband 900/1800) sind u.a. Plus (Internet: www.plus.pl), t-mobile (Internet: www.t-mobile.pl) und Orange (Internet: www.orange.pl). Internationale Roaming-Abkommen bestehen. Die Netzabdeckung besteht fast landesweit. U.u. lohnt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum Eurotarif nutzbar. Kunden aller europäischen Mobilfunknetzbetreiber führen automatisch alle Telefonate im und aus dem EU-Ausland zum Eurotarif. Für andere Mobilfunkdienste wie SMS, MMS und Datenübertragungen gilt der Eurotarif hingegen nicht.

Internet/E-Mail

Internetanbieter sind u.a. SuperMedia (Internet: www.supermedia.pl) und GTS Polska (Internet: www.gts.pl). Internet-Cafés gibt es in größeren Städten. Kostenlosen Zugang zum Internet bieten auch viele Cafés, Restaurants, Hotels und andere öffentliche Plätze entweder drahtlos via Wi-Fi oder an einem festen Internet-Terminal (Übersicht unter www.hotspotlocations.com). In Krakau ist drahtloses Surfen dank WiFi-Routern möglich. Einige Städte und Ferienorte verfügen ebenfalls über kostenlose Wi-Fi-Hotspots. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. kostenpflichtige Wi-Fi-Hotspots von Goodspeed (Internet: goodspeed.io/de/index.html).

Telegramme

Kann man in den Hauptpostämtern oder telefonisch aufgeben.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Briefe innerhalb Europas (Prioritätsbrief oder Standardbrief) sind zwischen 3-7 Tagen unterwegs. Postlagernde Sendungen kann man an alle Postämter des Landes schicken. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-20.00 Uhr. Einige Hauptpostämter in größeren Städten sind rund um die Uhr geöffnet.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Einleitung

In allen größeren Touristikzentren findet man Fremdenverkehrsämter unter dem Zeichen »it«.

Warszawa (Warschau)

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Im 2. Weltkrieg wurde das an der Weichsel liegende Warszawa völlig zerstört, inzwischen hat man die Altstadt jedoch wieder originalgetreu aufgebaut. Der Marktplatz Rynek Starego Miasta ist der Mittelpunkt, umringt von Häusern und Bauten, deren Ursprünge aus dem 16. und 17. Jahhrundert stammen. Die gesamte Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im kunstvoll restaurierten Wilanów-Palast ist eine seltene Sammlung von Gemälden und Möbeln untergebracht, und in der Orangerie ist ein Plakatmuseum zu Hause. Das wieder aufgebaute Königliche Schloss sollte auf jeden Fall besichtigt werden. Es gehörte einst den Fürsten von Masowien und wurde Ende des 16. Jahrhundert zur königlichen Residenz umgebaut. Hier beginnt der Königsweg, der durch die Einkaufstraße Nowy Swiat und die Ujazdowskie-Allee im Regierungsviertel bis zum südlich gelegenen Schloss Wilanow führt. Der Lazienki-Palast liegt in einem Garten mit einem griechischen Freilufttheater und einem Chopin-Denkmal.

Ausflüge

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Zelazowa Wola (53 km westlich von Warszawa) ist ein Park, in dem Chopins Geburtshaus steht. Der Kampinos-Nationalpark mit seinen Wäldern und Sümpfen erstreckt sich über 340 qkm. Der Bialowiezá-Nationalpark ist 1250 qkm groß und besteht aus einem alten Wald, der sich entlang der russischen Grenze erstreckt. Hier kann man den Wisent (europäischen Bison) noch in freier Wildbahn beobachten. Lublin liegt 164 km südöstlich von Warszawa und ist eine mittelalterliche Stadt mit fünf Universitäten.

Kraków (Krakau)

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Krakau, bis 1596 die Hauptstadt Polens, liegt in den bewaldeten Ausläufern des Tatra-Gebirges. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg kaum zerstört und bietet eine Fülle an architektonischen Stilepochen. Das Stadtzentrum wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Der Marktplatz Rynek Glowny ist der Mittelpunkt der Altstadt, hier befinden sich mehrere Tuchhallen aus dem 13. Jahrhundert. In der Marienkirche kann man den weltberühmten Holzaltar von Veit Stoß bewundern. Die Universität wurde 1364 gegründet und ist eine der ältesten Europas. Kopernikus’ astronomische Instrumente sind in der Universität ausgestellt. Am südlichen Rand der Altstadt liegt der Wawelberg, gekrönt von dem berühmten Königsschloss. Von hier hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Neben dem Schloss liegt die Königliche Kathedrale, in der viele polnische Könige begraben liegen. Das Czartoryski-Museum beherbergt Sammlungen alter Kunstwerke.
Im Stadtviertel Zablocie liegt die ehemalige Fabrik "Emalia" von Oskar Schindler, in der während des Nationalsozialismus Juden arbeiteten, die der Unternehmer dadurch vor der Vernichtung rettete. Die Stätte ist heute Museum.

Ausflüge

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Die interessanten Salzminen von Wieliczka liegen 13 km von Kraków entfernt. Das ehemalige Konzentrationslager Oswieciem (Auschwitz) mit einer Gedenkstätte liegt 54 km westlich der Stadt. Die Blendowska-Wüste ist vielleicht die einzige europäische Wüste. Wadowice ist der Geburtsort Papst Johannes Paul II. Das Marienporträt, das der Heilige Lukas gemalt haben soll, befindet sich in der großen Klosteranlage von Czestochowa, etwa 100 km nördlich von Kraków.

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Zakopane liegt 112 km südlich von Kraków im Herzen der Tatra, einem herrlichen Naturpark mit seltener Tier- und Pflanzenwelt.

Ausflüge

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Organisierte Ausflugsfahrten gibt es zu den Dunajec-Stromschnellen, bei denen man die eindrucksvolle Landschaft des Koscieliska-Tals durchquert. Eine Zahnradbahn führt auf den 1990 m hohen Kasprowy Wierch, von dem man eine herrliche Aussicht genießen kann. Der zauberhafte Bergsee Morskie Oko ist einen Besuch wert.

Wroclaw (Breslau)

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Diese Stadt geht auf böhmische Ursprünge zurück. Hier wurde zuerst auf der Ostrow-Tumski-Insel (Kathedralen-Insel) eine befestigte Ortschaft angelegt. Auf einer Länge von insgesamt 90 km durchziehen Kanäle und Nebenflüsse der Oder die Stadt, die über 100 Brücken hat. Der Alte Markt und der benachbarte Salzmarkt sind von Bürgerhäusern umgeben, die im gotischen und barocken Stil wiederaufgebaut wurden. Der Bau des gotischen Rathauses am Marktplatz wurde im 13. Jahrhundert begonnen, die Ostfassade wird von einer schönen astronomischen Uhr aus dem Jahre 1580 geschmückt. Die Dominsel Ostrow Tumski ist der älteste Teil der Stadt, hier steht die zweitürmige Kathedrale Johannes des Täufers, die im 13./14. Jahrhundert gebaut wurde. Die St. Ägidienkirche und die Kirche St. Martin reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Auf der benachbarten Wyspa Piaskowa (Sandinsel) steht die Kirche St. Maria im Sande aus dem 14. Jahrhundert. In der Universität gibt es eine wunderschöne barocke Aula, die Leopoldina, zu besichtigen.

Ausflüge

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Die Bade- und Kurorte des Klodzko-Tals, die Stolowe-Berge, die Skiorte der Karkonosze-Berge an der tschechischen Grenze und mittelalterliche Städte wie Swidnica, Bolslawiec und Paczkow sind schöne Ausflugsziele. Interessant ist auch ein Abstecher nach Walbrzych (Waldenburg) mit dem Schloss Fürstenstein und dem Palast der Alberti-Familie, dem heutigen Regionalmuseum.

Poznan (Posen)

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Diese Stadt an der Warta (Warthe) liegt in der westpolnischen Tiefebene. Einen Besuch im Rathaus am alten Marktplatz mit seinen Barockhäusern, dem Gorki-Palast, dem Dzyalinski-Herrenhaus (heute ein Hotel), der Johanneskirche (12. Jh.), der Maria Magdalena-Kirche, im Nationalmuseum und dem Przemyslaw-Schloss lohnt sich. Auch hier gibt es eine Ostrow-Tumski-Insel, auf der der Peter- und Paulsdom steht. An den vielen Waldseen in der Umgebung gibt es gute Wassersportmöglichkeiten.

Ausflüge

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In Gniezno ist die spätgotische Kathedrale sehenswert. Biskupin mit einer gut erhaltenen archäologischen Fundstätte aus der Zeit um 500 v. Chr. liegt in der Nähe. Ein Kleinod des Architekten Schinkel erwartet den Besucher am Ortsrand von Kornik. Das in einem Park gelegene Wasserschloss bietet eine interessante Sammlung von Möbeln, Manuskripten und Büchern. Auch das Schloss Rogalin mit einer Gemäldesammlung liegt in einem Park.

Szczecin (Stettin)

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Obwohl Szczecin 60 km von der Odermündung entfernt liegt, ist die Stadt der größte polnische Ostseehafen. An die Zeit, als Szczecin die Hauptstadt Pommerns war, erinnern das Schloss der pommerschen Prinzen (14. Jh.) und die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert.

Ausflüge

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Die Badeorte an der pommerschen Küste wie Kolobrzeg (eher elegant) oder Leba (ein ruhiger Urlaubsort mit einem Sandstrand) bieten Abwechselung vom Stadtleben. Die Buchenwälder des Wolin-Nationalparks beheimaten den seltenen europäischen Seeadler. Wunderschön ist auch der Slowinski-Nationalpark mit seiner eigentümlichen Landschaft.

Gdansk (Danzig)

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Dieser wichtige Ostseehafen ist eine geschichtsträchtige Stadt. Wahrzeichen Danzigs ist das hölzerne Krantor aus dem Jahre 1444. Gegenüber stehen die historischen Speicher der Stadt. Wie in anderen zerstörten polnischen Städten wurde das Stadtzentrum nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Viele der Bürgerhäuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Durch das Viertel Glowne Miasto ziehen sich neun Hauptstraßen, die zum Ufer der Mottlau führen. Am Langen Markt mit seinen restaurierten Renaissancehäusern steht der Artushof aus dem 15. Jahrhundert. Direkt daneben befindet sich das Rechtsstädtische Ratshaus (14. - 16. Jahrhundert), in dessen Sälen eine Ausstellung des Historischen Museums zu bewundern ist. Von dem 82 Meter hohen Turm hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Auch der Lotsenturm im Stadtteil Nowy Port bietet eine Aussichtsplattform, von der aus der Danziger Hafen und die gegenüber liegende Westerplatte zu sehen ist. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Halbinsel Hela. Als Besucher sollte man sich auch das Goldene Tor aus dem 17. Jarhundert ansehen. Die riesige gotische Marienkirche ist die wichtigste Sehenswürdigkeit Danzigs und eine der größten Kirchen in Polen. Der Innenraum bietet Platz für mehr als 20.000 Menschen, hier befindet sich auch eine berühmte astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert. Die Kathedrale im Stadteil Oliwa ist besonders für die Akustik ihrer Orgel bekannt. Der Badeort Sopot (Zoppot) hat den längsten Pier Europas (500 m).

Ausflüge

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Die bewaldete Hel-Halbinsel, die kaschubische Seenplatte und die Schmalspurbahn an der Weichsellandzunge sind leicht zu erreichen. Die Ritterordensburg in Malbork (Marienburg) stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt Torun (Thorn), Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet, war der Geburtsort des Astronoms Nikolaus Kopernikus. Das Nikolaus-Kopernikus-Museum ist besonders sehenswert.

Masuren

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Weiter östlich liegt das Gebiet Masuren mit vielen Seen, Flüssen, Kanälen, Mischwäldern und Sümpfen. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt umfasst mehrere Naturschutzgebiete und Reservate, die oft nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kajak erreichbar sind. Die größten der masurischen Seen sind der Sniardwy-See (Spirdingsee) und der Mamry-See (Mauersee). Wisente leben im Bialowieza, einem der letzten großen Waldkomplexe Europas. Masuren ist eine stille Ferienregion, in der man Segeln, Kanufahren und Zelten kann. In Olsztyn (Allenstein), der größten Stadt Masurens, liegt eine renovierte Burg aus dem 14. Jahrhundert mit historischen Sammlungen und herrlichem Ausblick.
Tief im masurischen Wald liegt Ketrzyn (Rastenburg). Sehenswert sind u. a. die gotische Wehrkirche, die Ordensburg aus dem 14. Jahrhundert (umgebaut im 16. und 17. Jahrhundert), die heute ein Museum beherbergt, und das Alte Rathaus. 8 km von Ketrzyn entfernt, in Gierloz (Görlitz), befinden sich die Gebäudeüberreste von Hitlers Wolfsschanze, seinem ehemaligen Hauptquartier, wo er sich während des Krieges oft aufhielt. Hier wurde im November 1944 ein Attentat auf ihn verübt, das jedoch missglückte. 1992 wurde an dieser Stelle eine zweisprachige Gedenktafel angebracht in Erinnerung aller Personen, die für ihr Aufbegehren gegen die nationalsozialistische Diktatur mit ihrem Leben bezahlten.
Die Seengebiete Pojezierze Pomorskie und Pojezierze Lubuskie sind aufgrund ihrer Nähe zu Deutschland beliebte Urlaubsziele.

Land & Leute

Essen & Trinken

Vorspeisen (Przekaski) sind Aal in Aspik, marinierter Fisch in saurer Sahne, Rollmops, Kulebiak (eine Pilz- und Kohlpastete), Kabanos (eine lange, dünne, stark gewürzte Wurst) oder Mysliwska (eine Wurst aus Schweine- und Wildfleisch). Suppen wie Barszcz (Rote-Beete-Suppe mit saurer Sahne) oder Rosol (Rind- oder Hühnerbouillon) werden häufig in Tassen und mit kleinen Pasteten, die mit Fleisch oder Kohl gefüllt sind, serviert. Piroggen (gefüllte Teigtaschen), meist mit Weißkäse oder mit Weißkohl gefüllt, werden nicht nur gerne in Polen gegessen. Auch in der Russischen Föderation und in Finnland gibt es sie in unterschiedlichen Varianten.

Beliebte Gerichte sind Zrazy Zawijane (pilzgefüllte Rouladen in saurer Sahne) mit gekochtem Kascha (Buchweizen) und Golonka (Eisbein). Das polnische Nationalgericht Bigos (Weißkohl-Sauerkrauttopf mit Steinpilzen) war ursprünglich ein Essen der Jäger des polnischen Landadels, der Schlachta. Man hatte immer einen Kessel mit Bigos dabei. Heute wird Bigos in ganz Polen gegessen, in den Skihütten Zakopanes genauso wie in Suwalki, an den Masurischen Seen, in den eleganten Lokalen Warschaus wie in den rustikalen Kellerlokalen Krakaus an der Weichsel. Eine Feier in Polen ist ohne dieses würzig-pikante Gericht Bigos undenkbar. Polen hat auch eine große Auswahl an frischem Fisch (Ryba). Karpfen wird in einer süßsauren Aspiksoße serviert, und pochierter Hecht mit Sahnemeerrettich ist sehr zu empfehlen. Polnische Backwaren (Ciastka) sind ausgezeichnet.

Getränke:
Wodka (Wódka) wird eiskalt getrunken. Wyborowa soll der beste Wodka sein, aber es gibt noch viele andere Geschmacksrichtungen wie Zubrowka (Bisongras), Tarniowka (Schlehe), Sliwowica (Pflaume) und Pieprzowka (mit weißem Pfeffer). Zu den beliebten Biermarken gehören: Zywiec, Okocim und EB.

Nachtleben

In fast allen größeren Städten gibt es Diskotheken, in Warschau findet man auch Nachtklubs. Mit ihren 17 Theatern und drei Opernhäusern spiegelt die Hauptstadt die große Musik- und Theatertradition des Landes wider.

Einkaufstipps

Glas, Emaillewaren, handgewobene Läufer, Silberartikel, handgearbeiteter Schmuck, Folklorepuppen, Holzschnitzereien sowie Ton- und Metallskulpturen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 06.00-18.00/19.00 Uhr.

Sport

Angeln: Ein Angelschein kann gegen eine Gebühr beantragt werden. Reisebüros können für Sportvereine, Jugendorganisationen und Schulklassen Hobbyurlaube auf Booten oder Wassersporturlaube an den masurischen Seen organisieren.

Reitsport und Pferderennen: Die größten Reitsportzentren und Pferdebahnen befinden sich in Warszawa (Sluzewiec), Sopot, Raculka (bei Zielona Gora), Wroclaw, Bialy Bor (bei Slupsk) und Ksiaz (bei Walbrzych). Reiterferien sind ebenfalls sehr beliebt.

Segeln: Die Masurischen Seen (Mazury) sind das beliebteste Segelgebiet. Schwimmen: In den meisten Städten gibt es Schwimmbäder. An der Ostseeküste und in den Masurischen Seen kann man ebenfalls gut schwimmen.

Die Tatra bietet herrliche Wandermöglichkeiten.

Wintersport:
Die beliebtesten Wintersportorte sind Zakopane in der Tatra und Krynica und Szczyrk im Beskidy-Gebirge. Die Skisaison ist von November bis Mai. Auf den gefrorenen Wasserwegen kann man sehr gut eissegeln.

Veranstaltungskalender

Apr.-Mai Polnisches zeitgenössisches Opernfest, Warschau. Beginnt am 2. Freitag im Juni Wikinger-Fest, Rynia. Juni-Juli Warschaus Kammermusik Mozart Festival. Jun. Lajkonik Festival (mittelalterliche Festumzüge), Krakau. Beginnt am 1. Freitag im Juli-Aug. Musikalische Gärten, Warschau. Beginnt am letzten Samstag im Juli-Aug. St. Dominic-Fest, Danzig. Beginnt am 1. Freitag im August Duszniki Zdroj Chopin-Fest, Duszniki Zdroj. Aug. Musik in Alt-Krakau, Krakau. Beginnt am 3. Freitag im September Warschauer Herbst - Musikfest, Warschau. Okt. Warschauer Film Festival, Warschau. Okt. JVC Jazz-Fete, Warschau.

Weitere Auskünfte erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Es gibt große Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben, die Landbevölkerung ist sehr gläubig und ihr Lebensstil traditioneller. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, Frauen werden mit Handkuss begrüßt. Die üblichen Höflichkeitsformen werden erwartet, und Gastgeber freuen sich über einen Blumenstrauß.

Kleidung sollte zurückhaltend, aber leger sein. In guten Restaurants oder zu besonderen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet.

In manchen öffentlichen Gebäude (z. B. Bahnhöfe) ist das Rauchen verboten.

Fotografieren:
Militärische Anlagen, Industriegebäude und Verkehrsknotenpunkte, die mit einer durchgestrichenen Kamera gekennzeichnet sind, dürfen nicht fotografiert werden.

Trinkgeld:
Ist nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10-15% werden erwartet.

Unterkunft

Hotels

Die meisten internationalen Hotelketten sind in Polen vertreten. Vorausbuchung empfiehlt sich in der Hauptsaison. Weitere Auskünfte erteilt u. a. das Fremdemverkehrsamt in Berlin (s. Adressen) sowie der Polnische Hotelverband, Ul. Nowogrodzka 44 m 2, PL-00-695 Warszawa (Tel: (22) 622 69 91/-93).

Camping

Polen hat über 200 Campingplätze. 75% bieten 220 V-Stromanschlüsse, und einige haben 24 V-Anschlüsse für Wohnwagen. Wasch- und Speiseräume, Lebensmittelkioske und Restaurants gehören ebenfalls zur Standardausstattung.
Campingplätze sind in zwei Kategorien eingeteilt. In der 1. Kategorie ist jeder Stellplatz mindestens 100 qm groß, der Platz ist beleuchtet, und die Rezeption ist ganztägig besetzt. Die Saison dauert von Mitte Mai bis Ende September. Mit dem Ausweis des Campingverbands (FICC) erhält man 10% Ermäßigung. Weitere Informationen vom Polnischen Verband für Camping und Caravanning (Polska Federacja Campingu i Caravaningu), Ul. Grochowska 331, PL-03-838 Warszawa (Tel: (22) 810 60 50).

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich :

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich : -

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : , Zertifikat erforderlich :

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : Nein, Zertifikat erforderlich : -

Gesundheitsvorsorge

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall an einen Vertragsarzt oder an ein öffentliches Gesundheitszentrum. Anschriften von Vertragsärzten und öffentlichen Gesundheitszentren sind bei den Zweigstellen des nationalen Gesundheitsfonds (Narodowy Fundusz Zdrowia) erhältlich.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Die Notrufnummern sind in ganz Polen gleich und können kostenlos von allen öffentlichen Telefonzellen angewählt werden:
Polizei: 997.
Feuerwehr: 998.
Rettungsdienst: 999.
Pannendienst: 981.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Neujahr
21 Apr Ostermontag
1 May Nationalfeiertag (Rumänien)/ Tag der Einheit (Myanmar) (Tansania)
3 May Tag der Verfassung
29 May Christi Himmelfahrt
19 Jun Fronleichnam
15 Aug Mariä Himmelfahrt
1 Nov Allerheiligen
11 Nov Unabhängigkeitstag
25 Dec Weihnachten
26 Dec Zweiter Weihnachtsfeiertag

2015
1 Jan
Neujahr
6 Apr Ostermontag
1 May Nationalfeiertag (Rumänien)/ Tag der Einheit (Myanmar) (Tansania)
3 May Tag der Verfassung
14 May Christi Himmelfahrt
4 Jun Fronleichnam
15 Aug Mariä Himmelfahrt
1 Nov Allerheiligen
11 Nov Unabhängigkeitstag
25 Dec Weihnachten
26 Dec Zweiter Weihnachtsfeiertag

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Polen eingeführt werden:
Bei Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen ab 17 J.);
Bei Einreise auf dem Landweg: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (Personen ab 17 J.);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Getränke mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % (Personen ab 17 J.);
4 l Tafelwein (Personen ab 17 J.);
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.

Einfuhrbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Duty-free-Verkauf in der EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Warenverkehr innerhalb der EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet. Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

Geld

Währung

1 Zloty = 100 Groszy. Währungskürzel: Zl, PLN (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Zl; Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 Zl sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Groszy.
Anmerkung: Nach Experteneinschätzung ist nicht absehbar, wann die Euro-Einführung in Polen stattfindet, da das Land aufgrund wirtschaftlicher Probleme derzeit noch nicht dem Wechselkursmechanismus II, der Vorstufe der Euro-Einführung, beitreten kann.

Geldwechsel

Auslandswährungen können problemlos an den Grenzübergängen, in Banken und Wechselstuben sowie in größeren Hotels und Reisebüros gewechselt werden. In Wechselstuben (Kantor) fallen keine Gebühren an.

Kreditkarten

Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden in Hotels, Restaurants, großen Läden, Reisebüros, Flugvertretungen und Tankstellen akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Mit ec-/Maestro-Karte und PIN-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der ec-/Maestro-Karte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard, dem Nachfolger des Postsparbuches als Sortenbeschaffungsmittel im europäischen Ausland. Mit Sparcard und PIN-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landeswährung, Einfuhr und Ausfuhr von Fremdwährungen unbegrenzt.

Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr und Sa 09.00-13.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 4.36 PLN
1.00 CHF = 4.01 PLN
1.00 USD = 3.99 PLN
Wechselkurse vom 10 Januar 2016

Reisepass/Visum

Übersicht

Schweiz

Pass erforderlich : Nein, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Österreich

Pass erforderlich : Nein, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Deutschland

Pass erforderlich : Nein, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : 2, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Nein/1, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Nein

Hinweis

Polen ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). 

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis Österreicher: Eigener Reisepass oder Personalausweis.

Schweizer: Eigener Reisepass oder Identitätskarte.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen: (a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über alle nötigen Weiterreisepapiere verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Schengen-Visum

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.

Visaarten

Einreisevisum (Kurz- und Langzeitvisum), Transit- und Flughafentransitvisum.

Visagebühren

Schengen-Visum: 60 €.

Gültigkeitsdauer

6 Monate ab Ausstellungsdatum.
Einreisevisum: bis zu 90 Tagen Aufenthalt.
Transitvisum: 5 Tage Aufenthalt.

Antragstellung

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen). Für die Beantragung eines Schengenvisums oder eines nationalen Langzeitvisums ist eine vorherige Online-Registrierung unter www.e-konsulat.gov.pl nötig. 

Antragstellung

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen). Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens drei Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, über mindestens 2 leere Seiten verfügt und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. (b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen bzw. das Ziel des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen bzw. belegen. (c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung. (d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen. (e) Visumgebühr in bar bei der Beantragung im Konsulat. (f) 1 biometrisches, farbiges Passbild (3,5 x 4,5 cm). (g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Bearbeitungszeit

Bis zu 14 Werktage, in Einzelfällen auch länger.

Personalausweis

U. a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen: EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Dänemark, Großbritannien und Irland (Rep.)).

Ausreichende Geldmittel

Reisende müssen über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer ihres Aufenthalts verfügen. Als Bestätigung über die Höhe der zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln zum Bestreiten der Einreise- und Aufenthaltskosten (z. B. für Touristen 100 Zl pro Tag; für einen Aufenthalt bis zu 3 Tagen mindestens 300 Zl, mit bezahltem Aufenthalt, z.B. Hotelbuchung 20 Zl pro Tag, aber nicht weniger als 100 Zl) gelten Bargeld, Reiseschecks, Bescheinigung aus einem Geldinstitut oder eine in Polen im Wojewodschaftsamt registrierte Einladung.

Meldepflicht

Ausländer (auch EU-Bürger), die sich zu Besuch in Polen aufhalten, müssen sich vor Ablauf von vier Tagen ab der Einreise bei der örtlichen Meldebehörde (Urzad Meldunkowy) anmelden. Bei Aufenthalt in einem Hotel erledigt dieses die Formalitäten; bei Aufenthalt bei Privatpersonen müssen sich Gast und Gastgeber zur Meldebehörde begeben und die Anmeldung dort erledigen. Ausländer (auch EU-Bürger) sind dazu verpflichtet, eine Aufenthaltsregistrierung beim zuständigen Wojewodschaftsamt der Abteilung für Aufenthaltslegalisation vorzunehmen, wenn der Aufenthalt länger als 3 Monate dauert. 

Dokumente bei der Einreise

Ausreichende Geldmittel.

Verlängerung des Aufenthalts

EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als 3 Monate in Polen aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht persönlich bei der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich.

Einreise mit Haustieren

Die Einfuhr von Papageien ist untersagt. In speziellen Fällen kann eine Sondergenehmigung beim Landwirtschaftsministerium beantragt werden. Vögel aus Ländern, in denen die Vogelgrippe aufgetreten ist, dürfen nicht eingeführt werden.
Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Allgemeines

Lage

Mitteleuropa.

Fläche

312.685 qkm (120.728 qm).

Bevölkerungszahl

38.346.279 (2014).

Bevölkerungsdichte

122,6 pro qkm.

Hauptstadt

Warschau (Warszawa).

Staatsform

Republik seit 1918. Neue Verfassung seit 1997 in Kraft. Zweikammerparlament: Unterhaus (Sejm) mit 460 Mitgliedern und Senat mit 100 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Staatspräsident wird für 5 Jahre gewählt, einmalige Wiederwahl möglich. Regierungschef: Wird vom Staatspräsidenten ernannt. Polen ist EU-Mitglied und Mitglied der Vereinten Nationen.

Geographie

Polen grenzt im Norden an die Ostsee und Kaliningrad, im Osten an Litauen, Belarus, Russ. Föderation und Ukraine, im Süden an die Tschechische und Slowakische Republik und im Westen an Deutschland.
Polen bietet eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Betrachtet man das ganze Land aus der Vogelperspektive, so sieht man im Süden die Gebirgskette der Karpaten und Sudeten. Einen Teil der Karpaten bildet das Tatra-Gebirge, das als einziger Gebirgszug in Polen einen alpinen Charakter aufweist. Im Süden sieht man das Beskiden- und das Bieszczady-Gebirge. Richtung Norden dominieren die beiden Flüsse Weichsel (1047 km lang) und Oder (742 km lang) mit ihren zahlreichen Nebenflüssen die Landschaft.
Die Masurische Seenplatte mit ihren beiden größten Seen, dem Sniadrwy-See (106 qkm) und dem Mamry-See (104,9 qkm) ist landschaftlich besonders attraktiv, sowie die Ostsee im Norden von Polen mit den weitläufigen Sandstränden, den Dünen an der mittleren Küste und den hohen Klippen.
Polen ist ein Land faszinierender Natur. Ein Paradies für Geologen und Vogelkundler sind die Sudeten und ihr Vorland. Der Bialowieska-Urwald lockt mit seiner urwüchsigen Natur und dem weltbekannten Reservat für Wisente. Die Salzbergwerke in Wieliczka und Bochnia gehören zu den ältesten sich in Betrieb befindlichen Salzbergwerken der Welt.

Sprache

Amtssprache ist Polnisch. Es wird auch Deutsch, Ukrainisch oder Belarussisch gesprochen.

Religion

89,8% römisch-katholisch; außerdem Polnisch-Orthodoxe, Protestanten, Altkatholiken und Juden.

Ortszeit

MEZ. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 1 (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils 0 Std.

Netzspannung

230 V, 50 Hz.

Regierungschef

Beata Maria Szydło, seit November 2015.

Staatsoberhaupt

Andrzej Duda, seit Mai 2015.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Polen

Konsulat in Zürich.
Telefon: (+41) (031) 358 02 02. Konsularabt.: Tel: (031) 358 02 13.
Website: www.berno.polemb.net
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.15-16.15 Uhr. Konsularabt.: Mo, Di, Do, Fr 09.00-13.00 Uhr.

Botschaft der Republik Polen

Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck, Linz und Klagenfurt. Die Konsularabteilung befindet sich in der Auhofstr. 19B (Parallelstr.).  
Telefon: (+43) (01) 87 01 58 34, Konsularabt.: 87 01 51 00/28.
Website: www.wien.polemb.net
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: Mo 12.00-17.00 Uhr und Di, Mi, Do, Fr 08.30-13.30 Uhr.

Konsularabteilung der Botschaft

Richard-Strauss-Straße 11, D-14193 Berlin, Germany Telefon: (030) 22 31 31 22.
Website: berlin.msz.gov.pl/de/
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr 09.00-14.00 Uhr, Di 13.00-18.00 Uhr.

Botschaft der Republik Polen

Generalkonsulate in Hamburg, Köln und München. Honorarkonsulate in Bremen, Frankfurt/M., Lübeck, Flughafen Leipzig/Halle, Schwerin und Weimar.
Telefon: (030) 22 31 30.
Website: www.berlin.polemb.net
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.15-16.15 Uhr (Terminvereinbarung erforderlich). 

Polska Organizacja Turystyczna (POT)

(Polnische Tourismusorganisation, Warschau)
 
Telefon: (22) 536 70 60.
Website: www.pot.gov.pl

Polnisches Fremdenverkehrsamt

(auch für die Schweiz zuständig)
Telefon: (+43) (01) 524 71 91.
Website: www.polen.travel/de-at

Polnisches Fremdenverkehrsamt

Hohenzollerndamm 151, D-14199 Berlin, Germany Telefon: (030) 210 09 20 und 21 00 92 10, (030) 21 00 92 11 (Reisebranche). Touristenhotline in Polen (Infos und Notfälle, auch auf Deutsch): (0048) 222 78 77 77 (Festnetz) bzw. (0048) 608 59 99 99 (Mobiltelefone).
Website: www.polen.travel/de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Warschauer Touristeninformation (im Kulturpalast)

Weitere Touristeninformationszentren in Warschau: Altstadt (Rynek Starego Miastra 19/21) und am Flughafen Chopin (Terminal A).
Telefon: 221 94 31.
Website: www.warsawtour.pl
Öffnungszeiten: Mo-So 08.00-20.00 Uhr (Mai-September) und 08.00-18.00 Uhr (Opktober-April).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Stand: 11.10.2015Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:Allgemeine ReiseinformationenTouristische Informationen für Reisen nach Polen sind erhältlich beim Polnischen Informationszentrum für Touristik, Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel. +49 30 21 00 920Grenzgebiet zu RusslandHinweis für Touristen, insbesondere Wanderer, im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad): Die „grüne Grenze" ist an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert. Wer die Grenze auch nur für wenige Meter illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.KriminalitätWie in vielen anderen Reiseländern auch sollten wertvoller Schmuck, Uhren, Kameras, Pässe und Brieftaschen/Geldbörsen möglichst nicht sichtbar getragen werden. Gepäck sollte niemals unbeaufsichtigt bleiben.Insbesondere auf den vielbefahrenen Strecken Görlitz-Breslau (A 4), Frankfurt/Oder-Warschau sowie in Großstädten kann es zu Diebstahl oder Raub von Kraftfahrzeugen kommen. Es wird vor Diebstahl auf unbewachten Parkplätzen und vor vorgetäuschten Unfällen bzw. vorgetäuschten Pannen gewarnt. Totalschaden oder Verlust (Diebstahl) des Kraftfahrzeuges führt unter Umständen zu abgabenrechtlichen Problemen. Die Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder der Abschluss einer speziellen Versicherung (Auslandsschutzbrief) wird daher dringend angeraten.Geldtausch in Wechselstuben (sog. Kantor)In den touristischen Zentren (z.B. Krakau) wird zur Vorsicht beim Geldtausch geraten. Manche Wechselstuben locken Kunden mit missverständlichen Werbetafeln. Es wird daher empfohlen, vor dem Tausch den genauen Kurs für das beabsichtigte Tauschgeschäft zu erfragen. Bei seriösen Wechselstuben ist die Marge zwischen Euro-Ankaufs- (kupno) und Verkaufskurs (sprzeda?) gering (z.B. am 28.05.2014: kupno - we buy at: 1 € =  4,15 zl - sprzeda? - we sell at 1 € = 4,17 z?).Bargeldabhebungen an Geldautomaten mit deutschen Kredit/EC-KartenBei Abhebungen an Geldautomaten in Polen ist Vorsicht geboten: Häufig wird die Direktumrechnung zu einem „garantierten Wechselkurs" in EUR angeboten. Es wird empfohlen, sich vor Nutzung dieses Services sorgfältig über den Wechselkurs des Zloty zu informieren, da der am Geldautomaten angebotene Wechselkurs bis zu 10 % ungünstiger sein kann, als der Interbanken-Wechselkurs, der bei einer Abrechnung in Zloty verwendet wird.StraßenverkehrSteuert der Halter sein Fahrzeug nicht selbst oder fährt darin als Passagier mit, benötigt der Fahrer des Fahrzeugs unbedingt eine Bescheinigung des Halters, in der ihm die Erlaubnis erteilt wird, das Fahrzeug zu nutzen und damit nach Polen zu reisen. Fahrer eines nicht in Polen zugelassenen Fahrzeuges, die ohne eine solche Bescheinigung angetroffen werden, müssen mit einer Geldbuße rechnen. Ein Muster für eine solche Bescheinigung gibt es auf der Homepage der polnischen Botschaft Berlin, Externer Link, öffnet in neuem Fenster http://www.berlin.msz.gov.pl/pl/ bei Konsularinformationen-Rechtsinformationen.Das Mitführen der Grünen Versicherungskarte ist nicht mehr Pflicht. Dennoch empfiehlt es sich, die Grüne Versicherungskarte mitzuführen, da sie erfahrungsgemäß die Abwicklung im Schadensfall erheblich erleichtert.Der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes für Kraftfahrzeuge wird empfohlen, da bei einem Unfall sehr hohe Kosten für den Rücktransport des Fahrzeuges nach Deutschland entstehen, bzw. sehr hohe Gebühren für den Fall der Verschrottung in Polen anfallen können.Die derzeitige polnische Straßenverordnung verbietet das Führen von Kraftfahrzeugen nach Alkoholgenuss und/oder bei Trunkenheit. Bei Alkohol am Steuer gilt die Grenze von 0,2‰ Alkohol im Blut bzw. von 0,1 mg/l Atemalkohol. Auch geringfügige Überschreitungen können bereits mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Mit Führerscheinentzug und Fahrzeugsicherstellung ist zu rechnen. Beim Führen von Fahrrädern gelten dieselben Grenzwerte.Seit 17.04.2007 besteht gesetzliche Pflicht, in Polen ganztägig mit Abblendlicht zu fahren. Diese Regelung betrifft alle Kraftfahrzeuge.Das Telefonieren während der Fahrt ist verboten. Erlaubt ist die Benutzung einer Freisprechanlage.Es besteht Anschnallpflicht für alle Autoinsassen. Kinder unter zwölf Jahren sollen in speziellen Kindersitzen hinten befördert werden. Ein Warndreieck ist Pflicht. Ein Feuerlöscher ist für in Polen angemeldete Autos Pflicht.Bußgelder sind von Ausländern sofort zu zahlen und liegen z.B. bei Geschwindigkeitsüberschreitungen zwischen 50 und 500 Z?oty. Wird das Bußgeld nicht gezahlt, ist mit Sicherstellung des Fahrzeugs und in manchen Fällen mit kurzzeitiger Ingewahrsamsnahme zu rechnen.Winterreifen sind in den Wintermonaten dringend erforderlich.Besondere Vorsicht ist an Kreuzungen mit grünen Abbiegepfeilen geboten. Ein Pfeil nach rechts in der Scheibe des grünen Ampellichtes hat in Polen ungefähr dieselbe verkehrsrechtliche Bedeutung wie das Schild mit dem Grünpfeil in Deutschland (ein nach rechts gerichteter Pfeil auf einem Zusatzschild rechts neben dem roten Licht der Ampel ). Das bedeutet, dass der Fahrzeugführer vor dem Abbiegen anhalten muss und stets darauf zu achten hat, dass er andere Verkehrsteilnehmer (insbesondere den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtung) nicht behindert. Bei Nichtbeachtung droht ein Strafzettel, ganz abgesehen von der Unfallgefahr.Für Fußgänger und Radfahrer, die sich im Dunkeln außerhalb von geschlossenen Ortschaften bewegen, ist das Tragen einer Warnweste bzw. von reflektierenden Leuchtstreifen auf der Kleidung Pflicht.Straßenbenutzungsgebühren/MautIn Polen sind Autobahnen in der Regel für alle Fahrzeuge mautpflichtig.Auf den sogenannten Konzessionsstrecken (A1 und Teilstrecken der A2 und A4) werden die Gebühren für alle Fahrzeugarten an Mautstationen  erhoben und sind in bar oder mit Bank- oder Kreditkarte zu bezahlen.Auf allen anderen mautpflichtigen Strecken können die Gebühren für Fahrzeuge unter 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht  sowohl bar bzw. mit Kredit- oder Bankkarte als auch elektronisch mit dem Sendegerät ViaAuto bezahlt werden.Alle anderen Fahrzeuge mit über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht zahlen Maut auch für die Benutzung von Schnell- und Landesstraßen und müssen mit dem elektronischen Sendegerät ViaBox ausgestattet sein. Straßenbenutzungsgebühren für Kraftfahrzeuge über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht (System viaTOLL):Seit dem 01.07.2011 sind Fahrer von Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t für Fahrten auf gebührenpflichtigen Straßen zum Entrichten von Maut verpflichtet. Das Gleiche gilt für Fahrer von PKW-Anhänger-Kombinationen (auch Wohnwagen und Wohnmobilen) mit einem Gesamtgewicht über 3,5 t sowie von Bussen mit mehr als neun Sitzplätzen. Die Abwicklung der Maut erfolgt über viaTOLL (ähnlich TOLL-Collect).Vor der Nutzung des gebührenpflichtigen Straßennetzes muss eine Anmeldung bei viaTOLL erfolgen, die auch Voraussetzung zum Erhalt einer sog. viaBOX ist, mit der die mautrelevanten Daten erfasst werden. Die Anmeldung kann bei den Service- und Vertriebsstellen von viaTOLL sowie über das Internet erfolgen. Die viaBOX wird nach der Registrierung, der Unterzeichnung des Vertrages und Zahlung einer Kaution in Höhe von 120,- PLN ausgehändigt.Bei dieser Registrierung und zur anschließenden Einrichtung eines Benutzerkontos werden folgende Angaben und Unterlagen benötigt:Name und Vorname des Inhabers, Kontaktdaten (Anschrift, E-Mail, Telefonnummer) oder in einem Fall, in dem der Fahrzeughalter ein Unternehmen ist - solche Daten wie: Firmenname, Anschrift, Rechtsform, KRS [HRB] oder Registerauszug, Umsatzsteueridentifikationsnummer, Nummer und Serie des Personalausweises eines VertretungsbevollmächtigtenPersonalausweis oder ReisepasFahrzeugscheinKopie der Gewerbeanmeldung oder Kopie des Auszugs aus dem Handelsregisterauszug (falls der Fahrzeughalter ein Unternehmen ist)Kopie der Bescheinigung über die EURO-Emissionsklasse (akzeptiert werden bestimmte, im Umlauf befindliche Bescheinigungen zur Bestätigung der Schadstoffklassen)Vollmacht zur Unterzeichnung des Vertrages (falls der Vertrag im Namen des Fahrzeughalters durch Dritte abgeschlossen wird)Information über die bevorzugte ZahlungsformPostanschrift und Angaben zu den bevorzugten Kommunikationswegen (Handynummer für SMS und Telefonkontakt, Festnetznummer, E-Mail, Fax).Die Registrierung wird durch die Unterzeichnung des Vertrages zwischen dem Fahrzeughalter (oder seinem Bevollmächtigten) und dem Betreiber des viaTOLL Systems abgeschlossen.Kontakt (auch in deutscher Sprache): +48 22 521 10 10Weitere Informationen, auch eine Auflistung der gebührenpflichtigen Straßen sowie der Gebührensätze, finden sich unter Externer Link, öffnet in neuem Fenster www.viatoll.plBußgelderBei Verstößen gegen die Mautpflicht werden Bußgelder von Fahrzeughaltern der LKW und Busse von 1.500,- PLN fällig. Für Fahrer von PKW-Anhänger-Kombinationen mit einem Gesamtgewicht über 3,5t beträgt das Bußgeld 500,- PLN.Beim Durchfahren mehrerer mautpflichtiger Streckenabschnitte zwischen 00:00 Uhr und 24:00 Uhr kann dieses Bußgeld nur einmal erhoben werden. Bußgelder sind von Fahrzeughaltern oder bei Nichtaktivierung eines elektronischen Gebührenerhebungsgerätes, sogenannte viaBox durch Fahrer zu zahlen. Solange die Bezahlung des Bußgelds nicht erfolgt ist, wird das Fahrzeug von den Kontrolleuren an der Weiterfahrt gehindert und muss ggf. auf einem Parkplatz abgestellt werden. Der polnische Gesetzgeber sieht eine Möglichkeit der Befreiung von der Gebührenpflicht für das Befahren öffentlicher Wege nicht vor.LKW-VerkehrFür LKW über 12 t gilt an polnischen Feiertagen (Neujahr, Ostersonntag, Ostermontag, 1. Mai, 3. Mai, Pfingstsonntag, Fronleichnam, 15. August, 1. November, 11. November, 25. und 26. Dezember) von 8.00 bis 22.00 Uhr sowie am Vortag von 18.00 bis 22.00 Uhr Fahrverbot . Das Fahrverbot gilt nicht am 24. und 31.12. und nicht für humanitäre Hilfstransporte und Busse.In den Sommermonaten - ab dem ersten Freitag nach dem 18. Juni bis zum letzten Sonntag vor dem Beginn des Schuljahres Anfang September - gelten zusätzlich Fahrverbote am Freitag von 18.00 bis 22.00 Uhr, am Samstag von 08.00 bis 14.00 Uhr und am Sonntag von 08.00 bis 22.00 Uhr. Seit der Eröffnung moderner Grenzübergänge wie z.B. Kukuryki/Brest werden alle LKW auf ihr Lade- bzw. Leergewicht überprüft. Vereinzelt kommt es dabei zu Problemen, da die Wiegeprotokolle, die bei der Einreise nach Polen vorgenommen worden sind, nicht mit denen bei der Ausreise übereinstimmen. Die LKW-Fahrer müssen bei festgestellter Überladung mit hohen Nachzahlungen rechnen. In Warschau gelten Verkehrsbeschränkungen für den Verkehr von LKW mit einem Gesamtgewicht von über 5 t, 10 t bzw. 16 t. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der deutschen Vertretungen in Polen unter http://www.polen.diplo.de/lkw-warschauOmnibusse-GelegenheitsverkehrAusländische Unternehmen aus EU-Staaten, die in Polen Dienstleistungen der grenzüberschreitenden Personenbeförderung mit Omnibussen erbringen, die in einem anderen EU-Land als Polen zugelassen sind, sind verpflichtet, das allgemeine Besteuerungsverfahren für Personenbeförderung in Polen anzuwenden, d.h. sich als VAT-Zahler in Polen anzumelden. Bei der umsatzsteuerrechtlichen Registrierung beim polnischen Finanzamt sowie bei den Umsatzsteuermeldungen hilft die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer (AHK Polen). Kontakt: Frau Monika Grzybowska, Tel. +48 (22) 5310 620, Fax:+48 (22) 5310 550, E-Mail: mgrzybowska(at)ahk.pl  Nach Auskunft des polnischen Finanzministeriums unterliegen kostenlose Beförderungen von Personen mit eigenen Autobussen, die ausländischen Vereinen, Kulturensembles, Sportklubs und Schulen gehören, nicht der VAT-Steuer, wenn sie mit der unterhaltenen Tätigkeit zusammenhängen. Diese Rechtspersonen, die ausschließlich kostenlose Beförderungen von Personen durchführen, sind nicht verpflichtet sich als VAT-Zahler in Polen anzumelden.Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Deutschen Vertretungen in Polen unter Externer Link, öffnet in neuem Fenster www.polen.diplo.de/omnibusseZusätzliche Auskünfte erteilt die Botschaft der Republik Polen in Berlin Externer Link, öffnet in neuem Fenster http://www.berlin.msz.gov.pl/pl/Humanitäre Hilfstransportedurch und nach Polen können von der Deutschen Botschaft in Warschau beim polnischen Grenzschutz und Zollamt angemeldet werden. Dazu benötigt die Botschaft mindestens eine Woche vor Abfahrt die folgenden Informationen:Grenzübergang für die Einreise nach Polenbei Transit: Grenzübergang für die Ausreise aus PolenMarke und Kennzeichen der FahrzeugeDer Leitfaden für Hilfsgutlieferungen nach Osteuropa/GUS, der vom Arbeiterwohlfahrt-Bundesverband in Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. herausgegeben wird, enthält wertvolle Hinweise.OrganspendeNach den polnischen gesetzlichen Regelungen gilt bei Organspenden das sog. Widerspruchsprinzip. Das bedeutet, dass einer Organentnahme ausdrücklich widersprochen werden muss. Bei nicht polnischen Staatsangehörigen wird zwar angenommen, dass keine Zustimmung vorliegt, dennoch wird empfohlen, seinen Willen zweifelsfrei zu hinterlegen. Die einfachste und sicherste Möglichkeit einer Organentnahme im Todesfall zu widersprechen oder ihr zuzustimmen, ist die Mitführung eines Schriftstückes, in dem diese persönliche Entscheidung dokumentiert ist (Organspendeausweis). Damit die eigene Entscheidung auch im fremdsprachigen Ausland verstanden und beachtet wird, veröffentlicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für Urlaubs-(Auslands) reisende im Internet ein übersetztes Beiblatt zum Organspendeausweis in neun Sprachen. Es kann unter Externer Link, öffnet in neuem Fenster www.organspende-info.de u.a. in polnischer Sprache herunter geladen werden und sollte gemeinsam mit dem Organspendeausweis mitgeführt werden.
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