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Reiseinfomationen zu: Haiti, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 11,5 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 1.300 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 1,3 % (2008)

Arbeitslosenrate: k.A.

Inflationsrate: ca. 15,5 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 80 % (2003)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 28 % (2004)
Industrie: ca. 20 % (2004)
Dienstleistungen: ca. 52 % (2004)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Kaffee, Kakao, Zucker, Süßkartoffeln, Sisal), Bauxitbergbau

Außenhandel
Importe: ca. 2,107 Mrd. US$ (2008)
Exporte: 490 Mio. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
USA, Niederländische Antillen, China, Dominikanische Republik, Kanada

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: U.a. Weltbank, WTO (Welthandelsorganisation), WMO (Weltorganisation für Meteorologie), ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation), Weltorganisation für Geistiges Eigentum, Weltpostverein, Internationale Fernmeldeunion, IATA (International Air Transport Organization - Dachorganisation internat. Fluglinienbetreiber), Interpol, Internationale Kaffee-Organisation, UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik (CELAC), OAS (Organisation Amerikanischer Staaten), Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB), EU-AKP-COTONOU (Abkommen über die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten), CARICOM (Karibische Gemeinschaft), CARIFORUM (AKP-Gremium für die Karibikstaaten), SELA (lateinamerikanisches Wirtschaftssystem), AEC (Vereinigung der Karibikstaaten)

Umgangsformen

Dolmetscherdienste können in der Regel vermittelt werden. Geschäftsreisende werden normalerweise vom einheimischen Geschäftspartner zum Essen eingeladen und sollten eine Gegeneinladung aussprechen. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate November bis März.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Ständigen Vertretung von Haiti
64 Rue de Monthoux, CH-1201 Genf
Tel: (022) 732 76 28.

Chambre Haïtienne de Commerce et d’Industrie (Industrie- und Handelskammer)
Cité de l’Exposition, Boulevard Harry Truman, Boîte Postale 982, Port-au-Prince
Tel: 222 86 61.

Chambre Franco-Haïtienne de Commerce et d’Industrie
Holiday Inn Plaza, Suite 327, Port-au-Prince
Tel: 223 84 04, 223 84 24.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Es gibt Flugverkehr mit Caribintair zwischen Port-au-Prince und den Provinzstädten Haitien, Hinche, Pingnon und Dame Marie. Buchungen sollten vor dem Abflug bestätigt werden, da Stornierungen oder Verspätungen vorkommen. Privatcharter ist ebenfalls möglich.

Schiff

Von Port-au-Prince aus werden Segelbootfahrten zu den Stränden angeboten, besonders reizvoll ist eine Fahrt im Glasbodenboot über das Sand Cay Reef.

Fracht- und Passagierschiffe
pendeln zwischen Jérémie, Cap-Haïtien und Port-au-Prince.

Bus/Pkw

Es herrscht Rechtsverkehr. Allwetterstraßen gibt es von Port-au-Prince nach Cap Haïtien und Jacmel. Fahrten in das Landesinnere sind aufgrund des schlechten Straßenzustands zeitraubend; vor Nachtfahrten wird wegen erhöhter Gefahr von Unfällen und Überfällen abgeraten. Besonders gefährlich ist die Hauptstadt Port-au-Prince.

Fernbus:
Von Port-au-Prince fahren Busse nach Cap Haïtien, Jacmel, Jérémie, Hinche, Les Cayes und Port de Paix. Die Verbindungen sind unregelmäßig.

Taxi:
Kombiwagen (Camionettes) verbinden Port-au-Prince mit Pétionville sowie einigen anderen Städten.

Mietwagen
können in Port-au-Prince und Pétionville sowie am Flughafen und in den Hotels gemietet werden. Außerhalb von Port-au-Prince ist Benzin nur schwer erhältlich. Die Kennzeichen offizieller Mietwagen beginnen mit einem L.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Stadtverkehr

Die farbenfrohen Tap-taps fahren in Port-au-Prince zu Einheitsfahrpreisen, sind aber oft überfüllt.

Taxis
haben keine Taxameter, aber Preise für bestimmte Strecken sind von der Regierung festgelegt. Auf allen anderen Strecken sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren. Nummernschilder von Taxis fangen mit »P« an. Sammeltaxis (Publiques), die mit einem rotan Band am Rückspiegel gekennzeichnet sind, sind am preiswertesten. Man kann Taxis für Ausflüge stunden- oder tageweise mieten.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Die nationalen sowie britische und US-amerikanische Airlines fliegen von Deutschland, Östereich und der Schweiz aus über London oder Paris und New York. Air France (AF) bietet Flüge von Paris nach Port-au-Prince über Miami oder New York an. Lynx Air fliegt von Miami nach Cap Haitien, Copa Airlines (CM) (Internet: www.copaair.com) fliegt ebenfalls von amerikanischen Destinationen über Panama nach Port-au-Prince.

Flughafengebühren

Eine Ausreisesteuer muss bei der Ausreise auf dem Luft- und Landweg bezahlt werden. Die meisten internationalen Fluglinien haben diese in die Ticketpreise integriert. Bei kleineren Fluglinien (z. B. nach Santo Domingo) kann es jedoch vorkommen, dass die Steuer am Flughafen bar in US-Dollar verlangt wird. Ausreisesteuer bei Flugreisen: Bis zu 55 US$. Ausreisesteuer auf dem Landweg: Ca. 23 US$ plus 100,-Gourdes. Bei den regelmäßigen zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik verkehrenden Buslinien ist die Ausreisesteuer im Fahrschein enthalten. Bei individueller Anreise sollten Reisende dennoch über ausreichend Bargeld in USD und haitianischen Gourdes verfügen.

Internationale Flughäfen

Port-au-Prince (PAP) liegt 6 km nordöstlich der Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop, Wechselstube, Mietwagenschalter, Imbiss-Stube, Bars und Taxistand.

Cap Haïtien (CAP) ist Haitis zweiter internationaler Flughafen und liegt 10 km von Cap Haïtien entfernt. Taxis stehen zur Verfügung.

Schiff

Haiti wird von mehreren Kreuzfahrtschifflinien, darunter Royal Caribbean, angelaufen. Die wichtigsten Häfen sind Port-au-Prince, Cap Haïtien und Labadee.

Bus/Pkw

Es gibt Busverbindungen in die Dominikanische Republik.

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

GSM-Netz wurde vor kurzem eingeführt, Netzbetreiber ist Haïtel (Internet: www.haitelonline.com). Mobiltelefone können vor Ort gemietet werden.

Internet/E-Mail

In größeren Städten gibt es Internetcafés. Internetanbieter sind Compa (Internet: www.compa.net), InterMediaExPress (Internet: www.intermediahaiti.com/ixp) und Netcom.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa benötigt bis zu einer Woche. Das Hauptpostamt in Port-au-Prince, Cité de l\'Exposition, befindet sich am Place d\'Italie. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-20.00 Uhr und Sa 08.30-12.00 Uhr. Briefe, die nach 09.00 Uhr abgegeben werden, werden erst am folgenden Werktag weiterbefördert.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Port-au-Prince

-

Die Hauptstadt Port-au-Prince hat über 750.000 Einwohner. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Marché de Fer, die beiden Kathedralen, das Kunstmuseum, die Statue des Unbekannten Sklaven und die Häuser und Villen aus der Zeit um die Jahrhundertwende mit ihrer kuriosen Mischung verschiedener Architekturstile. Eines von ihnen ist heute das Musée Defly. Der Hügelvorort Pétionville ist ruhiger und bietet einige der besten Restaurants, Galerien und Nachtklubs der Stadt.

Cap Haïtien und die Nordküste

-

Am Heiligabend des Jahres 1492 strandete Kolumbus an der Küste Hispaniolas, nicht weit vom heutigen Cap Haïtien. Das Wrack der Santa Maria liegt ganz in der Nähe. Heutzutage kann Cap Haïtien in 40 Flugminuten von der Hauptstadt aus erreicht werden. Die Stadt liegt am Fuß von Bergen und ist umgeben von Stränden. Die Zitadelle im Gebirge 40 km südlich von Cap Haïtien und die Ruinen des Palastes Sanssouci ganz in der Nähe sind ein Muss. Beide sind von Milot aus erreichbar. Die Ruinen verdeutlichen den Einfluss, den Versailles auch auf dieses »Sanssouci« ausgeübt hat.

Jacmel und die Südküste

-

Auf der gut ausgeschilderten Bergstraße ist die Fahrt nach Jacmel ein angenehmer Zweistundenausflug durch eine atemberaubende Landschaft. Die Südküste bietet zahlreiche Strände; die hoch in den Bergen gelegene Stadt Kenscoff ist bei Einheimischen als Urlaubsort beliebt.

Land & Leute

Essen & Trinken

Neben französischer Küche findet man kreolische Spezialitäten, französische, tropische und afrikanische Einflüsse werden auf interessante Art miteinander verbunden. Zu empfehlen sind Guineahuhn mit saurer Orangensoße, Tassot de dinde (getrocknetes Truthahnfleisch), Grillot (Schweinefleisch), Diri et djondjon (Reis mit schwarzen Pilzen), Riz et pois (Reis mit Erbsen), Langouste flambé (flambierter Hummer), Ti malice (kleine Banane), Piment oiseau (scharfe Soße) und Grillot et banane pese (Koteletts mit Bananen). Zum verlockenden Angebot an Süß- und Nachspeisen gehören Süßkartoffelpudding, Mangokuchen, frisches Kokosnusseis, Cashewnüsse und frisches Obst. Getränke: In besseren Restaurants wird französischer Wein angeboten. Das Inselgetränk ist jedoch Rum. Der einheimische Barbancourt wird in Haitis ältester Brennerei gebrannt.

Nachtleben

Das Angebot ist vielfältig und reicht von Spielkasinos über afrikanische Trommelmusik bis zu westlicher Musik und Tanz. Abends finden in mindestens einem der großen Hotels Veranstaltungen statt, die Hauptattraktionen sind Folkloregruppen und Aufführungen von Voodoo-Tänzen und Gesängen. Samstag nachts wird auf den Freiluftbühnen der Volkstanz Bamboche aufgeführt.

Einkaufstipps

Auf dem Marché de Fer gibt es einheimische Waren unterschiedlicher Qualität, z. B. Schnitzereien, bedruckte Stoffe, Lederartikel, Gemälde (besonders die berühmte naive Malerei), Strohhüte, Halsbänder und Schmuck aus Obstkernen, Zigarren und Lebensmittel. Port-au-Prince bietet eine gute Auswahl an Geschäften und Boutiquen mit einem reichhaltigen Angebot an einheimischen und importierten Artikeln. Handeln ist üblich. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-13.30 Uhr.

Sport

Wassersport: Die Strände von Kyona und Ibo (auf der Insel Cacique) bieten die besten Möglichkeiten zum Schwimmen, Tauchen, Segeln, Wasserskifahren und zur Teilnahme an Boomba-Regatten (einheimische Einbäume). Fischen: La Gonâve ist bei Hochseefischern beliebt. Tennisplätze findet man in El Rancho, am Strand von Ibo, am Ibo-See, am Strand von Kaloa, in den Royal Haitian Hotels, im Habitation Le Clerc, im Club Mediterranée in Montraus und im Pétionville Club, der auch einen 9-Loch-Golfplatz hat. Publikumssport: Fußball ist der beliebteste Nationalsport, gefolgt von Basketball.

Veranstaltungskalender

Febr. Karneval, landesweit. Febr.-März Ra Ra (Karneval), Leogane. April Pan-America-Tag, landesweit. Juli/Aug. Traditionelle religiöse Feste in zahlreichen Ortschaften, u.a. in Limonade, Plaine du Nord, Petit-Gonâve und Ouanaminthe. 1./2. Nov. Gede/Fétdemó. 5. Dez. Tag der Entdeckung (Feierlichkeiten anlässlich von Columbus Landung an Haitis Nordküste im Jahr 1492), landesweit.

Weitere Auskünfte erteilt das Secrétariat d’Etat au Tourisme (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Zwanglose Kleidung wird akzeptiert, Badekleidung gehört an den Strand oder Swimmingpool. Nur in sehr eleganten Restaurants wird Abendgarderobe erwartet. Wegen der Gefahr von Raubüberfallen sollten Wertsachen nicht zur Schau gestellt werden, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit ist größte Vorsicht angebracht. Fotografieren: Die ablehnende Haltung zahlreicher Haitianer dagegen sollte unbedingt respektiert werden. Trinkgeld: Hotels und Restaurants berechnen 10%. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : 1, Zertifikat erforderlich :

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : 3, Zertifikat erforderlich :

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : Ja, Zertifikat erforderlich : -

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : 4, Zertifikat erforderlich : -

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : 2, Zertifikat erforderlich : -

Gesundheitsvorsorge

Die medizinischen Einrichtungen sind begrenzt, die hygienischen Verhältnisse ungenügend.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung wird dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Aktueller Hinweis

Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat in und um Port-au-Prince geschätzte 300.000 Menschenleben gefordert und zur Zerstörung zahlreicher Gebäude, darunter auch Krankenhäuser, geführt. Aufgrund der unzureichenden hygienischen Bedingungen besteht derzeit eine deutlich erhöhte Infektionsgefahr.

Seit Oktober 2010 haben sich in einer Cholera-Epidemie offiziell fast 150.000 Menschen infiziert. Es gab bisher mehr als 3300 Todesfälle. Die Dunkelziffer der Toten und Erkrankten liegt jedoch nach Experteneinschätzungen weitaus höher. Eine Impfung ist möglich und besonders für Hilfspersonal ausdrücklich empfohlen.

Helfer sollten vor der Ausreise dringend gegen Typhus und Hepatitis A geimpft werden; außerdem sollten Routineimpfungen (Td, Polio, Pertussis, MMR, ggf. Grippe und Schweinegrippe) aufgefrischt werden.

Durch das Erdbeben sind viele der obdachlos gewordenen Opfer sowie Tausende von Helfern durch Malaria-Infektionen gefährdet. Neben effektivem Mückenschutz ist derzeit eine Malaria-Chemoprophylaxe für Reisende nach Haiti empfehlenswert.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die in Haiti den Flughafen nicht verlassen.

[2] Malariaschutz ganzjährig erforderlich in bewaldeten Gebieten von Gros Morne, Hinche, Maissade, Chantal und Jacmel. In den anderen Kantonen ist das Malariarisiko gering. Port-au-Prince ist malariafrei. Es kommt fast ausschließlich die gefährlichere Form Plasmodium falciparum vor. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation. [3] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung. Das Risiko einer Infektion ist sehr hoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[4] Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für Darminfektionen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Ansonsten sollte das Trinkwasser abgekocht sein. Bei Reisen ins Landesinnere sollte genügend Trinkwasser in Flaschen mitgeführt werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden; ebenso Schweinefleisch, rohe Salate und Mayonnaise. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Unabhängigkeitstag
2 Jan Totengedenktag
3 Mar - 4 Mar Fasching
14 Apr Pan-Amerika-Tag
18 Apr Karfreitag
1 May Tag der Arbeit
18 May Flaggen- und Universitätstag
29 May Christi Himmelfahrt
19 Jun Fronleichnam
15 Aug Mariä Himmelfahrt
7 Oct Todestag von Dessalines
25 Oct Tag der Vereinten Nationen
1 Nov Allerheiligen
2 Nov Allerseelen
5 Nov Schlacht von Vertières
25 Dec Weihnachten

2015
1 Jan
Unabhängigkeitstag
2 Jan Totengedenktag
16 Feb - 17 Feb Fasching
3 Apr Karfreitag
14 Apr Pan-Amerika-Tag
1 May Tag der Arbeit
14 May Christi Himmelfahrt
18 May Flaggen- und Universitätstag
4 Jun Fronleichnam
15 Aug Mariä Himmelfahrt
17 Oct Todestag von Dessalines
24 Oct Tag der Vereinten Nationen
1 Nov Allerheiligen
2 Nov Allerseelen
18 Nov Schlacht von Vertières
25 Dec Weihnachten

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können im Handgepäck zollfrei nach Haiti eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 1 kg Tabak;
1 l Spirituosen;
eine angemessene Menge Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch;
neue Waren für den persönlichen Gebrauch bis zu einem Gesamtwert von 200 US$ pro Jahr.
Geschenke sind zollpflichtig.

Einfuhrverbot

Schusswaffen (ausgenommen sind Sportgewehre mit Einfuhrlizenz), Kaffee, Streichhölzer, Methylalkohol, Schweinefleisch, Fleischprodukte aus Brasilien und der Dominikanischen Republik.

Geld

Währung

1 Gourde = 100 Centimes. Währungskürzel: Gde, HTG (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500, 250, 100, 50, 10, 5, 2 und 1 Gde. Münzen in den Nennbeträgen 5 und 1 Gde sowie 50, 20, 10 und 5 Centimes.
Anmerkung: Preisangaben erfolgen überwiegend nicht in Gourdes, sondern in Dollar, wobei stets der so genannte haitianische Dollar gemeint ist (1 haitianischer Dollar entspricht 5 Gourdes).

Geldwechsel

US-Dollar werden überall gewechselt und als Zahlungsmittel anerkannt. Andere Fremdwährungen können nur in einigen Banken gewechselt werden. Es ist ratsam, Bargeld (US-Dollar) in ausreichender Menge und ausgewogener Stückelung mitzubringen.

Kreditkarten

Kreditkarten werden teilweise in größeren Hotels der Hauptstadt, ansonsten selten akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard


Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar ausgestellt sein und werden vor allem in Banken akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbegrenzt. Deklarationspflicht besteht bei Beträgen über 200.000 Gde.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Einige Banken öffnen auch Samstag vormittags.

Wechselkurse

1.00 EUR = 62.32 HTG
1.00 CHF = 57.34 HTG
1.00 USD = 57.07 HTG
Wechselkurse vom 10 Januar 2016

Reisepass/Visum

Übersicht

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Deutschland

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Österreich

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Schweiz

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Nicht erforderlich für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen für folgende, in der obigen Tabelle genannten Länder:

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Bei Ankunft in Haiti muss ein Einreiseformular ausgefüllt und bei der Ausreise wieder vorgelegt werden. Für diese Einreisegenehmigung wird eine Gebühr von 30 US$ erhoben.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem gleichen oder dem nächsten Anschluss am selben Tag weiterreisen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Visum.

Visagebühren

Einreiseformular für Touristen: 30 US$. 

Antragstellung

(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passbilder.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt (Hotelvoucher, Bankbestätigung, Firmenschreiben, Einladung aus Haiti o. Ä.).
(e) Gebühr (per Verrechnungscheck bei Antragstellung).
(f) Einschreiben-Rückumschlag für die Zustellung des visierten Passes.

Aufenthaltsgenehmigung

Informationen von der Botschaft.

Bearbeitungszeit

ca. 2 Wochen. 

Einreisebeschränkungen

Das bei der Einreise ausgefüllte Einreiseformular muss bei der Ausreise vorgelegt werden. 

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Dokumente bei der Einreise

Rück- bzw. Weiterreiseticket, ausgefülltes Einreiseformular, das 30 US$ kostet, und Zolldeklaration sowie Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. 

Allgemeines

Lage

Karibik, Insel Hispaniola.

Fläche

27.750 qkm (10.714 qm).

Bevölkerungszahl

9.996.731 (2014).

Bevölkerungsdichte

360,2 pro qkm.

Hauptstadt

Port-au-Prince. Einwohner: 774.167 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1987. Verfassung von 1987. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus mit 82 Mitgliedern, Senat mit 27 Mitgliedern. Unabhängig seit 1804 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Haiti liegt im und gebirgigen Westteil der Insel Hispaniola, der zweitgrößten Antillen-Insel. Der Ostteil der Insel wird von der Dominikanischen Republik eingenommen. Zum Staatsgebiet von Haiti gehören die Île de la Gonâve im gleichnamigen Golf und die Insel La Tortue nördlich der Hauptinsel. Die Küste bietet Buchten und Strände im Wechsel mit subtropischer Vegetation. Der Naturhafen von Port-au-Prince liegt an einer tiefen, hufeisenförmigen Bucht.

Sprache

Französisch und Kreolisch (Mischung aus Französisch, Englisch, Spanisch und westafrikanischen Sprachen) sind Amtssprachen. Sie werden von rund 85% der Bevölkerung gesprochen. In Touristengebieten wird häufig auch Englisch gesprochen.

Religion

Überwiegend römisch-katholisch (80 %) und Protestanten (16 %), im April 2003 wurde auch der Voodoo-Kult in Haiti als offizielle Religion anerkannt. Etwa 70 % der Bevölkerung gelten als Voodoo-Anhänger. Obwohl Voodoo besonders im westlichen Religionsverständnis oft mit »Schwarzer Magie« gleichgesetzt wird, handelt es sich um eine polytheistische Religion mit Tanzritualen und Gesängen.

Ortszeit

MEZ -6. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Haiti.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -6 Std. und im Sommer -7 Std.

Netzspannung

110 V, 60 Hz.

Regierungschef

Evans Paul, seit Januar 2015.

Staatsoberhaupt

Michel Martelly, seit Mai 2011.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Haiti

(auch für die Schweiz zuständig)
Telefon: (+33) (01) 47 63 47 78. Konsularabt.: (+33) (01) 42 12 70 50.
Email: ambhaitiparis@orange.fr
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Botschaft der Republik Haiti

(auch für Österreich zuständig)
Telefon: (+41) (022) 732 76 28.
Email: mission.haiti@ties.itu.int
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.30-13.00 und 14.00-17.00 Uhr.

Konsulat der Republik Haiti

(mit Visumerteilung)
Termine nur nach Vereinbarung.
Telefon: (044) 381 69 89.
Email: office@consulat-haiti.ch

Honorarkonsulat der Republik Haiti

(ohne Visumerteilung)
 
Telefon: (+43) (01) 943 53 63.
Email: consulat.hon.haiti@chello.at

Botschaft der Republik Haiti

Honorarkonsulat in Bremerhaven.
Telefon: (030) 88 55 41 34. Konsularabt.: (030) 88 62 76 93.
Email: amb.allemagne@diplomatie.ht
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Ministère du Tourisme Haïti

Rue Légitime (Champs de Mars) 8, HT-Port-au-Prince, Haiti Telefon: 38 16 01 00 und 38 16 00 02.
Email: info@haititourisme.gouv.ht
Website: www.haititourisme.gouv.ht

Haiti Tourismus

c/o Aviareps
Telefon: (089) 552 53 30.
Email: vplatschka@aviareps.com
Website: www.aviareps.com

Reise- und Sicherheitsinformationen

Haiti
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.12.2015
Unverändert gültig seit: 17.12.2015
Aktuelle Hinweise Im Zusammenhang mit den Wahlen auf lokaler und nationaler Ebene, die sich voraussichtlich bis Anfang 2016 hinziehen werden,  kann es in allen Landesteilen, vor allem aber in der Hauptstadt, vermehrt zu politisch bedingten Unruhen kommen. Fast täglich ist mit Demonstrationen und gewalttätigen Zusammenstößen zu rechnen, an denen auch Sicherheitskräfte beteiligt sein können. Bis zum Abschluß dieses Prozesses wird besondere Vorsicht empfohlen und dringend angeraten, die lokale Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen, sowie jede Art von Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden. Aufgrund möglicher Demonstrationen und Straßensperren in der Provinz, auch unangemeldet und mit Gewalteinsatz, wird von Überlandfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Leihwagen dringend abgeraten. Insbesondere sollten Reisen in das Landesinnere über die Nationalstraßen 1 und 2 vermieden werden. Landesspezifische Sicherheitshinweise Kriminalität Das allgemeine Kriminalitätsniveau ist hoch, liegt aber unter dem vergleichbarer anderer Staaten der Karibik. Vor allem in den beiden Großstädten Port-au-Prince und Cap-Haitien sind Ausländer bevorzugte Opfer und werden teils gezielt ausgeraubt, z. B. nach der Erledigung von Bankgeschäften oder nach der Einreise am Flughafen. Daher wird Individualreisenden zu besonderer Vorsicht geraten. Haiti hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Tourismussektor wieder zu beleben. Dazu gehören gut organisierte Gruppenreisen, die den sicherheitsrelevanten Gegebenheiten so gut wie möglich Rechnung tragen. Die Teilnehmer werden bereits am Flughafen empfangen und während des gesamten Aufenthalts in Haiti begleitet, teilweise auch von Sicherheitskräften. Reisende, die an einer solchen Gruppenreise teilnehmen, müssen damit rechnen, dass wichtige Ausfallstraßen zu den Hotels an den Stränden des Landes durch gewalttätige Demonstranten blockiert werden und die Reise daher nicht wie geplant stattfinden kann. Individualreisenden wird vor einem Aufenthalt  in den folgenden Stadtvierteln der Hauptstadt Port-au-Prince zu besonderer Vorsicht geraten: Cité Soleil, Martissant, Carrefour, Bel Air, Cíté Militaire, Jean-Marie Vincent Bei der Ein- und Ausreise über die offiziellen Grenzübergänge zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti muss mit stundenlangen Wartezeiten und unangekündigten Schließungen der Grenze sowie mit unangekündigten Demonstrationen auf beiden Seiten der Grenze gerechnet werden. Der illegale Grenzübertritt ist strafbar und lebensgefährlich. Piraterie Reisende auf maritimen Beförderungsmitteln sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie entlang der haitianischen Küste sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (sichere Ankerplätze vorziehen, Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht). Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur eingeschränkt funktionsfähig. Sie können grundsätzlich keinen ausreichenden Schutz garantieren oder Hilfe leisten. Die medizinische Notfallversorgung (z. B. Ambulanzdienste, Intensivstationen) ist ebenfalls nicht flächendeckend gewährleistet. In Haiti wird weiterhin Cholera übertragen. Nähere Informationen hierzu finden sich in den Medizinischen Hinweisen (s. u.). Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de
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