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Reiseinfomationen zu: Bolivien, Alle Regionen

 
 

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Trotz zahlreicher Bodenschätze wie Erdgas, Erdöl, Blei, Wolfram, Gold, Silber, Zinn und Antimon hat Bolivien eines der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in ganz Lateinamerika. Am bedeutendsten ist die Zinnproduktion – Bolivien ist einer der größten Zinnproduzenten der Welt. Erdöl, Erdgas und Mineralien sind weitere bedeutende Einkommensquellen. Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Arbeitgeber, die Produktivität war bislang jedoch relativ gering. Haupterzeugnisse sind Soja, Zucker, Kaffee, Holz, Rindfleisch und Häute, die auch exportiert werden. Der florierende illegale Koka-Handel ist für zahlreiche Bauern die Haupteinnahmequelle. Die Regierung fördert allerdings mit Unterstützung der USA in verschiedenen Koka-Anbaugebieten den alternativen Anbau von Gewürzen, Obst und Tee, um den Bauern neue Einkommensquellen zu erschließen und den Kokainhandel wirkungsvoll an der Wurzel zu bekämpfen.

Wirtschaftslage
Die asiatische Wirtschaftskrise 1998 wirkte sich in Bolivien durch den drastischen Verfall der Rohstoffpreise und dadurch erheblich sinkende Exporterlöse aus. Die Abhängigkeit von Vorproduktimporten, hohe Transportkosten, Infrastrukturengpässe und eine schwache industrielle Basis beeinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit in zunehmendem Maße. Die bolivianische Wirtschaft leidet auch vermehrt unter den Auswirkungen der innenpolitischen Auseinandersetzungen, der Nationalisierungspolitik der Regierung und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Das reale Wirtschaftswachstum im Jahr 2008 betrug 6,5 % bei 14 % Inflation. 2007 hatte die Infaltionsrate noch bei 8,7 % gelegen. Für 2009 beträgt das Wirtschaftswachstum voraussichtlich nur noch 2 %. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP betrug 2008 11,3 %, der Industrie 36,9 % und der Dienstleistungen 51,8 %. Geschätzte 60 % der bolivianischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Wirtschaftspolitik
Die Regierung unter Evo Morales Ayma hat sich die Stärkung des staatlichen Einflusses in der Wirtschaft zum Ziel gesetzt. Am deutlichsten wurde dieses Vorhaben in der Verstaatlichung des Erdöl- und Erdgassektors seit Mai 2006. Die Verstaatlichung soll nach Regierungsplänen auch im Bergbau und in der Forstwirtschaft erfolgen. Im "Nationalen Fortschrittsplan 2006-2010" ist zudem die Übernahme der Aktienmehrheit durch den Staat in den Sektoren Energie, Telekommunikation und Eisenbahn festgelegt.
1997 wurde Bolivien in die HIPC-Initiative zur Entschuldung hochverschuldeter armer Länder einbezogen. Die durch den Schuldenerlass eingesparten Mittel werden für die Durchführung von Strukturreformen und von ländlichen Entwicklungsprogrammen eingesetzt. 1999 erhielt das Land auch die Zugangsberechtigung zur so genannten erweiterten HIPC-Initiative (HIPC II). Deutschland hat Bolivien am 01.05.2002 im Rahmen von HIPC II seine gesamten, bis zum 01.07.2001 entstandenen Schulden in Höhe von 347 Mio. US$ (einschließlich Zinsen: 361 Mio. US$) erlassen. Trotzdem stieg die Außenverschuldung des Landes kontinuierlich weiter und erreichte 2008 ca. 5,9 Mrd US$.
Bolivien ist Mitglied der Andengemeinschaft, der La Plata-Gruppe, des Amazonaspaktes und der Rio-Gruppe. Die regionale Wirtschaftsintegration durch Mitgliedschaft in der Mercosur-Freihandelszone hat die wirtschaftliche Position Boliviens gestärkt, bedeutet aber auch erhöhten Wettbewerbsdruck für Bolivien.

Handelspartner
Wichtigste Handelspartner sind Brasilien, Argentinien, die USA, Japan und Venezuela. Die Handelsbilanz Boliviens war 2004 zum ersten Mal nach langer Zeit wieder positiv. Aufgrund stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise (1. HJ 2008), insbesondere für Metalle und Erdöl/Erdgas, konnte Bolivien auch 2008 eine positive Handelsbilanz aufweisen.

Umgangsformen

Vorherige Terminabsprachen sind unnötig. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.30-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Deutsch-Bolivianische Industrie- und Handelskammer
Calle 15 de Calacoto 7791, Torre Ketal Of. 311, Casilla 2722, BO-La Paz
Tel: (02) 279 51 51.
Internet: www.ahkbol.com

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (79) 699 54 47
Internet: www.latcam.ch

Cámara Nacional de Industrias (Nationale Industriekammer)
Edif. Cámara Nacional de Comercio, Avenida Mariscal Santa Cruz 1392, Casilla 7, BO-La Paz
Tel: (02) 237 44 77.
Internet: www.bolivia-industry.com

Cámara Nacional de Comercio de La Paz (Nationale Handelskammer von La Paz)
Avenida Mariscal Santa Cruz 1392, Edificio Cámara Nacional de Comercio, Pisos 1 y 2, BO-La Paz
Tel: (02) 237 86 06.
Internet: www.boliviacomercio.org.bo

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Amaszonas (Z8) (Internet: www.amaszonas.com), TAM (JJ) (Internet: www.tam.com.br) und EcoJet (8J) (Internet: www.ecojet.bo) betreiben den Inlandflugverkehr. Aufgrund der geographischen und klimatischen Verhältnisse ist das Flugzeug das beste Verkehrsmittel.

Anmerkung (Flugzeug)

Flughafengebühren


15 Bs.

Inland-Flughäfen

Die wichtigsten Inlandflughäfen sind Santa Cruz (Viru-Viru) und La Paz (El Alto), der höchst gelegene Flughafen der Welt und Cochabamba.

Schiff

Das Abkommen mit Paraguay erlaubt Schifffahrt auf den Flüssen Paraguay und Paraná, so dass Bolivien Verbindungen zum Meer hat. In Bolivien gibt es mehr als 14.000 km schiffbare Flüsse, die fast ganz Bolivien mit dem Amazonasbecken verbinden.
Bolivien hat außerdem zollfreien Zugang zu den Häfen Matarani in Peru, Antofagasta und Arica in Chile, Rosario und Buenos Aires in Argentinien und Santos in Brasilien.
Passagierschiffe verkehren zwischen Copacabana, Huatajata, Puno in Peru und den kleinen Inseln im Titicaca-See. Auf dem Titicaca-See verkehren Tragflächenboote und Katamarane. Kreuzfahrten auf dem Titicaca-See sind buchbar.

Bahn

Die Eisenbahnen sind für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet. Das Streckennetz umfasst 3697 km und besteht aus zwei getrennten Schienennetzen im Osten und Westen des Landes. Der Zugverkehr wurde privatisiert und Zugverbindungen sind eingeschränkt. Das westliche Eisenbahnnetz wird von der Ferrocarril Andino SA (FCA) (Internet: www.fca.com.bo) betrieben und das östliche von der Ferrocarril Oriental SA (FCO). Bolivien und Brasilien planen den gemeinsamen Bau einer neuen Strecke zwischen Santa Cruz und Cochabamba.

Folgende Strecken werden bedient:
Oruro via Uyuni, Tupiza nach Villazón: Expreso del Sur und Wara-Wara del Sur.
Santa Cruz de la Sierra - Yacuíba: Ferrobus und Mixto.
Santa Cruz de la Sierra - Roboré - Quijarro: Rapido.
Santa Cruz de la Sierra - Quijarro: Rapido: Expresszug.
Sucre - Potosí: Ferrobus.
Cochabamba - Higuerani: Ferrobus.
Cochabamba - Aiquile: Ferrobus.
Buen Retiro - Cochabamba: Vorortszug.

Bus/Pkw

Verkehrsmäßig ist das Land noch wenig erschlossen. Das Straßennetz umfasst 50.419 km, lediglich 1940 km davon sind befestigt. Die meisten Straßen befinden sich in der Region Altiplano und in den Anden. Bus: Mit dem Bus, Boliviens Transportmittel Nr. 1, sind alle größeren Orte erreichbar. Unregelmäßiger Busverkehr auf den Nebenstrecken. Taxis haben feste Fahrpreise und werden häufig mit anderen Fahrgästen geteilt, Trinkgeld ist unüblich. Mietwagen: Hertz und einheimische Firmen sind in La Paz vertreten. Unterlagen: Internationaler Führerschein, bei der Federación Inter-Americana de Touring y Automobil (Internet: www.fitac.org) unter Vorlage des nationalen Führerscheins erhältlich. Es ist allerdings ratsam, den internationalen Führerschein bereits vor der Abfahrt zu beantragen.

Stadtverkehr

Die Linienbusse in La Paz werden von einem Zusammenschluss privater Busunternehmer betrieben. Außerdem gibt es Taxis (Trufi), die auf bestimmten Strecken verkehren sowie Sammeltaxis (Trufibus). Die jeweiligen Routen sind an den verschiedenfarbigen Flaggen zu erkennen. Fahrpreise sind festgesetzt.
Alle größeren Städte verfügen meist über einen zentralen Busbahnhof (terminal terrestre).

Fahrzeiten

von La Paz zu folgenden größeren bolivianischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Cochabamba 0.25 - 6.00
Santa Cruz 0.50 - 24.00
Tarija 1.00 - 18.00
Sucre 0.35 - 11.00
Potosí 0.40 - 12.00
Bemi 0.35 - -

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Nach dem Ende der Bolivianischen Airline LAB (LLoyd Aereo Boliviano) gründete die Bolivianische Regierung die neue nationale Fluggesellschaft Boliviana de Aviación (BoA), die außer inländischen Städten auch Madrid, Buenos Aires und Sao Paulo anfliegt.
Verbindungen gibt es über Washington-Dulles, Miami u. südamerikanische Flughäfen. Von Frankfurt, Zürich und Wien bestehen Verbindungen nach La Paz über Madrid.

Airpässe

Der TAM South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmende Fluglinie ist: TAM (JJ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.

Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, LAN, Qatar Airways sowie die dazugehörenden Fluggesellschaften innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr erhoben. Stornogebühren: Mit Stornogebühr vor Reiseantritt, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.

Flughafengebühren

Flughafengebühr: Inlandsflüge: 15 Bolivianos. Auslandsflüge: 25 US$. Ausgenommen sind Transitpassagiere und Kinder unter 2 Jahren. Ausreisesteuer: 33 US$ (Nur fällig für Reisende, die sich länger als 3 Monate legal in Bolivien aufhalten. Die Ausreisesteuer ist im Flugticket enthalten, wenn der Flugschein in Bolivien gekauft wird.)

Internationale Flughäfen

La Paz (LPB) (El Alto) liegt 14 km südwestlich der Stadt. Taxis und Minibusse vorhanden. Es gibt einen Flughafenbus, der rund um die Uhr zur Stadt fährt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop, Postamt, Bank, Geschäfte, Bars und Restaurant.
Santa Cruz (VVI) (Viru-Viru) ist 16 km von Santa Cruz entfernt. Taxis und Busse fahren zur Stadt. Duty-free-Shop und Restaurant.

Schiff

Bolivien ist ein Binnenland. Europäische und amerikanische Schiffe laufen die Atlantik- und Pazifikküsten Südamerikas an. Von den Häfen Perus, Chiles, Brasiliens, Paraguays und Argentiniens kann man mit dem Zug nach La Paz oder Santa Cruz weiterfahren. Der nächstgelegene Hafen ist Arica (Chile).
Der wichtigste Hafen am Titicaca-See ist Guaqui, der von Puno (Peru) aus angelaufen wird. Guaqui ist 90 km von La Paz entfernt und kann per Bahn oder Bus erreicht werden.

Bahn

Es gibt eine Verbindung mit dem Tren Internacional von Uyuni nach Calama in Chile.
Die Strecke von La Paz nach Arica (Chile) ist stillgelegt worden.

Bus/Pkw

Die Panamerikana verbindet Argentinien mit Peru und durchläuft dabei Bolivien von Süden nach Nordwesten. Durch die Straßenverbindung von La Paz nach Ilo (Peru) ist der Pazifik in 5 Std. erreichbar. Die Andenstraße verbindet Peru, Chile und Bolivien. Diese neue Touristenroute führt von San Pedro de Atacama in Chile durch Bolivien bis nach Arequipa in Peru.
Während der Regenzeit ist von Autofahrten abzuraten. Die Hauptverbindungsstraßen sind in gutem Zustand.

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Mobiltelefon

GSM 1900, Hauptnetzbetreiber umfassen VIVA (Internet: www.nuevatel.com) und Entel Móvil SA (Internet: www.entelmovil.com.bo).

Fax

Sind vorhanden.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter ist Megalink (Internet: www.megalink.com). In den größeren Städten gibt es Internetcafés.

Telegramme

Von der Westküste aus möglich durch American Telegraph Company (Hauptstelle: Edificio Electra, Calle Mercado 1150, La Paz).

POST- UND FERNMELDEWESEN

Postsendungen nach Europa sind zurzeit sehr unzuverlässig und langsam. Luftpostsendungen nach Europa wurden seit der Krise der Fluggesellschaft LAB eingestellt. Postlagernde Sendungen sind möglich.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

La Paz

-

La Paz liegt 3632 m ü. d. M. und ist damit der höchst gelegene Regierungssitz der Welt. Im Hintergrund erhebt sich die imposante Silhouette des schneebedeckten, 6402 m hohen Monte Illimani. Viele Museen, die Kathedrale und die barocke Basilika Menor de San Francisco laden zur Besichtigung ein. Interessant ist auch ein Bummel auf der Avenida 16 de Julio, der Prachtstraße der Stadt.
Ausflüge:
Beliebte Ausflugsziele sind der Titicaca-See, die Yungas-Täler, der Skiurlaubsort Chacaltaya und die faszinierenden Felsformationen im Valle de la Luna (»Mondtal«). Nahe dem Titicaca-See liegt Tiahuanaco, Boliviens wichtigste archäologische Stätte.

Cochabamba

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Die 2558 m ü. d. M. gelegene »Gartenstadt« Cochabamba ist mit Recht stolz auf ihre lebendige Folklore und Kultur. Das Archäologische Museum verfügt über eine interessante Sammlung alter indianischer Schriftzeichen.

Santa Cruz

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Das Departamento Santa Cruz ist für seinen Reichtum an Bodenschätzen bekannt. Die Stadt gleichen Namens hat in den letzten Jahren einen Bauboom erlebt, aber viele Gebäude aus der Kolonialzeit sind erhalten geblieben. Auch hier haben sich die Bewohner ihre volkstümlichen Traditionen bewahrt.

Potosí

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Die Kaiserstadt Potosí liegt am Fuß des berühmten Monte Cerro Rico, was so viel wie »Berg reich an Erz« bedeutet. Die riesigen Mineralvorkommen (vor allem Silber) verhalfen der Stadt zu Wohlstand. Die Zahl der Indios, die als Sklaven in Potosís Minen starben, ist legendär. Viele Minen sind noch in Betrieb und einen Besuch wert. Zu Beginn der Kolonialzeit war Potosí die wichtigste und bevölkerungsreichste Stadt des Kontinents, heute gehört sie zu den bedeutendsten historischen Städten Südamerikas. Das »Haus der Münzen«, die alte Münzprägestätte, ist nur eines der vielen kulturhistorisch interessanten Bauwerke.

Oruro

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Oruro ist eine Bergbaustadt mit vielen Zeugnissen aus der Kolonialzeit. Während des Karnevals (Febr./März) kann man hier eine der ausdrucksvollsten religiösen Folkloredarbietungen Südamerikas sehen.

Sucre

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Sucre im Departamento Chuquisaca spielte im Unabhängigkeitskampf eine bedeutende Rolle. Die Hauptstadt bietet neben vielen beeindruckenden Kirchen und schönen Gebäuden zahlreiche Museen, Bibliotheken und historische Archive wie das Kathedralen-Museum, die Nationalbibliothek, das Kolonialmuseum, das Völkerkundemuseum und das Naturgeschichtliche Museum. Die Klöster der Stadt, ganz besonders das Recoleta-Nonnenkloster, sind sehr beeindruckend.

Tarija

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Tarija, 1957 m ü. d. M. gelegen, ist eine einladende Stadt mit angenehmem Klima, Blumen und guten regionalen Weinen.

Departamentos Beni und Pando

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Die Departamentos Beni und Pando liegen mitten im bolivianischen Dschungel. Das »goldene« Pantiti hat viele befahrbare Flüsse und ist ideal für Wanderungen, Angel- und Bootsausflüge. Die beiden größten Städte sind Trinidad und Cobija. Ausflüge in den tropischen Regenwald mit einheimischen Führern geben einen guten Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt.

Land & Leute

Essen & Trinken

Die bolivianische Küche ist unverwechselbar gut. Nationalgerichte sind Empanada Salteña (Fleisch, Schnittlauch, Rosinen, Kartoffeln, scharfe Soße und Paprika in Teig gebacken), Lomo Montado (zartes Steak mit zwei Eiern, garniert mit Reis und gebratener Banane als Beilage), Picante de Pollo (Hähnchen, Bratkartoffeln, Reis und Salat mit Chili), Chuño (gefriergetrocknete Kartoffeln, die in Chairo-Suppe gekocht werden) und Lechón al Horno (Spanferkel mit Süßkartoffeln und Kochbananen).

Getränke:
Bolivianisches Bier, besonders Cruzena, ist unter den südamerikanischen Biersorten besonders zu empfehlen. Chicha wird aus fermentiertem Getreide und Mais gebraut und ist sehr stark. Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich.

Nachtleben

In La Paz gibt es zahlreiche Nachtklubs, die meist gegen Mitternacht öffnen, und unzählige Whiskerias, wie die einheimischen Bars genannt werden. Freitags und samstags finden ab ca. 20.00 Uhr Volksmusik- und Tanzaufführungen statt. In Cochabamba und Santa Cruz gibt es Diskotheken.

Einkaufstipps

Beliebte Souvenirs sind Holzschnitzereien, Schmuck, Lama- und Alpacadecken, indianische Handarbeiten sowie Gold- und Silberschmuck.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.30-12.30 und 15.00-19.30 Uhr, Sa 10.00-15.00 Uhr.

Sport

Fußball ist der beliebteste Publikumssport. Golf und Bergsteigen werden angeboten. Skilaufen ist im April, Mai, September und Oktober möglich. Die Piste auf dem Monte Chacaltaya ist die höchst gelegene der Welt. Forellenangeln ist besonders beliebt.

Veranstaltungskalender

Febr. Karneval, Oruro, Sucre, Santa Cruz und Tarija. März San Juan de Dios, Tarija. März Phujllay (Unabhängigkeitsfeiern), Tarabuco. März/April Karwoche. Mai Tag des Heiligen Kreuzes, landesweit. Mai Festtag des Allmächtigen Herrn, La Paz. Jun. San Pedro und San Pablo Fiestas, landesweit. Jun. Santísima Trinidad. Jun. Gran Poder, La Paz. Jun. San Juan, Tarija, Santa Cruz und ländliche Provinzen. Jun. Corpus Christi, Potosi, Sucre und Copacabana. Jul. Apostel Santiago, Tarija und in den ganzen Anden. Jul. San Ignacio de Moxos. Aug. Fest der Jungfrau von Candelaria, Copacobana. Aug. Virgen de Urkupiña (größte religiöse Feiern in Cochabamba), Quillacollo. Aug.-Sept. San Augustín, Toledo. Sept. San Roque, Tarija. Sept. Herr der Erhabenheit, Potosí, Cochabamba und Oruro. Sept. Frühlingstagundnachtgleiche, Tihuanacu. Okt. San Rafael, Santa Fé. Nov. Santo Domingo, Oruro. Nov. Jahrestag der Gründung von Beni, Trinidad. Nov. San Andrés, Santa Cruz und Taquri. 1. Nov. Allerheiligen, landesweit. Dez. Santa Barbara (siebentägiges Festival), Oruro. Dez. Día de la Immaculada Concepión, Santa Cruz und Cochabamba.

Weitere Auskünfte über Veranstaltungen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Die üblichen Höflichkeitsformen gelten. Traditionen sollten respektiert werden. Die bolivianische Landbevölkerung nennt sich Campesinos, nicht Indios.

Kleidung: Westliche Kleidung und Essgewohnheiten werden auch langsam von den Campesinos übernommen. Bei gesellschaftlichen Anlässen ist elegantere Kleidung angebracht, ansonsten wird legere Freizeitkleidung akzeptiert.

Nichtraucherzonen
sind gekennzeichnet.

Trinkgeld:
Üblich sind 5-10% in Hotels und Restaurants, obwohl bereits 25% für Bedienung berechnet wird. Gepäckträger erwarten ebenfalls Trinkgeld.

Unterkunft

Hotels

Es gibt mehrere Luxus- und Spitzenhotels. Bedienung und Steuern (insgesamt ca. 25-27 %) werden auf die Rechnung aufgeschlagen. Sofern nicht anders angegeben, gelten die Preise nur für Übernachtung. Preiswerte gute Hotels gibt es überall. Auskünfte vom Bolivian Chamber of Hotel Management, Calle Panamá, esquina Plaza Uyuni, edificio Shoppig Miraflores, 3°, oficina 303, BO-La Paz. (Tel: (02) 222 26 18, (02) 222 62 90)

Camping

Campingplätze sind selten. Gegen eine Gebühr findet sich aber meist ein Platz zum Zelten. Mallasa, Valencia und Palca im Flußtal unterhalb von La Florida sowie Chinguihue (10 km von der Stadt entfernt) sind besonders zu empfehlen.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Essen & Trinken

Vorkehrungen erforderlich : 5, Zertifikat erforderlich : -

Malaria

Vorkehrungen erforderlich : 4, Zertifikat erforderlich : -

Typhus & Polio

Vorkehrungen erforderlich : 3, Zertifikat erforderlich : -

Cholera

Vorkehrungen erforderlich : 2, Zertifikat erforderlich :

Gelbfieber

Vorkehrungen erforderlich : 1, Zertifikat erforderlich :

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung im Lande ist auf dem Land vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Für Notfälle steht eine amerikanische Klinik in La Paz zur Verfügung. Zumutbare Krankenhäuser befinden sich ausschließlich in privater Hand, die oft sehr hohe Kosten berechnen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rücktransport wird daher dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in spanischer Sprache verlangt. Einzelheiten von den konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Aktueller Hinweis

Ein Infektionsrisiko für Gelbfieber besteht in den Departments Pando, Beni und Santa Cruz sowie in den tiefer gelegenen Gebieten von Cochabamba und La Paz. Eine Impfung ist für alle Reisenden vorgeschrieben.

Seit Anfang des Jahres sind vermehrt Fälle von Dengue-Fieber in den Provinzen Beni, Chuquisace, Cochabamba, La Paz, Pando, Santa Cruz und Tarija im Norden und Osten des Landes aufgetreten. Reisende sollten sich vor überwiegend tagaktiven Stechmücken schützen.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als 12 Monate sind. Kann eine Gelbfieber-Impfung aus medizinischen Gründen nicht gegeben werden, muss der Reisende darüber einen ins Spanische übersetzten ärztlichen Nachweis erbringen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. die Departmentos Beni, Chuquisaca, Cochabamba, El Alto, La Paz, Oruro, Potosi, Riberalta, Santa Cruz, Tarija und Tupiza sind betroffen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Malariaschutz ist ganzjährig erforderlich für alle Regionen unter 2500 m. Ein Risiko besteht im Norden an der Grenze zu Brasilien, in den Departements Pando und Beni, insbesondere im Gebiet von Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico sowie in den tieferen Lagen von Tarija, Cochabamba und La Paz. Ein mittleres Risiko besteht in den übrigen ländlichen Gebieten unterhalb von 2500m. Ein geringes oder kein Risiko besteht in den Städten sowie im Oruro-Departement, den Provinzen Ingavi, Los Andes, Omasuyos und Pacajes (La Paz Departement) und im Potosi Departement.

Vorherrschend ist die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana). Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) kommt in den Departamentos Pando und Beni, insbesondere in Guayaramerín, Riberalta und Puerto Rico vor. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz von Plasmodium falciparum wurden gemeldet. Einen ausreichenden Schutz bietet langärmelige Kleidung, Mosquitonetze und Insektenschutzmittel. Bei Gebieten mit mittlerem und hohem Malariarisiko (unter 2500 m) empfiehlt sich eine Notfallmedikation.

[5] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

Nachfolgend sind die Feiertage für den Zeitraum Januar 2014 bis Dezember 2015 gelistet.
2014
1 Jan
Neujahr
3 Mar - 4 Mar Fasching
18 Apr Karfreitag
1 May Tag der Arbeit
19 Jun Fronleichnam
6 Aug Unabhängigkeitstag
3 Nov Allerheiligen
25 Dec Weihnachten

2015
1 Jan
Neujahr
16 Feb - 17 Feb Fasching
3 Apr Karfreitag
1 May Tag der Arbeit
4 Jun Fronleichnam
6 Aug Unabhängigkeitstag
1 Nov Allerheiligen
25 Dec Weihnachten
In den einzelnen Provinzen und Städten gibt es zusätzliche Feiertage.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Bolivien eingeführt werden (Personen über 17 Jahre): 400 Zigaretten und 50 Zigarren oder 500 g Tabak;
3 l Spirituosen;
Neuwaren, die den Gegenwert von 1.000 US$ nicht überschreiten.

Warenverkehr innerhalb der EU

Mate de Coca (Coca-Tee) darf zwar in Bolivien erworben, besessen, konsumiert und aus Bolivien ausgeführt werden, die Einfuhr von Coca-Tee nach Deutschland stellt jedoch einen Verstoß gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz dar.

Geld

Währung

1 Boliviano = 100 Centavos. Währungskürzel: Bs, BOB (ISO-Code). Der Boliviano ist an den US-Dollar gebunden. Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Bs im Umlauf; Münzen in den Nennwerten 5, 2 und 1 Bs sowie 50, 20 und 10 Centavos.

Geldwechsel

Fremdwährungen können in den größeren Städten in Banken, in Casas de Cambio (Wechselstuben) und auch in Hotels getauscht werden. Am einfachsten lassen sich US-Dollar in kleineren Stückelungen wechseln.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie MasterCard, Visa, American Express und Diners Club werden in den größten Hotels, in Restaurants und Einkaufszentren in den größeren Städten akzeptiert. Kreditkarten werden allerdings in kleineren Geschäften und in abgelegenen, kleineren Städten selten angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
An vielen Geldautomaten kann man mit ec-/Maestro-Karte (sofern diese das Maestro- oder Symbol tragen) Bargeld in Landeswährung abheben. Auch Karten mit dem Cirrus-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar ausgestellt sein und können in Banken, Wechselstuben und in Hotels in den größeren Städten eingetauscht werden. Zunehmend werden auch Reiseschecks in Euro angenommen. In kleineren Städten werden Reiseschecks selten akzeptiert; deshalb empfiehlt sich dort die Mitnahme von Bargeld.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen. Bei Beträgen ab 50.000 US$ (oder Gegenwert in anderen Fremdwährungen) ist eine Genehmigung der bolivianischen Zentralbank notwendig. Unbeschränkte Ausfuhr der Landeswährung. Ausfuhr von Fremdwährungen unbeschränkt, ab 50.000 US$ Genehmigung (s.o.) notwendig.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 7.6 BOB
1.00 CHF = 6.95 BOB
1.00 USD = 6.92 BOB
Wechselkurse vom 10 Januar 2016

Reisepass/Visum

Übersicht

Türkei

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Andere EU-Länder

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein/1, Rückflugticket erforderlich : Ja

Schweiz

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Österreich

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Deutschland

Pass erforderlich : Ja, Visa erforderlich : Nein, Rückflugticket erforderlich : Ja

Hinweis

Da sich die Visabestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. In Bolivien besteht Ausweispflicht. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Minderjährige, die allein oder mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil reisen, müssen Vollmachten der gesetzlichen Vertreter bei sich tragen. Diese müssen notariell beglaubigt und von einem Landgericht überbeglaubigt werden, mit beeidigter Übersetzung ins Spanische. Weitere Informationen erteilen die konsularischen Vertretungen. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich. Ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Jahr: EU-Länder, Schweiz und Türkei ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsbürger von Bulgarien, Malta, Rumänien und Zypern).

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, gültige Dokumente für die Weiterreise besitzen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Staatsangehörige von China benötigen jedoch in jedem Fall ein Transitvisum.

Visaarten

U.a. Touristenvisum, Visum für einen bestimmten Zweck ("visa de objeto determinado": Geschäftsreise oder Arbeitsverhältnis mit Arbeitsvertrag, Praktikum, unbezahlte freiwillige Arbeit, Eheschließung, vorübergehende Verlegung des Wohnsitzes oder Einwanderung, Filmproduktion für kommerzielle Zwecke), Studentenvisum, Transitvisum.

Visagebühren

Falls ein Visum erforderlich ist, sind die Visagebühren je nach Nationalität verschieden und vom aktuellen Wechselkurs abhängig. Staatsbürger mancher Länder erhalten das Touristen-Visum kostenlos. Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Gültigkeitsdauer

Touristenvisum: ab Einreisetag 30 Tage,
Visum für einen bestimmten Zweck (z.B. Geschäftsreise): ab Einreisetag 30 Tage (Verlängerungsmöglichkeit bis zu 90 Tagen vor Ort).
Studentenvisum: 60 Tage (Verlängerungsmöglichkeit bis zu 90 Tagen vor Ort).

Antragstellung

Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktdressen).

Für Staatsangehörige mancher Länder (jedoch keiner EU-Länder) muss vor der Beantragung eines Visums eine Genehmigung vom Außenministerium in Bolivien eingeholt werden, was in der Regel einige Wochen dauert. Nähere Angaben von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

Touristenvisum:
(a) Anschreiben an die Konsularabteilung der Botschaft oder eines der Honorarkonsulate unter Angabe mit der Anschrift und Telefonnummer des Antragstellers (www.bolivia.de/fileadmin/Dokumente/Carta-de-solicitud.pdf).
(b) 2 Antragsformulare und Kopie (www.bolivia.de/fileadmin/Dokumente/reiseerlaubnis/DECLARACION-JURADA-PARA-VISAS.pdf).
(c) 2 aktuelle Passfotos (3,5 x 4 cm) in Farbe.
(d) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monaten gültig ist.
(e) Nachweis des Hin- und Rückflugtickets oder Nachweis der Reiseroute.
(f) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(g) Ggf. Reiseerlaubnis für Minderjährige, die allein bzw. mit nur einem Elternteil nach Bolivien reisen.
(h) Nachweis einer Gelbfieberimpfung. (i) Polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter als 1 Monat ist. U. U. sind weitere Unterlagen notwendig, die bei der zuständigen konsularischen Vertretung erfragt werden können. Bei postalischer Antragstellung sollte ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beigelegt sein. Diese Angaben können sich kurzfristig ändern.

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungszeit

Je nach Staatsangehörigkeit verschieden, i.d.R. ca. 2 Wochen.

Unterlagen

Touristenvisum:
(a) Anschreiben an die Konsularabteilung der Botschaft oder eines der Honorarkonsulate unter Angabe mit der Anschrift und Telefonnummer des Antragstellers (www.bolivia.de/fileadmin/Dokumente/Carta-de-solicitud.pdf).
(b) 2 Antragsformulare und Kopie (www.bolivia.de/fileadmin/Dokumente/reiseerlaubnis/DECLARACION-JURADA-PARA-VISAS.pdf).
(c) 2 aktuelle Passfotos (3,5 x 4 cm) in Farbe.
(d) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monaten gültig ist.
(e) Nachweis des Hin- und Rückflugtickets oder Nachweis der Reiseroute.
(f) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(g) Ggf. Reiseerlaubnis für Minderjährige, die allein bzw. mit nur einem Elternteil nach Bolivien reisen.
(h) Nachweis einer Gelbfieberimpfung.
(i) Polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter als 1 Monat ist.

U. U. sind weitere Unterlagen notwendig, die bei der zuständigen konsularischen Vertretung erfragt werden können. Bei postalischer Antragstellung sollte ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beigelegt sein. Diese Angaben können sich kurzfristig ändern.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Impfungen

Für die Einreise nach Bolivien ist ein gültiger internationaler Gelbfieberimpfpass zwingend erforderlich (Die Impfung muss spätestens 10 Tage vor der Reise erfolgt sein.). Für die Ausreise aus Bolivien über Drittstaaten (z.B. Brasilien, Argentinien) kann ein Nachweis über eine Gelbfieberimpfung erforderlich sein. Der Impfpass sollte daher stets greifbar im Handgepäck mitgeführt werden. Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück-/Weiterreiseticket
(b) Ausreichende Geldmittel.

Einreise mit Haustieren

Für Vögel, Katzen und Hunde wird ein Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland benötigt, das bescheinigt, dass das Tier frei von Krankheiten ist. Für Katzen und Hunde ist des Weiteren ein Tollwut-Impfzertifikat erforderlich. Eine rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der zuständigen konsularischen Vertretung ist in jedem Fall ratsam.

Allgemeines

Lage

Südamerika.

Fläche

1.098.581 qkm (424.164 qm).

Bevölkerungszahl

10.631.486 (2014).

Bevölkerungsdichte

9,7 pro qkm.

Hauptstadt

Sucre. Einwohner: 295.455 (Schätzung 2009).

Regierungssitz: La Paz. Einwohner: 887.512 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1967. Verfassung von 2009. Zweikammerparlament (Congreso Nacional) aus Senat (Camara de Senadores) mit 36 Mitgliedern und Abgeordnetenhaus (Camara de Diputados) mit 130 Mitgliedern. Legislaturperiode: 5 Jahre. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre, seit Inkrafttreten der neuen Verfassung max. 2 Wahlperioden. Unabhängig seit 1825 (ehemalige spanische Kolonie).

Geographie

Bolivien ist ein Binnenland. Es grenzt im Westen an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile. Das weitgehend unfruchtbare Hochplateau Altiplano, eingefasst von den Anden, liegt etwa 4000 m ü. d. M. und macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus. Etwa 70% der Bevölkerung leben hier, von denen fast ein Drittel Stadtbewohner sind. Die zweite geographische Region ist ein fruchtbares Tal, das zwischen 1800 m und 2700 m ü. d. M. liegt. Das feucht-tropische, bewaldete Tiefland (Llano) im Osten nimmt zwei Drittel der Gesamtfläche ein.

Sprache

Amtssprache ist Spanisch; daneben auch die Indianersprachen Aimará, Quechua und Tupi-Guarani. Englisch sprechen einige Beamte und Geschäftsleute.

Religion

Katholizismus (95%) ist Staatsreligion; Protestanten (ca. 50.000), Bahai.

Ortszeit

MEZ -5. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Bolivien.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 Std. und im Sommer -6 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz; La Paz: 110/220 V, 50 Hz; Potosí: 110 V. Die meisten Hotels haben zweipolige Steckdosen für beide Stromstärken. Abweichungen können vorkommen.

Regierungschef

Evo Morales, seit Januar 2006.

Staatsoberhaupt

Evo Morales, seit Januar 2006.

Kontaktadressen

Generalkonsulat der Republik Bolivien

(mit Visumerteilung)

Telefon: (022) 731 71 89.

Botschaft der Republik Bolivien

Honorarkonsulate in Altenberg/Linz, Salzburg und Wien.
Telefon: (01) 587 46 75.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-17.00 Uhr (Termin nach Vereinbarung).

Botschaft der Republik Bolivien

Honorargeneralkonsulat in Hamburg. Honorarkonsulate in Bremen, Schlossborn/Frankfurt/M. und München (vorrübergehend geschlossen).
Telefon: (030) 263 91 50. Konsularabt.: (030) 26 39 15 13.
Website: www.bolivia.de
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-17.00 und Fr 09.00-14.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr (Publikumsverkehr), Mo-Fr 14.00-17.00 Uhr (tel. Anfragen)

Bolivialine

Hohenzollerndamm 56, D-14199 Berlin, Germany Telefon: (030) 91 50 59 12.
Email: info@bolivialine.de
Website: www.bolivialine.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Stand: 19.10.2015Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:Landesspezifische SicherheitshinweiseIn Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisemöglichkeiten können dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.Reisende in Bolivien sollten daher die Medienberichte aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.Reisenden wird dringend empfohlen, Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land unbedingt zu meiden.Die Auswirkungen von Erdbeben, die zumeist ihr Epizentrum in Chile oder Peru haben, sind gelegentlich in unterschiedlicher Intensität auch in den verschiedenen Landesteilen Boliviens zu spüren.Reisen über Land / StraßenverkehrIn Bolivien kommt es regelmäßig zu schweren Busunglücken, bei denen meist viele Todesopfer zu beklagen sind. Insbesondere in der Regenzeit (Dezember bis März) gibt es fast täglich Busunfälle in allen Landesteilen. Bei Überlandreisen mit dem Bus wird eindringlich geraten, nur mit bekannten Busunternehmen zu fahren. Von Nachtfahrten per Bus wird dringend abgeraten.Das Land ist verkehrsmäßig noch wenig erschlossen. Es gibt nur etwa 3.000 km asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege; wenige Brücken) sind während der Regenzeit oft tagelang nicht passierbar. Reisenden wird geraten, sich vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren.Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation rät die Botschaft dringend von Überlandfahrten mit Pkw oder Bus bei Dunkelheit ab. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung.Es gibt eine gesetzliche Regelung, nach der Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen höhere Benzinpreise als Fahrzeuge mit bolivianischen Kennzeichen zahlen müssen. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellen nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher oft weigern, an ausländische Fahrzeuge Benzin zu verkaufen.Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.KriminalitätDie Kriminalität in Bolivien hat in letzter Zeit zugenommen. So gab es vermehrt Vorfälle mit alleinreisenden, ausländischen Touristen, die bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden und dort, unter Mithilfe von falschen Polizisten in Uniform mit dem Vorwand, eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen wurden (sog. „Expressentführungen"). Es gab Fälle, in denen Personen hierfür sogar einige Tage gefangen gehalten wurden. Ähnliche Fälle wurden auch aus anderen bolivianischen Großstädten berichtet.Es kommt immer wieder vor, dass falsche Polizisten, die mit anderen Personen zusammenarbeiten (die sich als südamerikanische Touristen ausgeben), Ausweise kontrollieren wollen oder Touristen angeblich zu Polizeistationen bringen wollen. In diesen Fällen sollte man keineswegs in unbekannte Autos einsteigen und sich möglichst vergewissern, dass es sich um echte Polizeiausweise handelt. Personenkontrollen auf offener Straße/Plätzen kommen im Allgemeinen nicht vor. In Bolivien besteht Ausweispflicht. Es kann vor allem in Bars und Diskotheken zu Ausweiskontrollen durch die Polizei kommen. Ausländer, die ohne Ausweispapiere angetroffen werden, können bis zur Klärung ihrer Identität festgehalten werden.Es wird dringend geraten, nur auf bekannte Funktaxi- und Busunternehmen zurückzugreifen und keine Taxis auf der Straße heran zu winken, insbesondere nicht nachts. In aller Regel fordern Restaurants, Hotels, Kneipen usw. auf Wunsch des Gastes ein Radio-Taxi an. Außerdem sollte man in der Öffentlichkeit keine großen Bargeldsummen bei sich führen, Ausweispapiere und Geld sollten gut verborgen bei sich getragen werden, echter Schmuck, teure Uhren etc. sollten gar nicht getragen werden.Es wird auch immer wieder davon berichtet, dass Besuchern von Bars und Diskotheken K.O.-Tropfen verabreicht werden, die eine zeitlich begrenzte Ohnmacht und einen Gedächtnisverlust hervorrufen. Diese Zeit wird genutzt, um die betreffende Person auszurauben. Auch Fälle von Vergewaltigungen während der Bewusstlosigkeit der Opfer wurden bekannt.Es sollten grundsätzlich nie von Fremden angebotene offene Getränke oder Speisen angenommen werden. Einem deutschen Touristen wurde bei einer Überlandfahrt per Bus mit Drogen getränktes Gebäck angeboten, woraufhin der Tourist zwei Tage lang bewusstlos war und ausgeraubt wurde.Die Drogenkriminalität in Bolivien ist verbreitet, mit steigender Tendenz. Von Erwerb, Besitz, Konsum, Handel und der Ausfuhr von Drogen und Drogenprodukten aller Art wird dringend abgeraten.Weltweiter SicherheitshinweisEs wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de Zum Seitenanfang
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